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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2011

34 Gesamtumsatz. Im ersten Halbjahr 2011 erreichte das operative Segment Europa einen Ge- samtumsatz von 7,5 Mrd. €, das entspricht einer Reduzierung von 15,0 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen die Folge der Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010. Zusätzlich wirkte sich die Sondersteuer in Ungarn negativ auf den Segmentumsatz aus. Die insgesamt leicht positiven Auswirkungen der Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro, getrieben vor allem durch die Tschechische Krone und den Polnischen Zloty, führten zu einer leichten Verbesserung des Segmentumsatzes. Bereinigt um diese vorgenannten Effekte reduzierte sich der Segmentumsatz nur um 6,7 %. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf den Preisverfall in fast allen europä- ischen Ländern zurückzuführen. Zum einen waren die Preisminderungen die Folge von regulierungsbedingt geringeren Mobilfunk-Terminierungsentgelten, zum anderen beeinflusste der hohe Wettbewerbsdruck die Umsätze zu   unserem Nachteil. Die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation vor allem in den süd- und osteuropäischen Ländern belastete darüber hinaus den Ge- samtumsatz erheblich. Besonders stark davon betroffen waren Griechenland und Rumänien, auf die die Hälfte des operativen Umsatzrückgangs entfiel. Erfreuliche Umsatzzuwächse im Festnetz-Geschäft im Wesentlichen in den Bereichen Breitband/TV, ICT und Wholesale kompensierten teilweise die negativen Effekte. Ferner wirkte sich ein deutliches Wachstum bei den Daten- umsätzen im Mobilfunk-Geschäft positiv auf den Segmentumsatz aus. Dieses war die Folge ansprechender Tarife im Zuge unserer offensiven Smartphone Vermarktung. Nach wie vor steigern wir unsere Datenumsätze um rund 15 %   im Vergleich zum Vorjahr. Griechenland. In Griechenland reduzierte sich im ersten Halbjahr 2011 der Umsatz um 10,8 % gegenüber der Vorjahresperiode. Das Festnetz-Geschäft und das Mobilfunk-Geschäft waren von diesen Rückgängen annähernd gleich stark betroffen. Im Wesentlichen waren die Rückgänge im Festnetz bedingt durch die Verluste bei den Anschlüssen im klassischen Festnetz-Geschäft. Zu einem großen Teil konnten diese Rückgänge jedoch durch eine positive Ent- wicklung bei den Wholesale-Umsätzen ausgeglichen werden. Da das Festnetz- Geschäft weiterhin sehr stark regulatorischen Bedingungen unterworfen ist, konnten geplante Kundenakquisitionen im Breitband und die damit verbun- denen Umsätze nicht generiert werden. Das Mobilfunk-Geschäft war im ersten Halbjahr im Wesentlichen geprägt durch die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation und den harten Wettbewerb mit einem Preisverfall der Mobilfunk- Tarife. Aufgrund dessen reduzierten sich die Serviceumsätze gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich belasteten die Prepaid-Registrierungsvorschriften und die regulierungsbedingt abgesenkten Terminierungsentgelte die Umsätze. Dem entgegen wirkten höhere Datenumsätze und leicht höhere Roaming Umsätze. Rumänien. Im ersten Halbjahr 2011 verringerte sich der Umsatz in Rumänien um 9,1 %. Dies war insbesondere die Folge des anhaltenden Preiskampfs im rumänischen Telekommunikationsmarkt sowie der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage, welche mit Anschlussverlusten sowohl beim klassischen Festnetz als auch im Mobilfunk – hier insbesondere getrieben durch die Ver- luste im Prepaid-Segment – einhergingen. Durch das weiterhin starke Kunden- wachstum im Breitband und TV, auch infolge kleinerer Konsolidierungskreis- effekte und den damit verbundenen leichten Umsatzzuwächsen konnten wir den Rückgängen im klassischen Festnetz-Geschäft teilweise entgegenwirken. Im Mobilfunk-Geschäft sind die Umsätze aufgrund geringerer Umsätze bei den Endgeräteverkäufen zurückgegangen. Die werthaltigen Serviceumsätze dagegen konnten wir trotz des starken Wettbewerbs im Markt und trotz regu- lierungsbedingter Terminierungspreisreduktionen konstant halten. Durch eine erfreulich gestiegene Nutzung sowohl bei Sprache als auch bei SMS und bei Daten erzielten wir eine Kompensation der negativen Effekte aus dem Preisver- fall. Ungarn. In Ungarn erzielten wir im ersten Halbjahr einen Umsatz von 722 Mio. €, was einem Rückgang von 10,2 % entspricht. Der Umsatzrückgang ist im We­ sentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen. Zum einen beeinträchtigte die von der ungarischen Regierung Ende des letzten Jahres eingeführte Sondersteuer den Umsatz um 40 Mio. €. Zum anderen führte die Reklassifizierung der Ge­ schäftskunden zu einem negativen Umsatzeffekt von rund 26 Mio. €. Eine leicht positive Wechselkursentwicklung des ungarischen Forints gegenüber dem Euro wirkte jedoch dem Umsatzrückgang entgegen. Der um diese Effekte bereinigte operative Umsatzrückgang beträgt nur noch 3,0 % gegenüber dem Vorjahr und ist im Wesentlichen durch die allgemeine wirtschaftliche Lage be-  gründet. Höhere Umsätze bei Breitband und TV konnten nur teilweise die Um- satzverluste des klassischen Festnetz-Geschäfts ausgleichen. Im Mobilfunk sanken die Serviceumsätze. Hierbei belasteten gesunkene Preise aufgrund des harten Wettbewerbs als auch aufgrund geringerer Mobilfunk-Terminierungs­ entgelte die Umsätze. Polen. Analog zum ersten Quartal führten auch im ersten Halbjahr 2011 po- sitive Wechselkurseffekte des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro dazu, dass sich der Umsatz auf Vorjahresniveau stabilisierte und einen Betrag von 893 Mio. € erreichte. Bereinigt um diesen Währungseffekt sanken die Umsätze nur leicht. Getrieben wurde dieser Rückgang durch die Serviceumsätze, die sich infolge des intensiven Wettbewerbs reduzierten. Höhere Datenumsätze führten nur teilweise zu einer Kompensation dieser Rückgänge. Zusätzlich wirkten sich höhere Umsätze aus dem Endgeräteverkauf positiv auf den Ge- samtumsatz aus. Tschechische Republik. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank der Umsatz in der Tschechischen Republik um 3,5 % auf 550 Mio. €. Positive Wechselkurs- effekte der Tschechischen Krone gegenüber dem Euro konnten nur teilweise den Rückgang des operativen Umsatzes kompensieren. Hierbei waren es vor allem die geringeren Serviceumsätze, die zum einen durch eine zweimalige regulierungsbedingte Absenkung der Terminierungsentgelte belastet wurden. Zum anderen reduzierten sich die Datenumsätze im Periodenvergleich. Ferner leisteten die deutlich gestiegenen Umsätze beim Festnetz-Geschäft einen positiven und daher kompensatorischen Beitrag zur Umsatzentwicklung in der Tschechischen Republik. Kroatien. Im ersten Halbjahr erzielten wir in Kroatien einen Umsatz von 525 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang um 5,6 %. Bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte der Kroatischen Kuna gegenüber dem Euro betrug der Umsatzrückgang nur noch 3,9 %. Der Hauptgrund für den leicht rückläufigen operativen Umsatz war das Mobilfunk-Geschäft, das durch re- gulierungsbedingte Absenkungen der Terminierungsentgelte im Januar 2011