Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2007

Am 19. Oktober 2005 wurde der Deutschen Telekom nach vorangegan- genem Mahnverfahren eine Schadensersatzklage der telegate AG in H he von ca. 86 Mio. € nebst Zinsen zugestellt. Die telegate begr ndet ihre Klage mit angeblich berh hten Preisen der Deutschen Telekom f r die ber- lassung der Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Damit h tten der telegate AG nicht ausreichende Mittel f r Marketingmaßnahmen zur Ver- f gung gestanden, so dass der geplante Marktanteil nicht erreicht werden konnte. Ebenfalls am 19. Oktober 2005 wurde der Deutschen Telekom wiederum nach vorangegangenem Mahnverfahren eine Schadensersatz- klage des Herrn Dr. Harisch in H he von ca. 329 Mio. € nebst Zinsen zugestellt. Herr Dr. Harisch begr ndet seine Klage damit, dass wegen der angeblich berh hten Preise f r die berlassung der Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999 mehrfach der Eigenkapitalanteil der telegate AG signifikant abgesunken sei, so dass Kapitalerh hungsmaßnahmen erfor- derlich gewesen seien. Hierzu h tten Herr Dr. Harisch und ein weiterer Gesellschafter Anteile aus ihrem Aktienbestand abgeben m ssen, ihr verbliebener Aktienbestand sei dadurch verw ssert worden. Der Kl ger macht nunmehr einen um ca. 283 Mio. € erh hten Schaden geltend. Der Streitwert hat sich dadurch auf ca. 612 Mio. € erh ht. Die Arcor AG & Co. KG begehrt mit einer am 19. Januar 2006 zugestellten Klage Schadensersatz in H he von ca. 223 Mio. € wegen einer angeblichen Preis-Kosten-Schere zwischen Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen. Der Rechtsstreit ist bis zu einer rechtskr ftigen Entscheidung der euro- p ischen Gerichte in einem f r die Anspruchsbegr ndung entscheidenden Bußgeldverfahren ausgesetzt. Am 31. Oktober 2005 hat der Satellitenbetreiber Eutelsat die Deutsche Telekom AG, die T-Systems Business Services GmbH und die SES Societ Europ enne des Satellites S.A. auf ca.142 Mio. € Schadensersatz verklagt. Die Kl gerin st tzt ihren Klageanspruch auf eine angebliche vertragliche Pflichtverletzung. Die Klage ist vor dem Handelsgericht Paris anh ngig. Zwischenzeitlich hat Eutelsat die Klage gegen ber SES zur ckgenommen. Eine Anh rung hat am 22. Januar 2008 stattgefunden, ohne dass an diesem Termin in der Sache verhandelt wurde. Das Gericht hat der Gegenseite erneut Gelegenheit zu einer Stellungnahme bis zum 4. M rz 2008 ein- ger umt. Die Deutsche Telekom beabsichtigt im brigen, sich in jedem dieser Gerichts-, G te- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Anspr che zu verfolgen. Finanzwirtschaftliche Risiken. Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Liquidit tsrisiken, Ausfallrisiken, W hrungs- und Zinsrisiken. Um die jederzeitige Zahlungsf higkeit sowie die finanzielle Flexibilit t der Deutschen Telekom sicherzustellen, h lt die Deutsche Telekom eine Liquidit tsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Haupts chlich in Anspruch genommene Instrumente der mittel- bis langfristigen Finanzierung sind Bonds und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen W hrungen und Rechtsrahmen. Zum 31. Dezember 2007 stellten 29 Banken der Deutschen Telekom Kredit- linien mit einem Gesamtvolumen von 17,4 Mrd. € zur Verf gung. Die bilate- ralen Kreditvertr ge haben eine Laufzeit von 36 Monaten und k nnen jeweils nach 12 Monaten um weitere 12 Monate auf wiederum 36 Monate pro- longiert werden. Durch ber das Jahr verteilte F lligkeiten reduziert der Telekom Konzern das Prolongationsrisiko signifikant. Das Risiko eines erschwerten Kapitalmarktzugangs auf Grund von Rating-Verschlechterung sch tzt die Deutsche Telekom als eher gering ein. Detaillierte Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken finden sich als Anmerkung 43 im Konzernabschluss. Werthaltigkeit des Verm gens der Deutschen Telekom. Der Wert des Verm gens der Deutschen Telekom und deren Tochterunternehmen wird regelm ßig berpr ft. Zus tzlich zu den regelm ßigen j hrlichen Bewer- tungen kommen in bestimmten F llen spezielle Werthaltigkeitstests zum Einsatz. Diese k nnen beispielsweise erforderlich sein, wenn infolge von nderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Gesch fts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, Immateriellen Verm - gensgegenst nden oder Gegenst nden des Sachanlageverm gens vermindert haben k nnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests k nnen entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen f hren. Das Ergebnis der Deutschen Telekom AG kann hierdurch in erheb- lichem Umfang gemindert werden; dies k nnte den Kurs der T-Aktie und der ADS belasten. Aktienverk ufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe. Zum 31. Dezember 2007 hielt der Bund zusammen mit der KfW Banken- gruppe rund 31,7%, die Blackstone Group 4,4% der Anteile an der Deutschen Telekom. Am 24. April 2006 erwarb die Blackstone Group von der KfW Bankengruppe Anteile am Grundkapital der Deutschen Telekom. Die in diesem Zusammenhang zwischen der KfW Bankengruppe und Blackstone vereinbarte einj hrige Ausschlussfrist f r weitere Verk ufe der T-Aktie durch die KfW Bankengruppe lief im April 2007 aus. Die dar ber hinaus vereinbarte zweij hrige Haltefrist f r die erworbenen T-Aktien durch die Blackstone Group l uft im April 2008 aus. 96|97 Der Konzernlagebericht Risiko- und Chancenmanagement

Pages