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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2010

Folgende Maßnahmen setzt die Deutsche Telekom seit Herbst 2010 um (Beispiele): – Erweiterung des bestehenden Zertifizierungskonzepts für Vertriebs­ partner um den Themenschwerpunkt korrektes Verhalten und bedarfs­ gerechte Beratung – Schulungen zur Qualifizierung der Außendienstmitarbeiter im Auftrag der Deutschen Telekom, Schulungen für Mitarbeiter in Callcentern – Ergänzungen im verbindlichen Verhaltenshandbuch (Code of Contact) für Außendienstmitarbeiter im Auftrag der Deutschen Telekom – Verhaltensanforderungen zur Integrität im Kontakt mit Kunden als fester Bestandteil des Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter (Code of Conduct) Sonderthemen im Bereich Privatkunden. Die Deutsche Telekom hat auch im Jahr 2010 ihre Serviceleistungen weiter ausgebaut. Dabei hat das Unternehmen die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit von vornherein berücksichtigt. In Fällen, in denen Mängel im Bereich Datenschutz und Datensicherheit festgestellt wurden, hat die Deutsche Telekom umgehend reagiert und Maßnahmen zur Behebung ergriffen. Im Jahr 2010 haben darüber hinaus strukturelle Veränderungen inner­ halb des Unternehmens zu Änderungen auch für Datenschutz und Daten­ sicherheit geführt. Änderungen infolge Gründung der T-Deutschland GmbH. Als zum 1. April 2010 die damaligen Konzernbereiche T­Home und T­Mobile in der Telekom Deutschland GmbH zusammengefasst wurden, bedeutete dies für den Kundendatenschutz zahlreiche organi­ satorische Vereinfachungen und gleichzeitig Weiterentwicklungen. So wurde 2010 unter anderem eine neue Organisationsstruktur zum Risikomanagement im Vertrieb aufgebaut, die die Sicherheit von Daten im Vertrieb und die Umsetzung von Vorgaben zur Compliance gewährleistet. Darüber hinaus führt der neue Organisationsbereich Audits und Zertifizierungen von Vertriebspartnern durch. Ihm obliegt ebenfalls die Vertriebs­ und Servicekontrolle. Auch wenn der Weg zu einem integrierten Angebot von Festnetz und Mobilfunk viele datenschutzrechtliche Herausforderungen mit sich brachte, ergeben sich mit der Integration beider Geschäftsfelder aus Daten schutzsicht viele Erleichterungen. Ein kurzer Rückblick auf die Situation vor dem Zusammenschluss verdeutlicht dies: Ein Kunde, der sowohl einen Festnetzanschluss, als auch einen Mobilfunkanschluss der Deutschen Telekom besaß, hatte zwei Vertragspartner: die Deutsche Telekom AG (T­Home) und die T­Mobile Deutschland GmbH. Aus Daten­ schutzsicht bedeutete dies eine getrennte Kundendatenhaltung. Ein Austausch der Kundendaten zwischen T­Home und T­Mobile war nur mit Einwilligung des Betroffenen rechtlich zulässig. So war es nicht möglich, den Kunden auf beide Anschlüsse anzusprechen, was oft genug auch für den Kunden unverständlich war. Heute stellt sich die Ausgangslage einfacher dar: Die Telekom Deutschland GmbH ist der einzige Vertragspartner des Kunden, unab­ hängig davon, ob der Kunde einen Festnetz­ und/oder einen Mobilfunk­ anschluss hat. Damit geht einher, dass zukünftig nur noch eine einheitliche Datenbank existieren soll, in der alle Kundendaten gespeichert und ver­ arbeitet werden. Die Kundenberatung hat dann Zugriff auf alle Verträge, die ein Kunde mit der Telekom eingegangen ist. Die Integrationsmaß­ nahmen rund um die Gründung der Telekom Deutschland GmbH fanden Compliance bedeutet die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Verhaltensregeln durch Unternehmen und deren Mitarbeiter. Gibt es dabei Schnittstellen zum Thema Datenschutz? Natürlich! Compliance und Datenschutz haben viele Berührungspunkte. Zum einen: Jeder Datenschutzverstoß stellt auch einen Compliance­Fall dar. Zum anderen: Die Mitarbeiter in unserem Bereich sind natürlich in vertrauliche Sachverhalte und Ermittlungen eingebunden. Dabei ist es unerlässlich, dass sie selbst die Vorgaben des Datenschutzes einhalten. Wir bekommen unterschiedlichste Hinweise auf Gesetzes­ oder Richt­ linienverletzungen. Nur wenn sich die Hinweisgeber darauf verlassen können, dass sie auf Wunsch anonym bleiben und ihre Angaben in jedem Fall vertraulich behandelt werden, werden sie überhaupt eine Meldung abgeben. Und nur, wenn auch die Persönlichkeitsrechte direkt oder indirekt Betroffener beachtet werden, verhält sich die Deutsche Telekom umfas­ send gesetzeskonform – eben compliant. Datenschutz ist also aus zweierlei Gründen für Compliance grund­ legend: Er sichert uns das Vertrauen unserer Hinweisgeber. Und er stellt sicher, dass die Rechte der Betroffenen gewahrt bleiben. Ich will noch einen Schritt weiter gehen: Compliance wird durch einen funktionierenden Datenschutz überhaupt erst möglich. Deshalb ist Daten­ schutz gerade in unserem Bereich auch kein „Kann­Thema“, sondern zwingende Voraussetzung für unsere erfolgreiche Arbeit zum Wohle des Konzerns und seiner Mitarbeiter. Manuela Mackert, Chief Compliance Officer der Deutschen Telekom. 20