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Bericht Datenschutz und Datensicherheit 2011

2.2. Besondere Ereignisse im Jahr 2011.

2.1. Datenschutz und Datensicherheit 2011 im Überblick. Das Jahr 2010 hatte in Datenschutz und Datensicherheit neue Im- pulse bewirkt: Über Wochen diskutierte eine breite Öffentlichkeit über die Definition dessen, wie weit im Zeitalter des Internets der Begriff der persönlichen Daten definiert werden muss und wie personenbezogene Daten angemessen geschützt werden kön- nen. Diese Diskussion setzte sich im Jahr 2011 fort und erhielt gleichzeitig neuen Schwung: Die Frage nach staatlicher Überwa- chung und der Notwendigkeit von Massendatenauswertungen rückte gleich mehrfach in den Fokus. In Deutschland beherrschte diese Thematik nach Bekanntwerden von Funkzellenabfragen bei einer Demonstration in Dresden über Wochen die Medien. Ange- facht durch die Aufdeckung der „Zwickauer Terrorzelle“ und geschürt durch Aktionen verschiedener Gruppen wurde auch das Thema Vorratsdatenspeicherung zu einem viel und vor allem kon- trovers diskutierten Gegenstand der öffentlichen Debatte. Gleich- zeitig erfuhren US-amerikanische Internetdienste eine kritische Würdigung durch neue Funktionen auf Facebook oder die neuen Geschäftsbedingungen für die Nutzung von Google-Produkten. Datensicherheit – und besonders „Cybersecurity“ – errangen 2011 bislang nicht gekannte allgemeine Aufmerksamkeit: Millionen von gehackten Kundenkonten bei Sony oder von der Hackergruppe „Anonymous“ lahmgelegte Webseiten des FBI zeigten einer breiten Bevölkerung, welch vollkommen unter- schiedliche Tragweite und Qualitäten Angriffe aus dem Netz an- nehmen können. Die ständige Bedrohungslage aus dem Internet verdeutlichte auch der unter dem Namen „Operation Ghost Click“ bekannt gewordene Fahndungserfolg der US-Behörde FBI: Nach fünf Jahren Ermittlungsarbeit gelang es dem FBI, in Estland Cyberkriminelle festzunehmen, die weltweit Millionen von Rech- nern mit dem Trojaner „DNS-Changer“ infiziert hatten. Diese kriminelle Energie machte auch vor den Kunden der Deutschen Telekom nicht halt: Unter den weltweit vier Millionen infizierten Rechnern befanden sich Anfang 2012 rund 16.500 von Kunden der Deutschen Telekom. Die Kunden wurden identifiziert und informiert. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie und dem Bundeskriminalamt stellte die Deutsche Telekom der Öffentlichkeit online einen Schnelltest zur Verfügung, der anzeigte, ob ein Computer infiziert war. Zum Redaktionsschluss des Berichtes am 2. April 2012 wurde dieser über 20 Millionen Mal aufgerufen. Rund 80.000 Klicks davon erhielten die Rückmeldung, dass eine Infizierung des Computers vorliegt. Nachdem jedoch Medien einen Direktlink zur Warnmel- dung mit Hinweis auf einen infizierten Computer publiziert hatten, ist hier mit einer statistischen Ungenauigkeit zu rechnen. 2.2. Besondere Ereignisse im Jahr 2011. BeteiligungenderDeutschenTelekomanInitiativenzu DatenschutzundDatensicherheit. Im Jahr 2011 hat die Deutsche Telekom ihre Aktivitäten im gesellschaftlichen und politischen Umfeld weiter vorangetrieben. Neben Stellungnahmen zu nationalen und internationalen Gesetzgebungsverfahren hat sie sich in Verbänden sowie unter- nehmensübergreifenden Initiativen zur Stärkung der Themen Datenschutz und Datensicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft engagiert. Beispiele hierfür sind die von der GSM Association (GSMA) initiierte „Mobile Privacy Initiative“, die sich mit den industrieübergreifenden Standards für den Datenschutz bei Lokalisierungsdiensten befasst. Auf nationaler Ebene hat die Deutsche Telekom gemeinsam mit Unternehmen der Branchen Telekommunikation und Informationstechnologie sowie dem Branchenverband Bitkom den Verein „Selbstregulierung in der Informationswirtschaft e.V.“ gegründet. Im Rahmen dieses Ver- eins werden künftig Selbstverpflichtungsansätze umgesetzt, wie etwa der Datenschutzkodex für Geodatendienste . Im ersten Schritt wird der Verein eine zentrale Informations- und Wider- spruchswebseite für Geodatendienste sowie eine telefonische Beratungsstelle im Laufe des Jahres 2012 bereitstellen. Anlass waren die öffentlichen Diskussionen und der Informationsbedarf um Dienste wie Google Street View. Ein weiteres Aktionsfeld der Deutschen Telekom war die Mitarbeit bei der Ausarbeitung einer Selbstverpflichtung der Online-Werbe- wirtschaft unter dem Dach des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) und Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Die Selbstverpflichtung verfolgt das Ziel, die Transparenz bei nutzungsbasierter Online-Werbung (so genanntes Online Be- havioral Advertising) gegenüber dem Endverbraucher zu erhöhen und dafür einen institutionellen Rahmen durch Gründung des Online-Werberats zu schaffen. Gleichzeitig beteiligte sich die Deutsche Telekom intensiv an politischen Prozessen, die helfen sollen, den Datenschutz und G

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