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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2011

42   Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im ersten Halbjahr des Berichtsjahres 4,5 Mrd. € und lag damit 3,7 % über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg geht u. a. auf die Verträge mit Everything Everywhere, E.ON und Deutsche Post DHL zurück, die T-Systems sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr abgeschlossen hat. Diese neuen Verträge kompensierten die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft. Der Umsatz mit anderen operativen Segmenten der Deutschen Telekom betrug im Berichtszeitraum 1,3 Mrd. €, ein Anstieg um 4,1 %. Als Dienstleister des Konzerns entwickelt T-Systems die IT-Landschaft der Deutschen Telekom kontinuierlich weiter. Dabei tragen standardisierte Systeme wesentlich dazu bei, die IT-Kosten im Konzern zu optimieren. Außenumsatz. Das Geschäft mit Kunden außerhalb der Deutschen Telekom konnte T-Systems ausweiten. Mit einem Außenumsatz von 3,3 Mrd. € erwirtschaftete das ope- rative Segment 3,6 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auf ein Wachstum im Systemintegrationsgeschäft, insbeson- dere durch Entwicklung und Betrieb von Kundenanwendungen (Application Management & Development) zurückzuführen. Im hart umkämpften Telekom- munikationsgeschäft setzte zudem der im vergangenen Jahr erzielte Vertrags- abschluss mit E.ON positive Akzente. Auch im Bereich Computing & Desktop Services stieg der Umsatz erneut. Dieses Wachstum geht im Wesentlichen darauf zurück, dass viele Kunden verstärkt auf so genannte Cloud Services zurückgreifen. Derzeit bedienen wir bereits rund 90 % der SAP-Leistungen für unsere Kunden aus der Cloud (Wolke). EBITDA, bereinigtes EBITDA. Im Berichtszeitraum erzielte das operative Segment Systemgeschäft ein EBITDA von 0,3 Mrd. €. Der Rückgang von 14,8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2010 ist begründet durch: Erhöhte Aufwendungen in Verträgen, unter anderem für eine erfolgreiche Überführung von Kundeninfrastruktur in das operative Geschäft von T-Systems; Anfangsaufwendungen für Neuverträge und den Aufbau neuer Geschäftsfelder, wie Intelligente Netze. Einsparungen aus dem umfassenden Restrukturierungs- und Effizienzprogramm „Save for Service“ haben die steigenden Kosten nicht ausgleichen können. Auch ein Ertrag aus der Auflösung einer nicht vollständig in Anspruch genommenen Restrukturie- rungsrückstellung für Abfindungen (als Sondereffekt ausgewiesen) kompen- sierte diese Entwicklung nicht vollständig. Zusätzlich wurde das EBITDA ge- genüber dem Vergleichszeitraum durch höhere Sondereffekte im Wesentlichen aus Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit belastet. Dazu gehörten der Auf- und Ausbau eines eigenen Near- und Offshore-Liefernetzes sowie ein forcierter Personalumbau. Das bereinigte EBITDA sank entsprechend weniger und lag im ersten Halbjahr 2011 bei 0,4 Mrd. €, das entspricht einem Rückgang von 9,6 %. EBIT, bereinigtes EBIT. Das bereinigte EBIT liegt um 49 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Dieser Rück- gang ist neben Effekten aus erhöhten Aufwendungen bei Verträgen auch bedingt durch gestiegene Abschreibungen aufgrund von Investitionen zur Geschäftserweiterung 2010. Das umfassende Restrukturierungs- und Effizienz- programm „Save for Service“ konnte diese Entwicklung nur teilweise kompen- sieren. Die bereinigte EBIT-Marge sank von 2,8 % im ersten Halbjahr 2010 auf 1,6 % im Berichtszeitraum. Cash Capex. Der Cash Capex lag mit 0,3 Mrd. € im Berichtszeitraum deutlich unter dem Vorjahreswert. Obwohl T-Systems weiter in neue Verträge und Kundenbezie- hungen investiert hat, erreichte vor allem der Ausbau der Plattform für Dynamic Computing nicht die Intensität des Vorjahres. Die konsequente Umsetzung von Effizienzmaßnahmen, wie die zunehmende Standardisierung der ICT- Plattformen, trug ebenfalls zu reduzierten Investitionen bei. Mitarbeiter. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im ersten Halbjahr 2011 um 759 auf 48 222 Mitarbeiter. Das sind 1,6 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Inland stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtszeit- raum um 384 bzw. 1,5 % auf 25 447 Mitarbeiter und im Ausland um 375 oder 1,7 %. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die Personalüber- nahme im Rahmen von Großaufträgen, die zunehmende Eigenherstellung von vormals fremdbezogenen Leistungen (Insourcing) sowie den Auf- und Ausbau von Near- und Offshore-Standorten. Eingeleitete Maßnahmen zur Kostenredu- zierung kompensieren diesen Anstieg teilweise.