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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2007

Ein weiterer Motor f r das DSL-Wachstum ist der anhaltend starke Wett- bewerb und die damit verbundenen sinkenden Preise. Durch die Einf hrung attraktiver Einstiegspakete, z.B. Call & Surf Start, und die Aufwertung des Tarifs Call & Surf Basic von T-Home hat die Deutsche Telekom neue Kunden- segmente f r die Breitbandkommunikation erschlossen. Haupttreiber f r das Breitbandwachstum in Deutschland waren und sind attraktive Komplett- angebote f r das Telefonieren und den breitbandigen Internetzugang. Die klassischen Wiederverk ufer wie beispielsweise 1&1 oder freenet stellen ihr Gesch ftsmodell sukzessive auf sog. All IP-Anschl sse um. Basis dieser Anschl sse sind All IP-Vorleistungsangebote alternativer Wholesale-Anbieter. Mit Hilfe dieser Angebote k nnen seit Mitte 2007 auch Reseller Komplett- angebote in den Regionen anbieten, die der alternative Wholesale-Anbieter erschlossen hat. Dieses Gesch ftsmodell f hrt dazu, dass Resale-DSL an Dynamik verliert und Wettbewerber vermehrt Teilnehmeranschluss- leitungen (TAL) nachfragen. Auf der Basis der TAL haben Wettbewerber die M glichkeit, eigene Komplettpakete zu entwickeln und Kunden nur eine Rechnung bzw. eine Vertragsbeziehung anzubieten. Zunehmend wichtige Treiber im Breitbandmarkt sind Angebote von Kabel- netzbetreibern. Neben attraktiven Komplettangeboten aus TV, Internet und Sprache (Triple-Play) erweiterten die Kabelanbieter ihr Portfolio im Jahr 2007 auch um rein breitbandige Internetanschl sse mit und ohne Sprach- komponente. Der Marktanteil der Deutschen Telekom bei den Festnetzanschl ssen ist auch zehn Jahre nach der Marktliberalisierung weiterhin hoch. Laut Bundes- netzagentur verf gen alternative Festnetzbetreiber ber einen Marktanteil von rund 19%. Der fortschreitende Verlust von Marktanteilen im Gesch ft mit Schmalbandanschl ssen im Segment Breitband/Festnetz resultiert – auch bedingt durch die staatliche Regulierung – einerseits aus dem immer intensiveren Wettbewerb durch alternative Teilnehmernetzbetreiber sowie der Substitution durch Mobilfunk, Kabel und Nutzung von Voice over IP. Auf Grund kontinuierlich fallender Marktpreise und der zunehmenden Nutzung von Flatrates lassen sich Ums tze nicht mehr durch fakturierte Gepr chsminuten kompensieren. Dadurch ist die absolute Anzahl der fakturierten Verbindungsminuten im eigenen Netz r ckl ufig. Gesch ftskundenmarkt. Im Inland war der Gesch ftskundenmarkt f r ICT im Jahr 2007 erneut von hartem Wettbewerb und starkem Preisdruck gekennzeichnet. Hingegen entwickelte sich, wie bereits im Vorjahr, das internationale Gesch ft erfreulich. jedoch den wettbewerbsbedingten Preisverfall nicht kompensierte. Vom Gesamtumsatz der Branche von ca. 63,4 Mrd. € entfielen rund 37 Mrd. € auf den Festnetzmarkt – ein Minus von 3,6% gegen ber 2006. Der Beitrag des Mobilfunkmarkts lag mit etwa 26,4 Mrd. € rund 1,4% unter dem Wert des Vorjahres. Mobilfunkmarkt. Das weltweite Wachstum im Mobilfunkgesch ft setzte sich 2007 fort. In den weitgehend ges ttigten M rkten Westeuropas ließ das Wachstum nach. In Deutschland und Österreich schrumpften die M rkte im Vergleich zum Vorjahr bezogen auf den Umsatz. Dagegen ver- zeichneten die M rkte in Osteuropa weiter hohe Kunden- und Umsatz- zuw chse. Auf Grund des intensiven Wettbewerbs hielten, auf Basis der letzten ver ffentlichen Daten zum Ende des dritten Quartals 2007, im operativen Segment Mobilfunk Europa jedoch nur die T-Mobile Gesell- schaften in Deutschland, Tschechien, den Niederlanden und Montenegro ihre Kundenmarktanteile im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant oder bauten diese sogar noch aus. Alle brigen Gesellschaften des opera- tiven Segments Mobilfunk Europa mussten Verluste bei den Kundenmarkt- anteilen hinnehmen. Wettbewerbshebel sind Preise, Vertragsoptionen, Anwendungen, Netzabdeckung und Servicequalit t. Ferner verst rkt sich auf europ ischer Ebene der Mobilfunkwettbewerb auch durch die Einf h- rung europaweiter Dienste. Mit der fortschreitenden Markts ttigung konzen- trieren sich die Anbieter zunehmend auf die St rkung der Kundenbindung. In den USA steht T-Mobile im Wettbewerb mit drei großen nationalen Anbietern: Verizon, AT&T/Cingular und Sprint/Nextel. Jeder dieser Konkur- renten verf gt ber eine deutlich gr ßere nationale Kundenbasis. Trotz des schwierigeren Marktumfelds wuchs das operative Segment Mobilfunk USA auch 2007 wieder berproportional. T-Mobile USA baute sowohl den Kunden- als auch den Umsatzmarktanteil erneut weiter aus. Auf den Mobilfunkm rkten konkurrieren im Wesentlichen drei Anbieter- gruppen um die Kunden: Netzbetreiber, Wiederverk ufer und Gesellschaf- ten, die Netzleistungen einkaufen und selbstst ndig an Dritte vermarkten (MVNO). Voraussetzung f r den Betrieb von Mobilfunknetzen und damit f r das Angebot von Mobilfunkleistungen sind Lizenzen zur Nutzung von Frequenzspektren. Diese Lizenzen vergeben jeweils Beh rden. W hrend dies in Europa blicherweise ber eine nationale Instanz erfolgt, gibt es in den USA eine große Anzahl von Lizenzgebieten, bis auf die Ebene der Bundesstaaten. Die Zahl der vergebenen Lizenzen beschr nkt die Zahl der Netzwerkbetreiber im jeweiligen Markt. Auf Grund dieser Beschr nkung unterliegt der Mobilfunkmarkt einer Reihe von Regulierungen. Breitband/Festnetz-Markt. Der Breitbandmarkt in Deutschland ist von einer erheblichen Wachstumsdynamik gepr gt. Die Nachfrage nach Breitbandanschl ssen bleibt auf weiterhin hohem Niveau. Dabei spielt die zunehmende Leistungsf higkeit der bertragungstechnologie ebenso eine Schl sselrolle wie das Angebot innovativer Produkte und Dienstleistungen. 60|61 Der Konzernlagebericht Wirtschaftliches Umfeld

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