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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2010

Opt-In Lösung. Unternehmen dürfen Kundendaten nur dann verwenden, wenn der betroffene Kunde zuvor eingewilligt hat. Opt-Out-Lösungen. Unternehmen verwenden Kundendaten so lange, bis der jeweilige Kunde der Nutzung widerspricht. Über die Art und Weise der Nutzung müssen die Kunden in den Datenschutzhinweisen informiert werden. Rote-Linie-Gesetz. Das geplante Gesetz dient dem Schutz vor besonders schweren Eingriffen in das Persönlichkeitsrecht durch unzulässige Veröffentlichungen in Telemedien. Es soll verhindern, dass durch im Netz gezielt zusammenge­ tragene personenbezogene Daten Persönlichkeitsprofile erstellt werden können. Beispiele sind Standortdaten, die ein Mobiltelefon per GPS­Signal versendet, oder Webdienste mit Gesichtserkennungsfunktion. Auch sollen Suchanfragen nicht einsehbar sein, da darüber Rückschlüsse auf die suchende Person gezogen werden können. Privacy Code of Conduct. Der Privacy Code of Conduct (PCoC) ist eine konzernweite Leitlinie der Deutschen Telekom zum Datenschutz, den das Unternehmen auf Grund­ lage europarechtlicher Vorgaben im Jahr 2004 eingeführt hat. Er regelt einheitlich die internen Anforderungen bezüglich des Umgangs mit per­ sonenbezogenen Daten in der Deutschen Telekom Gruppe. Smart Grids. Intelligente Stromnetze (Smart Grids) sind in der Lage, auf Basis von gemessenem Lastverhalten die Erzeugung von Energie zu regeln. So können bei Bedarf zusätzliche dezentrale Energieproduzenten wie etwa Kraft­Wärme­Kopplungsanlagen, Solar­ oder Windkraftanlagen zu­ beziehungsweise abgeschaltet werden. Smart Metering. Der Service umfasst das Auslesen, Verarbeiten, Darstellen sowie Fakturie­ ren des Verbrauchs von Strom, Wasser über intelligente Zähler in Industrie und Haushalt. Smart Metering senkt Kosten erheblich und erlaubt den Zugriff auf einen massenmarktfähigen Service. Es eröffnet vor allem Ener­ gieversorgern, Messstellenbetreibern und der Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten, da es Verbrauchsdaten nahezu in Echtzeit liefert. Geodatendienste. Geodatendienste sind Webservices, die Geodaten in strukturierter Form zugänglich machen. Geodatendienste können Geodaten in unter­ schiedlichste netzwerkbasierte Geoanwendungen einbinden, um so die Daten in interaktiven Karten darzustellen oder weiterzuverarbeiten. Beispiele für Geodatendienste sind Google Street View oder Microsoft Bing. Honeypots. Honeypots sind aus dem Internet erreichbare isolierte Serversysteme, die Schwachstellen simulieren. Internationale Organisation für Normung (ISO). Die Internationale Organisation für Normung erarbeitet internationale Normen in vielen Bereichen. Ausnahmen sind hier Elektrik und Elektronik, für die die Internationale elektronische Kommission (IEC) zuständig ist, sowie Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist. Gemeinsam bilden die drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation). IP-Adresse. Adresse in Computernetzen, die auf dem Internet­Protokoll (IP) basiert. Sie wird Geräten zugewiesen, die an das Netz angebunden sind, und macht die Geräte so adressierbar und damit erreichbar. Konzerneinwilligungsklausel (KEK). Nach § 95 Telekommunikationsgesetz dürfen die Bestandsdaten des Kun­ den für Werbezwecke nur verwendet werden, wenn der Kunden dem zuvor zugestimmt hat. Die Deutsche Telekom erfragt eine solche Einwilligung über die so genannte Konzerneinwilligungsklausel. Mit dieser Klausel kann der Kunde auch im Sinne des § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb bestimmen, ob ihn die Deutsche Telekom für Werbezwecke anrufen bzw. ihm eine E­Mail oder SMS / MMS schreiben darf. Location Based Services (LBS). Location Based Services (deutsch: standortbezogene Dienste) stellen einem Nutzer ortsbezogene Informationen über ein mobiles Gerät zur Verfügung. Hierzu müssen die Dienste auf die Standortdaten des jeweiligen Nutzers zugreifen. Near Field Communication (NFC). Ein Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken. NFC kann an Terminals als Zugriffsschlüssel auf Inhalte und für Services verwendet werden, beispielsweise für bargeldlose Zahlungen, papierloses Ticketing, Online­Streaming oder Downloads. 61Anhang