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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2011

35Konzern-Zwischenlagebericht stark belastet wurde. Im Gegensatz dazu wirkten leicht höhere Datenumsätze und gestiegene Umsätze aus den Verkäufen von Endgeräten kompensatorisch. Das Festnetz-Geschäft konnte die operativen Umsätze auf Vorjahresniveau festigen. Die positiven Beiträge aus den Umsätzen von Breitband und TV in- folge starker Zuwächse bei den Anschlüssen konnten die Umsatzrückgänge aus dem klassischen Festnetz sowie dem Wholesale-Geschäft kompensieren. Zusätzlich lieferte das ICT-Geschäft der Tochtergesellschaft COMBIS gegen­ über dem Vorjahr einen deutlichen Beitrag zum Umsatzwachstum. Niederlande. In den Niederlanden reduzierten sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2011 gegenüber der Vorjahresperiode um 4,0 % auf 854 Mio. € haupt- sächlich als Folge regulierungsbedingter Reduzierungen der Terminierungsent- gelte. Dies führte zu geringeren Serviceumsätzen. Trotz deutlich gestiegener Datenumsätze konnten die negativen Umsatzeffekte aus der Terminierung nur   teilweise aufgefangen werden. Ferner leisteten höhere Verkaufserlöse von End­ geräten, die durch die sehr hohe Kundennachfrage nach Smartphones getrie- ben wurden, einen kompensatorischen Umsatzbeitrag. Zudem belasteten die geringeren Online-Umsätze des Festnetz-Geschäfts die Entwicklung. Slowakei. In der Slowakei reduzierten sich im ersten Halbjahr 2011 unsere Umsätze um 6,7 % auf 432 Mio. €. Der größte Anteil an diesem Rückgang entfiel auf die Mobilfunk-Umsätze. Aufgrund der weiterhin sehr hohen Wettbe- werbsintensität auf dem slowakischen Mobilfunk-Markt verringerten sich die Serviceumsätze. Geringere Umsätze bei den Visitoren belasteten zusätzlich die Umsätze. Auch das Festnetz-Geschäft wies zum Ende des ersten Halbjahres niedrigere Umsätze gegenüber dem Vorjahr aus. Diese spiegelten die Verluste bei den klassischen Festnetz-Anschlüssen wider. Trotz der guten Entwicklung bei den Breitbandanschlüssen sowie der erfolgreichen Vermarktung der TV- Produkte IPTV und Satelliten-TV und dem damit einhergehenden leichten Umsatzanstieg, konnten diese Umsatzkomponenten nur teilweise die gesun- kenen Umsätze aus dem klassischen Festnetz-Geschäft auffangen. Zusätzlich erhöhten sich die ICT-Umsätze infolge von Konsolidierungskreiseffekten sowie durch die steigenden Umsätze im ICT-Geschäft und lieferten somit einen posi- tiven Umsatzbeitrag. Österreich. Gegenüber der Vorjahresperiode sanken in Österreich die Um- sätze um 7,1 % auf 456 Mio. €. Dieser Rückgang war das Ergebnis des harten Wettbewerbs und regulierungsbedingt niedrigerer Terminierungsentgelte. So erfolgte im Juni eine weitere Absenkung dieser Entgelte, was sich deutlich negativ auf die Serviceumsätze auswirkte. Insgesamt haben sich die Terminie- rungsentgelte seit Juli 2009 halbiert. Höhere Datenumsätze hingegen wirkten den negativen Umsatzeffekten aus der Terminierung teilweise entgegen. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2011 ein berei- nigtes EBITDA von 2,5 Mrd. €, was einer Reduzierung um 15,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nahezu die Hälfte des EBITDA-Rückgangs entfiel auf die Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010. Zusätzlich wirkte sich die Sondersteuer in Ungarn negativ auf das bereinigte EBITDA des Seg- ments aus. Die in Summe leicht positiven Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro waren im Wesentlichen getrieben durch die Tschechische Krone und den Polnischen Zloty. Ohne diese vorgenannten Effekte sank das bereinigte EBITDA um 9,7 %. Durch gezielte Einsparungen in den Gemeinkosten sowie Einsparungen in den Händlerprovisionen wirkten wir dem EBITDA-Rückgang entgegen. Griechenland. Im ersten Halbjahr 2011 erzielten wir in Griechenland ein berei- nigtes EBITDA von 630 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von 12,7 %, der zum einen aus den verminderten Umsätzen gegenüber der Vorjahresperi- ode resultierte. Zum anderen wurde das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal durch die rückwirkende Anpassung regulierter Entgelte durch die griechische Regulierungsbehörde negativ beeinflusst. Die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz wirkte dem bereinigten EBITDA-Rückgang teilweise entgegen. Rumänien. In Rumänien reduzierte sich das bereinigte EBITDA gegenüber der Vorjahresperiode um 9,8 % auf 129 Mio. € hauptsächlich aufgrund des Umsatzrückgangs im Festnetz-Geschäft. Des Weiteren wirkten sich gestiegene Gemeinkosten mit höheren Marketingausgaben als Reaktion auf den starken Wettbewerb ergebnisbelastend aus. Im Gegensatz dazu erzielten wir im Mobil- funk-Geschäft ein höheres bereinigtes EBITDA, das aber nur teilweise die nega-  tiven Auswirkungen des EBITDA-Rückgangs aus dem Festnetz-Geschäft kom- pensieren konnte. Ungarn. Im ersten Halbjahr 2011 sank das bereinigte EBITDA gegenüber der Vorjahresperiode um 13,2 % auf 289 Mio. €. Beeinflusst wurde dieses Ergeb- nis insbesondere durch die Ende 2010 neu eingeführte Sondersteuer, die mit einem im Halbjahresvergleich negativen EBITDA-Effekt von rund 40 Mio. € zu Buche schlug. Ferner führte die Reklassifizierung der Geschäftskunden zu einer Belastung der Ergebnisse. Bereinigt um diese beiden Effekte sowie um die leicht positiven Währungseffekte des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro, erzielten wir ein EBITDA-Wachstum von 2,2 %. Effizienzsteigernde Maß- nahmen wirkten dem operativen Umsatzrückgang entgegen. Polen. In Polen verringerte sich das bereinigte EBITDA um 7,2 % auf 320 Mio. €. Infolge des Rebrandings der Marke „Era“ zu „T-Mobile“ im Juni 2011 stiegen die Ausgaben für Marketing deutlich an. In diesem Zusammenhang erhöhten sich auch die Ausgaben für den Vertrieb und die Kundenbetreuung. Ferner investierten wir in eine zielgerichtete Ansprache werthaltiger Kunden und erhöhten somit die Ausgaben bei der Kundenakquisition und der Kun­den­ bindung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Positive Einmaleffekte kompen- sierten teilweise die negativen Effekte aus dem EBITDA-Rückgang.