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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2007

Einkauf. Als ICT-Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von IT/TK- Produkten arbeitet die Deutsche Telekom mit unterschiedlichen Lieferanten f r technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten z hlen beispielsweise Soft- und Hardware, bertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endger te. Lieferrisiken lassen sich grunds tzlich nicht ausschließen. So k nnen Lieferengp sse, Preiserh hungen, ver nderte wirtschaftliche Rahmen- bedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negative Folgen f r die Gesch ftsprozesse und das Ergebnis der Deutschen Telekom haben. Potenziellen Risiken, etwa einem Lieferantenausfall oder Abh ngigkeiten von einzelnen Zulieferern, begegnet die Deutsche Telekom mit einer Vielzahl von organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Vorsorgemaßnahmen. Rechtsstreitigkeiten. Die Deutsche Telekom ist Partei in mehreren gericht- lichen und außergerichtlichen Verfahren mit Beh rden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus Sicht der Deutschen Telekom die nachfolgend aufgef hrten Verfahren. In Deutschland erhoben Aktion re mehr als 2 000 Klagen gegen die Deutsche Telekom. Diese Aktion re wollen auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 und vom 26. Mai 2000 Aktien der Deutschen Telekom erworben haben. Viele dieser Klagen erheben u.a. den Vorwurf, dass die Deutsche Telekom den Buchwert des Immobilienverm gens in unzul s- siger Weise angesetzt hat. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW Bankengruppe und/oder die Bundesrepublik Deutschland. Der Gesamtstreitwert der Klagen liegt bei ca. 79 Mio. €. Das Landgericht Frankfurt a.M. hat jeweils Vorlagebeschl sse zum Oberlandesgericht Frankfurt a.M. nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) erlassen. Zudem haben mehrere tausend weitere Anleger G teverfahren bei der „Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Antragsstelle der Freien und Hansestadt Hamburg“ beantragt. Nach Wirksamkeit der Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG am 6. Juni 2006 sind der Deutschen Telekom rund 250 Antr ge auf gerichtliche berpr fung der Angemessenheit des im Verschmelzungsvertrag vom 8. M rz 2005 festgelegten Umtausch- verh ltnisses zugestellt worden. Nach dem Umwandlungsgesetz haben ehemalige Aktion re der T-Online die M glichkeit, nachtr glich eine gericht- liche berpr fung der Angemessenheit des Umtauschverh ltnisses beim Landgericht Frankfurt a.M. in einem Spruchverfahren zu beantragen. Sollte in dem Spruchverfahren rechtskr ftig festgestellt werden, dass das Umtauschverh ltnis f r die Aktien der T-Online zu niedrig bemessen war, setzt das Gericht eine bare Zuzahlung fest. Diese m sste die Deutsche Telekom an alle ehemaligen Aktion re der T-Online zahlen, deren Aktien im Rahmen der Verschmelzung gegen Aktien der Deutschen Telekom getauscht wurden. In dem Schiedsverfahren der Bundesrepublik Deutschland gegen die Deutsche Telekom AG, die Daimler Financial Services AG und die Toll Collect GbR, an der die Deutsche Telekom zu 45% beteiligt ist, ber Streitigkeiten, die mit dem Mauterhebungssystem zusammenh ngen, erhielt die Deutsche Telekom die Klageschrift des Bundes am 2. August 2005. Darin macht der Bund weiterhin den Anspruch auf entgangene Maut- einnahmen in H he von ca. 3,5 Mrd. € nebst Zinsen u.a. wegen T uschung hinsichtlich der M glichkeit der Aufnahme des Wirkbetriebs zum 1. Sep- tember 2003 geltend. Die Summe der geltend gemachten Vertragsstrafen wurde auf ca. 1,65 Mrd. € nebst Zinsen erh ht. Die Vertragsstrafen beru- hen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags (fehlende Zustim- mung zu Unterauftragnehmervertr gen, versp tete Bereitstellung von „On Board-Units“ und Kontrolleinrichtungen). Die Toll Collect GmbH, die gemeinsame Betreibergesellschaft der Deutschen Telekom AG, der Daimler Financial Services AG und der Cofiroute S.A., hat am 25. Mai 2007 Schiedsklage gegen die Bundesrepublik Deutschland u.a. auf Erteilung der endg ltigen Betriebserlaubnis sowie auf Zahlung noch offener Verg - tungsanspr che in H he von rund 490 Mio. € nebst Zinsen erhoben. Am 3. Mai 2005 wurde der Deutschen Telekom AG und der T-Mobile Inter- national AG & Co. KG (nunmehr T-Mobile International AG) eine Klage der Vivendi S.A. (vormals Vivendi Universal S.A., im Folgenden Vivendi genannt) zugestellt. Vivendi behauptet, dass die Beklagten unrechtm ßig Verhand- lungen ber die bernahme eines 48%-Anteils an der Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o. (PTC) abgebrochen haben, um diese Anteile dann zu einem niedrigeren Preis zu erlangen. Der Streitwert wird mit ca. 2,27 Mrd. € beziffert. Die Klage ist vor dem Handelsgericht Paris anh ngig. Im Zusam- menhang mit dem Streit um die Anteile an der PTC stehen eine Vielzahl weiterer Klagen und Schiedsverfahren. Am 13. April 2006 hat Vivendi Schiedsklage u.a. gegen die Deutsche Telekom AG, T-Mobile International AG & Co. KG (nunmehr T-Mobile International AG), T-Mobile Deutschland GmbH, T-Mobile Poland Holding Nr. 1 B.V. bei einem Internationalen Schiedsgericht nach den Regeln der Internationalen Handelskammer in Paris (Schiedsort Genf) eingereicht. Die Klage ist auf die Feststellung gerichtet, dass am oder vor dem 29. M rz 2006 zwischen den Beteiligten ein m ndlicher Vertrag u.a. zur Beilegung der Rechtsstreite um die Beteiligung an der PTC zustande gekommen sei oder vorvertragliche Pflichten verletzt worden seien. Vivendi verlangt die Erf llung des Vertrags oder Schadensersatz. Am 23. Oktober 2006 hat Vivendi eine Klage u.a. gegen die Deutsche Telekom AG, die T-Mobile USA, Inc., die T-Mobile International AG und die T-Mobile Deutschland GmbH beim US District Court in Seattle, Washing- ton State, eingebracht, mit der Behauptung, die Beklagten h tten sie in unrechtm ßigem Zusammenwirken um ihre angeblichen PTC-Anteile gebracht. Die Klage st tzt sich auf den Racketeer Influenced and Corrupt Organisations Act (RICO Act). Vivendi verlangt in der Klage u.a. Schadens- ersatz in H he von ca. 7,5 Mrd. USD. Das Gericht entscheidet zun chst dar ber, ob es die Klage zur Entscheidung annimmt. Mit dieser Entschei- dung rechnet die Deutsche Telekom im Fr hjahr 2008.

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