Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2011

30|31Entwicklung in den einzelnen Bereichen. an die Energieversorger. Die Auslesefrequenz entspricht hierbei exakt dem Vertrag zwischen Energieversorger und Endverbrau- cher. Vereinbart der Endverbraucher etwa eine 15-minütige Auslesung, so wird genau diese Auslesefrequenz umgesetzt. Manipulationen beugt die Telekom dreifach vor. Die Werte werden verschlüsselt gespeichert und über einen gesicherten Transportkanal übermittelt. Außerdem sind weder Zähler noch andere Komponenten aus dem Internet erreichbar. Die Deutsche Telekom bietet also eine Infrastruktur für sicheren Datentransfer an. Der Gesetzgeber hat ebenfalls reagiert und beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Ausarbeitung eines generellen Schutzprofils sowie einer technischen Richtlinie für Smart Metering in Auftrag gegeben. Eine finale Version dieser Richtlinie wird für Juli 2012 erwartet. Sie soll das intelligente Mes- sen, Auslesen und Übertragen des Stromverbrauchs im Haus- halt regeln. Diese Richtlinie fokussiert sich derzeit aber nur auf die Steuereinheit im Haus des Kunden. Die Deutsche Telekom sieht an dieser Stelle Handlungsbedarf: Smart Metering bedarf einer Ende-zu-Ende-Betrachtung der gesamten Systeme, Prozesse, Nutzungsszenarien und Markt- rollen vor dem Hintergrund intelligenter Stromnetze. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung als Netzbetreiber hat sie sich als Dialog- partner zur Umsetzung einer solchen Betrachtung angeboten und konkrete Vorschläge zur Sicherstellung eines hohen Sicherheitsniveaus für Smart Metering und Smart Grids gemacht. Datenschutz-LeitfadenimGeschäftsfeldGesundheit Das Gesundheitswesen unterliegt zahlreichen datenschutz- rechtlichen Bestimmungen. Einerseits, um personenbezogene Sozial-, Patienten- sowie Behandlungsdaten zu schützen, andererseits, um die rechtskonforme Anwendung von Medikamenten, Heil- und Behandlungsmethoden zu gewähr- leisten. Die Deutsche Telekom übernimmt mit ihren Produkten und Lösungen für das Gesundheitswesen eine Vorreiterrolle. Mit diesem Anspruch geht auch die Verantwortung einher, Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser und Kliniken jederzeit datenschutzkonforme Lösungen anbieten zu können und sie zu beraten, wie sie die Daten ihrer Patienten schützen. Daher wurde 2011 für das Segment Krankenhäuser ein Leitfa- den zum Umgang mit sensiblen Gesundheits- und Sozialdaten entwickelt. Es ist geplant, dass der Leitfaden um exemplarische Best Practice Ansätze ergänzt werden soll. Zielgruppen des Leitfadens sind Kunden, Vertrieb und Ver- triebsprojektmanager. Der Leitfaden dient der Sensibilisierung, Orientierung und Information hinsichtlich der datenschutz- rechtlichen Anforderungen im Bereich E-Health und unter- streicht die Datenschutz-Leistungsfähigkeit/-Kompetenz des Konzerns im Lösungsgeschäft. Das Dokument behandelt unter anderem datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen, in seiner Weiterentwicklung spezifische Lösungsansätze sowie Vorgehensweisen etwa für die Umsetzung von Outsourcing- Projekten oder die Auftragsdatenverarbeitung. Insbesondere die Beauftragung externer Dienstleister stellt Krankenhäuser vor komplexe Datenschutzanforderungen. Der Leitfaden kann als Vorlage für weitere Geschäftsfelder dienen. GG Smart Metering. Smart Metering ist ein wesentlicher Bestandteil von intelli- genten Stromnetzen und liefert den Versorgern Informatio- nen, wann, wo und wie viel Strom dezentral in die Netze fließt und wie viel Strom die Endverbraucher abnehmen. Der Gesetzgeber schreibt seit 2010 die Installation von Smart Metern in Neubauten und bei Sanierungen vor. Die Deutsche Telekom bietet mit Metering Services eine mo- dular aufgebaute Datenkommunikationslösung an. Diese richtet sich an Wohnungswirtschaft, Messstellenbetreiber, Energieversorger, Vertriebsgesellschaften und Verteilnetz- betreiber. Geschäftskunden können an diese Kommunikati- onslösung ihre Smart Meter anbinden und verfügen so über die Infrastruktur zum Lesen und Transport der Daten. Auch Endverbraucher profitieren von den intelligenten Stromzäh- lern: Die Kunden können genau nachvollziehen, wie viel Strom sie verbrauchen – nach Wunsch aufgeschlüsselt nach Stunden, Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren. Damit kön- nen Vergleiche mit Vergangenheitswerten vorgenommen oder künftig interaktive Angebote genutzt werden, wie etwa Verbrauchsprognosen, Tarifoptimierung oder Benachrichti- gungsdienste, die sich beim Überschreiten definierter Werte melden. Smart Metering findet Verwendung bei Strom, aber auch bei Gas, Wasser oder Wärme.

Pages