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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2010

Gestaltung eines sicheren Passworts. Ohne Passwort geht im Internet nicht viel. Und je besser ein Passwort ist, umso sicherer sind die Daten, die sich dahinter verbergen, geschützt. Online­Banking, E­Mails lesen oder einen Beitrag im Anglerforum schrei­ ben – wer sich im Web 2.0 bewegt, kommt früher oder später immer an einen Punkt, an dem Anmeldename und Passwort gefragt sind. Der Anmel­ dename bereitet dabei meist keine Probleme. Doch spätestens beim fünf­ ten Passwort wird es schwierig, noch den Überblick zu behalten. Dazu kommt, dass ein sicheres Passwort leider das Gegenteil von einprägsam ist. Wie erstelle ich also ein sicheres Passwort, das sich merken lässt? Hier erfahren Sie, wie Sie Hacker zur Verzweiflung bringen und Ihre Daten schützen. Wie erstelle ich ein sicheres Passwort? Die goldene Regel für ein sicheres Passwort lautet: Es sollte von Außen­ stehenden nicht als sinnvolles Wort erkannt werden. Um ein solches Passwort zu erhalten, gibt es einen einfachen Trick: Denken Sie sich einen Satz aus, den Sie sich gut merken können. Von diesem Satz verwenden Sie nur die Anfangsbuchstaben und ersetzen einzelne Buchstaben durch Zahlen und Sonderzeichen. Ein Beispiel für einen solchen Satz wäre: „Wir zwei essen gerne Pizza mit Salami.“ Die Anfangsbuchstaben ergeben die Kombination „WzegPmS“. Nun kommen die Zahlen und Sonderzeichen ins Spiel. Hier können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bei unserem Beispielsatz ersetzen wir das „z“ durch eine „2“ und fügen am Ende noch ein „!“ an. Unser sicheres Passwort lautet dann „W2egPmS!“. Dieses Pass­ wort besteht aus 8 Zeichen. Dies ist die Untergrenze, die Experten für ein sicheres Passwort empfehlen. Grundsätzlich gilt: Je länger und komplexer ein Passwort ist, desto besser. Der Grund: Hacker probieren mit Programmen systematisch alle Möglich­ keiten aus, wie ein Passwort aufgebaut sein kann. Mit jedem zusätzlichen Zeichen steigt also die Zahl der möglichen Passwörter und damit auch die der nötigen Durchläufe, die ein solches Computerprogramm zum Knacken Ihres Passworts benötigt. Erstellen Sie für jeden Zugang ein Passwort. Eine weitere wichtige Vorsichtsmaßnahme: Verwenden Sie nach Mög­ lichkeit für unterschiedliche Zugänge unterschiedliche Passwörter. Denn ab und an gelingt es Datendieben, ganze Kundendateien inklusive aller Zugangsdaten auszuspionieren. Ein Passwort, das den Dieben so in die Hände fällt, ist nicht mehr sicher. Denn die Hacker werden auch dieses Passwort ausprobieren, wenn sie sich einen Zugang erschleichen wollen. Ein sicheres Passwort ist also immer eines, das Sie nur für einen Zugang verwenden. Das sollte auf jeden Fall für Ihren Zugang zum Online­Banking gelten. Bewahren Sie Passwörter sicher auf. Zusätzlich sollten Sie Ihre Passwörter nur an sicheren Plätzen aufbewah­ ren, zu denen nur Sie Zugang haben. Der beste Platz dafür ist natürlich Ihr Kopf. Der schlechteste Platz ist wohl Ihr Browser. Sie sollten daher vor allem bei wichtigen Passwörtern auf die „Autovervollständigen­Funktion“ verzichten und sie nie auf der Festplatte speichern oder auf einem Zettel in der Nähe des PCs notieren. Ändern Sie Passwörter regelmäßig. In regel­ mäßigen Abständen sollten Sie Ihr Passwort ändern, um den Schutz vor Datendiebstahl zu erhöhen. Wir empfehlen Ihnen, das mindestens alle drei Monate zu tun. Wann benötige ich ein sicheres Passwort? Das Problem bei sicheren Passwörtern ist: Sie sind unheimlich schwer zu merken. Egal ob der Name der Ehefrau oder der Geburtstag der Oma – jede Gedächtnisstütze macht ein Passwort unsicherer. Doch möglicher­ weise benötigen Sie nicht immer ein Passwort, das absolut sicher ist. Etwa beim oben genannten Anglerforum müssen Sie vermutlich nicht so vor­ sichtig sein wie beim Online­Banking. Überlegen Sie daher gut, bevor Sie ein Passwort wählen: – Schützt es persönliche oder geschäftliche Informationen (z.B. E­Mails, Kontakte etc.)? – Können mit dem Zugang finanzielle Transaktionen getätigt werden (wie beispielsweise beim Online­Banking oder bei Internet­Auktions­ häusern)? – Haben Sie bei dem entsprechenden Zugang wichtige Daten, etwa Ihre Kreditkartennummer oder Bankverbindung, hinterlegt? Wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten, dann sollten Sie unbedingt ein möglichst sicheres Passwort wählen. Falls nicht, genügt möglicherweise auch ein weniger sicheres Passwort. Natürlich sollten Sie auch hier dar­ auf achten, es eventuellen Hackern nicht zu leicht zu machen. Ein komplexes Passwort schützt persönliche Daten und macht es Online­Betrügern schwer. 47Ratgeber zum sicheren Umgang mit Daten