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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2011

22|23Entwicklung in den einzelnen Bereichen. Streichung ergeben sich Erleichterungen für den Datentransfer von Telekommunikationsdaten, da hier bisher besonders strenge Res- triktionen galten, die weit über das allgemeine Schutzniveau des Bundesdatenschutzgesetzes hinausgingen. Der Name und die Adresse eines Telekommunikationsteilnehmers durften bislang zum Beispiel nicht an eine ausländische Konzerntochter übermittelt und dort verarbeitet werden. Mit Inkrafttreten des Gesetzes gelten im Bereich des internationalen Datentransfers für alle Branchen nunmehr einheitlich die Regelungen des Bundesdatenschutzge- setzes. Danach dürfen Telekommunikationsdaten im Ausland gemäß den allgemeinen Datenschutzvorschriften verarbeitet wer- den – eine Lösung, für die auch die Deutsche Telekom plädierte. Dies eröffnet der Telekommunikationswirtschaft die Möglichkeit, gleichberechtigt im internationalen Wirtschaftsverkehr zu handeln. SpeicherungundSicherheitvonKundendaten. Pro Jahr speichert und verarbeitet die Deutsche Telekom die Daten von fast 60 Millionen Privatkunden in Festnetz und Mobilfunk. Die Datenspeicherung erfolgt zur technischen Erbringung und Abrech- nung der Dienstleistungen und ist in den Datenschutzhinweisen des Konzerns beschrieben. Die Speicherfristen hat jeweils der nationale Gesetzgeber festgelegt. Der Konzern ist sich seiner Verantwortung im Umgang mit diesen hoch sensiblen Daten bewusst. Der Schutz dieser Daten steht für die Deutsche Telekom an oberster Stelle. Datenspeicherung. Gespeicherte Daten bei der Deutschen Telekom. Die Deutsche Telekom speichert Kundendaten (Bestandsdaten) und Daten, die beim Telefonieren anfallen, die so genannten Verkehrs- daten. Die Verkehrsdaten sind technisch notwendig zur Herstellung und zum Aufrechterhalten der Verbindung der Telekommunikationspartner. Danach werden sie zum Zweck der Abrechnung mit dem Kunden oder mit anderen Dienst- anbietern verwendet. Folgende Verkehrsdaten werden hier- für bei Telefonanschlüssen (Festnetz, Mobilfunk und Internet) gespeichert und verwendet, soweit relevant:  Rufnummer oder Kennnummer des anrufenden und des angerufenen Anschlusses  in Anspruch genommene Dienstleistung  Beginn und Ende der Verbindung  bei Mobiltelefonie zusätzlich Standortkennung, Mobilfunk-Kartennummer und Mobilfunk-Gerätenummer  bei Internetnutzung der lokale Einwahlknoten Abrechnungsdaten:  Beginn und Ende der einzelnen Verbindung  Verbindungsart  Volumen der übertragenen Daten  in Anspruch genommene kostenpflichtige Dienste  Informationen über etwaige Guthabenaufladung Verkehrsdaten – Die Speicherfristen auf einen Blick: Verkehrsdaten, die zur Herstellung und Aufrechterhaltung einer Verbindung und für die Erstellung der Abrechnung not- wendig sind, sichert die Deutsche Telekom 30 Tage. Das Un- ternehmen arbeitet an einer Verkürzung dieser Speicherdauer für Daten, die nicht für Abrechnungszwecke benötigt werden. Zur Aufrechterhaltung des technischen Betriebs und zur Stö- rungsbeseitigung ist allerdings auch für diese Information eine Mindestspeicherdauer erforderlich. Abrechnungsdaten wer- den bis zu 80 Tage gespeichert, sofern ein Kunde keine sofor- tige Löschung nach Rechnungsversand wünscht. IP-Adressen, die als Verbindungsdaten beim Internetsurfen vorgehalten wer- den, löscht die Deutsche Telekom bereits nach sieben Tagen. Daten, die zur Abrechnung mit Service-Providern notwendig sind, speichert sie aus abrechnungstechnischen Gründen sechs Monate und ausschließlich in anonymisierter Form. Speicherung von Funkzellen. Die Deutsche Telekom speichert die Funkzelle, in der sich ein Mobiltelefon aktuell befindet. Dies geschieht aus techni- schen Gründen; ein Mobiltelefon ist so schneller und leichter erreichbar. Sobald ein Mobiltelefon die Funkzelle wechselt, wird der alte Standort überschrieben. Aus dieser Speicher- praxis ergibt sich, dass im Nachhinein kein Bewegungsprofil eines Mobiltelefons erstellt werden kann. Ebenso wenig ist es möglich, Standorte eines Handys in der Vergangenheit zu recherchieren, wenn kein Kommunikationsvorgang stattge- funden hat. Wenn hingegen mit einem Handy kommuniziert wurde, ist die Funkzelle zum Zeitpunkt des entsprechenden Vorgangs Bestandteil der Verkehrsdaten und wird 30 Tage lang gespeichert. Innerhalb dieses Zeitraums können diese Daten nachträglich beauskunftet werden.

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