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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2011

24|25Entwicklung in den einzelnen Bereichen. Die Sicherheit des weltweiten Mobilfunkstandards GSM ist jedoch nicht nur das Anliegen einzelner Hersteller und Netzbetreiber – sie muss branchenweit gewährleistet werden. Die Deutsche Telekom engagiert sich deshalb zum Beispiel innerhalb der globalen Organisationen GSMA (Industrievereinigung der GSM- Mobilfunkanbieter) und 3GPP (Kooperation weltweiter Standardi- sierungsgremien im Mobilfunk) für die Weiterentwicklung von Sicherheitsstandards. Das Unternehmen verbessert – dem technischen Fortschritt entsprechend – permanent seine Sicherheitssysteme und erhöht die Standards heutiger und künftiger Systeme. So arbeitet die Deutsche Telekom unter anderem an der flächendeckenden Einführung des Verschlüsselungsalgorithmus A5/3 in ihren GSM- Netzen, der noch höhere Sicherheitsstandards erfüllt. Es handelt sich dabei um einen Algorithmus, der aus den UMTS-Netzen abgeleitet ist. Gleichwohl ist eine netzseitige Zwangsaktivierung der neuen Verschlüsselungsalgorithmen nicht ohne weiteres möglich, da ansonsten ältere Mobiltelefone aufgrund von techni- schen Inkompatibilitäten nicht mehr verwendet werden könnten. Für besonders sicherheitsempfindliche Bereiche bietet die Deutsche Telekom mit der Lösung Simko die Möglichkeit, Telefongespräche zwischen zwei Endgeräten hochwirksam zu verschlüsseln. SicherheitundDatenschutzfürNutzerderTelekomCloud. Als ein führender Anbieter von Cloud-Lösungen, mit denen Privatanwender, Unternehmen und öffentliche Verwaltungen Rechenleistung und Speicherkapazitäten auf Knopfdruck über das Internet – der so genannten IT-Wolke – beziehen können, hat die Deutsche Telekom im Jahr 2011 die Telekom Cloud für Privatkunden in Deutschland vorgestellt. Sie ist Bestandteil des sogenannten „Cloud Store“, in dem die Deutsche Telekom neben Privatkunden Lösungen auch für kleinere Unternehmen und Großkunden anbietet. Überall dort, wo das Internet und damit die online bereitgestellten Dienste der Deutschen Telekom zur Verfügung stehen, können Kunden ihre Dateien und Anwendungen nutzen. Und das über alle Endgeräte: Ob PC, Notebook, Tablet PC, Smartphone oder Fernseher – mit der Telekom Cloud sind Anwender nicht mehr an technische Plattformen gebunden. Privatkunden legen beispiels- weise ihre Fotos, Musik, E-Mails oder Videos im virtuellen Medi- encenter ab und greifen über das Internet verschlüsselt auf die Daten zu. Dabei stehen ihnen 25 Gigabyte Speicherplatz aus dem Netz zur Verfügung. Für die Verfügbarkeit der Dienste sorgt das Breitbandnetz der Deutschen Telekom. Weil die Daten ausschließlich auf in Deutschland stehenden Ser- vern gespeichert werden, unterliegen sie den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen. Die Rechenzentren der Deutschen Telekom erfüllen modernste Schutzanforderungen, die ein hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz garantieren. Alle im Medi- encenter gespeicherten Daten sind vor Verlust geschützt, da die Inhalte nicht nur auf den Geräten des Nutzers, sondern auch auf den Servern der Deutschen Telekom gesichert sind. Im Jahr 2011 wurde das Mediencenter der Deutschen Telekom hinsichtlich Datenschutz und -sicherheit durch den TÜV Saarland geprüft und zertifiziert. Telekom Cloud Services, die kostenpflichtig sind, werden über die Telekom-Rechnung abgerechnet. Die Angabe von Kreditkartendaten ist also nicht nötig. Auch das trägt zu Datenschutz und Sicherheit bei. Alle Services der Telekom Cloud durchlaufen bereits in der Ent- wicklung das konzernweit eingeführte PSA-Verfahren (Privacy and Security Assessment, siehe Seite 41). Es garantiert, dass die Anforderungen an technische Sicherheit und Datenschutz bereits fester Bestandteil der Produkt- und Systementwicklung sind. Dazu gehörte im Vorfeld die Umsetzung produktspezifischer GSM. GSM (Global System for Mobile Communications) ist ein Standard für volldigitale Mobilfunknetze, die hauptsächlich für Telefonie, aber auch für Datenübertragung sowie Kurz- mitteilungen (Short Messages, SMS) genutzt werden. Die Zielsetzung von GSM war es, Teilnehmern ein europaweites mobiles Telefonsystem anzubieten, das mit ISDN oder her- kömmlichen analogen Telefonnetzen kompatible Sprach- dienste anbot. In Deutschland wurde es 1992 eingeführt und ist heute der weltweit am meist verbreitete Mobilfunk- standard. Später folgten Erweiterungen des Standards zur schnelleren Datenübertragung wie etwa HSCSD, GPRS oder EDGE. Die Industrievereinigung GSMA vertritt weltweit rund 800 Mobilfunkanbieter und hat sich zur Aufgabe ge- setzt, den GSM-Mobilfunk weiter zu entwickeln und gemein- sam netzwerkübergreifenden Standards zu erarbeiten.

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