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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2011

16|17Lagebericht. „Fort Knox“ für Datenschutz im Telefon. So genannte Mikro- kerne erlauben es, zwei sichere „Welten“ in einem Gerät anzule- gen: Eine offene und eine hochsichere geschäftliche. Selbst bei Verlust oder Diebstahl bleiben die Informationen dank Verschlüsselung auf dem Smartphone geschützt. Dieser Auf- bau erlaubt auch ein Ausweiten der bisherigen Simko-Lösung auf Tablets und Notebooks.  SmartSenior: Intelligente Assistenzsysteme für Senioren helfen älteren Menschen, zu Hause möglichst lang ein unbeschwertes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Die T-Labs leiten das Forschungsprojekt SmartSenior des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel ist es, ein integriertes Gesamtkon- zept aus Gesundheits-, Sicherheits-, Service- und Kommunikati- onslösungen mit einheitlichen, intuitiven Bedienoberflächen zu entwickeln. Damit soll die digitale Kommunikation und die Datenverarbeitung des Assistenzsystems geschützt werden, um zum Beispiel Gesundheitsdaten mit dem ambulanten Pfle- gedienst sicher austauschen zu können. Um bereits in der Entwicklungsphase für Testnutzer den Datenschutz und die Datensicherheit zu gewährleisten, hat die Deutsche Telekom 2011 einen großen Feldversuch vorbereitet. Dazu erarbeiteten die Entwickler mit den Datenschutzbeauftragten der beteiligten Partner Verfahren, die 2012 den datenschutzkonformen Testbetrieb sicherstellen sollen.  Erkennen von Unregelmäßigkeiten in Datensätzen: In einem Forschungsprojekt untersuchte die Deutsche Telekom Daten mittels Methoden aus dem Bereich maschinenbasierten Ler- nens und künstlicher Intelligenz. Die Ziele sind zum Beispiel die Früherkennung von Server-Ausfällen oder die Missbrauchser- kennung in Internetportalen. Die für diese Szenarien benötigten Testdaten erfordern ein hohes Maß an Anonymisierung. Das gewährleistete die Deutsche Telekom in enger Kooperation mit den Dateneignern und dem Konzerndatenschutz.  Datenspeicherung in Cloud-Lösungen: Unternehmen und Verbraucher können Software heutzutage nach Bedarf über das Internet beziehen. Bei diesen so genannten Cloud-Lösun- gen liegen Daten physisch auf Servern, die weltweit verteilt sein können. Geschäftskundendaten, Produkt- oder Abrech- nungsdaten unterliegen damit häufig unterschiedlicher Gesetz- gebung und Einsichtnahme durch Behörden. Die Deutsche Telekom entwickelt in einem Forschungsprojekt permanent Technologien und Lösungen weiter, um die wachsenden daten- schutzrechtlichen Anforderungen von Firmen und Privatkunden zu gewährleisten.  SIM-Authentifizierung: In einem Forschungsprojekt entwickelt und erprobt die Deutsche Telekom die Nutzung der SIM-Karte für eine sichere Authentifizierung von Internetdiensten. Anwen- der sollen über ein Smartphone einen besser gesicherten und einfacher zu handhabenden Zugang etwa zu ihrem E-Mail- Postfach erhalten. Dazu kann die Eingabe eines Passworts durch die Benutzung einer kurzen PIN ersetzt werden. Gleich- zeitig können auch die Mobilfunknummern anonymisiert werden, so dass Werbe-SMS und Anrufe unter der vom Internet- dienst abgespeicherten Rufnummer nicht möglich sind. Neben der Forschung in den T-Labs arbeitet die Deutsche Telekom mit öffentlichen und privaten Wissenschaftsorganisa- tionen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unterneh- men zusammen. Sie unterstützt die Stiftungsprofessur „Mobile Business & Multilateral Security“ (www.m-chair.net) der Goethe- Universität Frankfurt am Main, die sich mit Fragen des Daten- schutzes in der mobilen Kommunikation von morgen im Rahmen verschiedener europäischer Projekte beschäftigt:  Das Projekt „Picos“ hat untersucht, wie Nutzer ihre Privatsphäre schützen können, wenn sie mit mobilen Endgeräten wie Smartphones soziale Netzwerke nutzen. Bislang existieren nur wenige Möglichkeiten für Nutzer, den Zugriff auf persönliche Daten und Inhalte je nach Situation einzuschränken. Ziel des Projekts ist es, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um jederzeit einfach selbst bestimmen zu können, welche Orts- und Kontextinformationen sie preisgeben wollen. Dazu zählen auch partielle Identitäten, mit denen Nutzer mit verschiedenen Pseudonymen auftreten können. Die in Picos entwickelten Konzepte wurden in zwei mobilen Applikationen implementiert und von Nutzern evaluiert.  Das Projekt „PrimeLife“ entwickelt Konzepte und Technologien für eine datenschutzfreundliche Gestaltung von Identitätsmana- gementsystemen. Der Stiftungslehrstuhl entwickelte darin unter anderem eine Methode zur ökonomischen Bewertung von Funktionen zum Schutz der Privatsphäre. Bislang war die Monetarisierung von Kundeninformationen, die Unternehmen aus ihren Kommunikationsdienstleistungen gewinnen, das

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