Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2011

10 Am 30. Juni 2011 hat die BNetzA den Entwurf für die Entgeltentscheidung zu den Festnetz-Terminierungsentgelten veröffentlicht und eine vorläufige Entgeltgenehmigung zum 1. Juli 2011 erlassen. Der Entwurf sieht eine Absen- kung bei den wichtigsten Varianten „Terminierung“ und „Zuführung“ auf der untersten Netzebene um ca. 17 % (zur Hauptverkehrszeit von 0,54 ct/min auf 0,45 ct/min) bzw. ca. 16 % (zu Nebenzeiten von 0,38 ct/min auf 0,32 ct/min) vor. Der Entwurf wird zunächst national und im nächsten Schritt auf EU-Ebene konsultiert. Die Entgeltgenehmigung soll bis zum 30. November 2012 befristet sein. Der Entwurf der EU-Kommission für eine neue Roaming-Verordnung sieht eine Verschärfung/Verlängerung der bisherigen Preisregulierung bei Voice, SMS sowie Datenwholesale über 2012 hinaus inklusive der Ausweitung der Preisregulierung auf die Endkundenpreise bei Daten-Roaming vor. Neben der verlängerten und erweiterten Preisregulierung beabsichtigt die EU- Kommission strukturelle Maßnahmen vorzugeben, um mehr Wettbewerb zu fördern. Ab 2012 soll es eine weitgehende Wholesale-Zugangsverpflichtung u. a. für MVNOs geben und ab 2014 die Möglichkeit zur Entbündelung von Roaming und nationalen Services, so dass Endkunden einen zweiten Vertrag mit einem anderen Provider ausschließlich für Roaming-Leistungen schließen könnten. Diese Maßnahmen werden für die europäische Mobilfunk-Industrie zu einem Implementierungsaufwand mit hohem Bedarf an Ressourcen und Kosten führen. Angesichts des sich in den letzten Monaten – insbesondere im Daten-Roaming – sehr intensiv entwickelnden Wettbewerbs mit vielen neuen und attraktiven Roaming-Angeboten stellen sich die geplanten Maßnahmen als unverhältnismäßige Regulierungsintensität dar. In Polen wurden die Mobilfunk-Terminierungsentgelte für PTC mit ca.   3,9 ct/min ab 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 und ca. 3,0 ct/min ab 1. Juli 2012 festgelegt. Damit wurden für PTC letztlich die gleichen Terminierungsentgelte wie für ihre Hauptkonkurrenten im polnischen Markt festgelegt. Das ursprüng- liche Ansinnen des polnischen Regulierers, asymmetrische Terminierungs- entgelte und damit ein für PTC geringeres Entgelt als für die konkurrierenden Netzbetreiber festzulegen, war sowohl mit Blick auf das geltende EU-Recht wie auch mit Blick auf die Vorschriften des polnischen Telekommunikationsrechts rechtswidrig und konnte letztlich abgewendet werden.