Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2011

14   Konzernsteuerung. Die Konzernsteuerung berücksichtigt die Erwartungen der vier Interessens- gruppen der Deutschen Telekom (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sogenannten „Unternehmer im Unternehmen“) an den Konzern: −− Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf das eingesetzte Kapital. −− Die Fremdkapitalgeber und Banken erwarten eine angemessene Ver­ zinsung und die Fähigkeit der Schuldenrückzahlung. −− Die Mitarbeiter erwarten nachhaltige und sichere Arbeitsplätze mit Perspektiven sowie eine sozialverträgliche Gestaltung des notwendigen Personalumbaus. −− Die „Unternehmer im Unternehmen“ erwarten ausreichend Investitions- mittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und Produkte, Innovatio- nen und Services für die Kunden zu entwickeln. Die Konzernsteuerung zielt darauf ab, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen und Interessen dieser Stakeholder sicherzustellen, damit ausrei- chend Mittel für Investitionen, einen sozialverträglichen Personalumbau, den Schuldenabbau und eine attraktive Dividendenpolitik zur Verfügung stehen. Finanzstrategie. Unsere 3-jährige Finanzstrategie der Jahre 2010 bis 2012. Aktionäre Fremdkapitalgeber Ausschüttungsstrategie 2010 bis 2012* − Jährliche Ausschüttung
 3,4 Mrd. € − Mindestdividende in Höhe von 0,70 €/Aktie
 − Aktienrückkäufe bis zu 1,2 Mrd. € über 3 Jahre Rating A-/BBB+ Relative Verschuldung 2 bis 2,5x Eigenkapitalquote 25 bis 35 % Gearing 0,8 bis 1,2 Liquiditätsreserve deckt die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate Nachhaltige Mitarbeiterorientierung − Beschäftigungssicherung − Qualifizierung- und Förderungsperspektiven − Zufriedenheit in der Arbeit − Sozialverträglicher Personalumbau Investitionsvolumen für 2011 etwa 9 Mrd. €   (vor etwaigen Investitionen in Spektrum) Mitarbeiter „Unternehmer im Unternehmen“ Verbesserung um   rund 150 Basispunkte  bis 2012 ROCE * siehe Fußnote 2 auf Seite 47. Zusätzlich zu der auf drei Jahre festgesetzten Ausschüttungsstrategie 2010 bis 2012 planen wir nach Vollzug des Verkaufs der T-Mobile USA an AT&T von dem Erlös der Transaktion Aktienrückkäufe von erwarteten rund 5 Mrd. € (nach Gre- mienbeschlüssen und in gesetzlich zulässigem Rahmen) zu tätigen und unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten um erwartete rund 13 Mrd. € zu reduzieren. Die Kapitalrendite (ROCE) ist für uns der wesentliche Maßstab für die Ausrich- tung aller operativen Maßnahmen auf die Steigerung des Konzernwerts. Un- seres Erachtens spiegelt die Kapitalrendite die Erwartungen der oben beschrie- benen Stakeholdergruppen am besten wider. Sie gibt an, welches Ergebnis ein Unternehmen im Verhältnis zum dafür eingesetzten Vermögen erwirtschaftet. Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschrei- bungen und kalkulatorischer Steuern (entspricht dem Net Operating Profit After Taxes; NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (dies entspricht den Net Operating Assets; NOA) gesetzt. Unser Ziel ist es, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen und damit Wert zu schaffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnitts- kostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital; WACC).