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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2011

50 Auf Basis dieser vorgenannten Rahmenparameter erwarten wir im operativen Segment Europa – bereinigt um den Effekt aus der Gründung des Joint Venture Everything Everywhere in Großbritannien –, dass die Umsätze und das berei- nigte EBITDA 2011 gegenüber dem Vorjahr sinken werden. Für 2012 gehen wir davon aus, dass sich der Umsatzrückgang gegenüber 2011 verlangsamt und sich das bereinigte EBITDA stabilisiert. USA. Die Deutsche Telekom AG und die AT&T Inc., Dallas/USA (AT&T) haben am 20. März 2011 einen Vertrag über den Verkauf der T-Mobile USA (operatives Segment USA) an AT&T abgeschlossen. Der Vertrag sieht einen Kaufpreis in Höhe von 39 Mrd. US-$ vor, der in eine 25 Mrd. US-$ Barzahlung und in Höhe von ungefähr 14 Mrd. US-$ eine Aktienbeteiligung an AT&T aufgeteilt ist; AT&T hat dabei das Recht, den Baranteil des Kaufpreises um bis zu 4,2 Mrd. US-$ zu erhöhen mit einer entsprechenden Reduzierung der Aktienkomponente. Die exakte Höhe des Kaufpreises ist von einigen vertraglich vereinbarten Bedin- gungen abhängig. Daneben hat auch die künftige Währungskursentwicklung des US-Dollar wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Transaktion in Euro. Wir erwarten, dass der Abschluss der Transaktion in der ersten Hälfte   des Jahres 2012 stattfinden wird. Als Folge dieser Vereinbarung weist die Deutsche Telekom die Vermögens- werte der T-Mobile USA (operatives Segment USA) und die in direktem Zu- sammenhang stehenden Schulden in der Konzern-Bilanz als zur Veräußerung gehalten aus. Der Gewinn oder Verlust nach Steuern des aufgegebenen Ge-  schäftsbereichs wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammen- gefasst als Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich ausgewiesen. Mit dem Abschluss der Transaktion wird die Deutsche Telekom die Vermögenswerte und die im direkten Zusammenhang stehenden Schulden an der T-Mobile USA entkonsolidieren. Dabei wird ein entstehender Gewinn oder Verlust aus der Ent- konsolidierung erfolgswirksam zu erfassen sein. Weitergehende Erläuterungen zu der Vereinbarung und zu den Bedingungen, die zu Anpassungen des Kauf- preises führen können, sind im Konzern-Zwischenabschluss enthalten. Systemgeschäft. T-Systems konzentriert sich weiterhin auf den Wachstumsmarkt der ICT-Ser- vices mit Lösungen für Großkunden. Hier steigt die Nachfrage nach internatio- nalen ICT-Lösungen – nicht zuletzt durch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen. Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik für rund 400 Großkunden: Multinationale Konzerne sowie Institutionen der öffentlichen Hand und des Gesundheitswesens. Unsere Großkundensparte bietet auf dieser Basis integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirt- schaft und Gesellschaft. Wir konnten durch die Vertragsabschlüsse der letzten Quartale den Grundstein für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre legen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Geschäfte von T-Systems im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld entwickeln werden. Den Weg, den wir eingeschlagen haben, unsere Kosten zu senken, werden   wir weiter beschreiten. Die Kostensenkungsmaßnahmen zeigen Auswirkungen und werden fortgeführt. Für das operative Segment erwarten wir unter Berück- sichtigung der beschriebenen Maßnahmen in 2011 einen leichten Umsatzan- stieg und ein bereinigtes EBITDA weitestgehend auf Vorjahresniveau und für 2012 eine leicht positive Entwicklung bei Umsatz und bereinigtem EBITDA. Konzernzentrale & Shared Services. Im Geschäftsjahr 2011 erwarten wir für die Konzernzentrale & Shared Services   ein bereinigtes EBITDA, das etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Das be­-  reinigte EBITDA wird im Wesentlichen durch die Aufwendungen der Konzern­ zentrale und die Aktivitäten zum Personalumbau über Vivento negativ beein­ flusst. Dem gegenüber stehen höhere Ergebnisbeiträge aus den Shared Services. „Save for Service“-Programm. Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, die sich positiv auf die Rentabilität auswirken: Bis zum Jahr 2012 sollen – ausgehend vom Jahr 2009 – im Rahmen der zweiten Phase des „Save for Service“-Programms weitere 4,2 Mrd. € an Kosten eingespart werden.