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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2010

In insgesamt fünf Sitzungen behandelte der Datenschutzbeirat 2010 eine breite Palette von Themen. So hat er sich etwa mit den Missbrauchserken­ nungssystemen der Deutschen Telekom, dem Sachverständigenbericht von Dr. Schäfer und Maßnahmen zum Risikomanagement in Vertrieb und Service befasst. Er diskutierte über eine Stiftung Datenschutz, den Entwurf des Beschäftigtendatenschutzgesetzes und beriet über die Wirksamkeit der Zugriffskontrollen in Kundenbestandssystemen sowie das Sicherheits­ niveau von Vertriebspartnerportalen. Ein weiteres Beratungsfeld in 2010 war das auch derzeit in der Öffentlichkeit intensiv diskutierten Thema Netzneutralität. Hierbei ging es dem Datenschutzbeirat vor allem um die entsprechenden datenschutzrelevanten Implikationen möglicher „Vorfahrts­ rechte“ für definierte Daten. Ferner diskutierte der Datenschutzbeirat datenschutz­ und datensicher­ heitsrelevante Aspekte des Cloud Computing und des Telekom­IP­TV „Entertain“. Er hat zu diesen Themenkomplexen entsprechende Stellung­ nahmen und Empfehlungen an den Vorstand der Deutschen Telekom kommuniziert. Der kritische Blick externer Experten auf die Anforderungen an Daten­ schutz und IT­Sicherheit sowie deren Umsetzung in der Deutschen Telekom hat sich bewährt. Der Vorstand der Deutschen Telekom wird den konstruktiven Dialog mit dem Datenschutzbeirat weiterhin fortführen. Warum braucht die Deutsche Telekom einen Datenschutzbeirat – und andere Unternehmen nicht? Ganz klar: Nicht nur die Deutsche Telekom braucht einen Datenschutz­ beirat – andere Unternehmen auch! Die Vorteile eines solchen Gremiums liegen auf der Hand: Ein Unternehmen kann sich externen Sachverstand aus unterschiedlichsten Bereichen ins Haus holen, die es mit internen Kräften nicht abdecken könnte. Die breit gefächerte Besetzung des Gremi­ ums bietet der Deutschen Telekom gleichzeitig die Möglichkeit, ihren Ein­ satz für Schutz und Sicherheit von Daten über die Multiplikatoren aus dem Beirat in unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft zu tragen. Ein Datenschutzbeirat lebt von einem doppelten Vertrauensverhältnis. Das wird bei der Deutschen Telekom besonders deutlich: Wir haben uns seit 2009 davon überzeugen können, dass das Unternehmen den Daten­ schutz konsequent verbessert hat und das Thema Schutz und Sicherheit von Daten sehr ernst nimmt. Unser Vertrauen in die Deutsche Telekom ist während der Arbeit des Beirats stetig gewachsen. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass uns das Unternehmen selbst ein hohes Maß an Ver­ trauen entgegenbringt, indem es uns Einblick in seine Strukturen und Maßnahmen in einem solch sensiblen Bereich gewährt. Ich denke, sowohl der Beirat als auch das Unternehmen selbst entwickelt sich in der Zusam­ menarbeit weiter und schärft dabei auch das Aufgabenspektrum eines Datenschutzbeirats. Wertvolle Erfahrungen, auf die andere Unternehmen unbedingt zurückgreifen sollten. Lothar Schröder, Vorsitzender des Datenschutzbeirats, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. 43Datenschutzbeirat der Deutschen Telekom