Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2007

Regulierung. Netzzugangs- und Preisregulierungen beziehen sich auf Telekommunikationsdienstleistungen, die Netzbetreiber mit „signifikanter Marktmacht“ anbieten. Die Deutsche Telekom wird in Deutschland als ein solches Unternehmen beurteilt und unterliegt daher bei der Breitband- und Festnetzkommunikation und zunehmend auch im Mobilfunkbereich einer strikten Regulierung. Auch die europ ischen Tochtergesellschaften sind im Festnetz- und Mobilfunkbereich entsprechenden Rahmenbedingungen ausgesetzt. Damit verbunden sind weitgehende beh rdliche Eingriffsbefugnisse in die Produkt- und Preisgestaltung mit erheblichen Auswirkungen auf das ope- rative Gesch ft. Diese Eingriffe sind f r die Deutsche Telekom nur bedingt vorherzusehen und k nnen den bestehenden Preis- und Wettbewerbs- druck weiter versch rfen. Die Europ ische Union berpr ft derzeit den Regulierungsrahmen. Nennenswerte Bestrebungen f r eine sektorspezifische Deregulierung sind nicht festzustellen. Vielmehr ist eine Ausweitung der Regulierung als Ergebnis der laufenden berpr fung zu bef rchten. So hat die EU-Kom- mission u.a. vorgeschlagen, ein neues Regulierungsinstrument einzuf hren, das es als letztes Mittel erlaubt, Netzbetrieb und Dienste funktionell zu separieren. Die Kommissionsvorschl ge werden von den europ ischen Gremien im Verlauf des Jahres 2008 beraten. Auch nach erfolgter Regulierung der Terminierungspreise – in Deutsch- land zuletzt im Dezember 2007 durch die Bundesnetzagentur – ist zuk nftig eine weitere Absenkung der entsprechenden Entgelte m glich. Auch eine Ausweitung der Regulierung auf die Mobilfunkterminierung ist m glich. Die EU-Kommission hat ferner angedroht, die Preise f r das internationale Roaming von mobilen Datendiensten (u.a. SMS) in der Zukunft zu regulie- ren. Durch eine solche Regulierung w ren Umsatzverluste im Mobilfunk- bereich zu bef rchten. Zus tzliche Regulierungseingriffe k nnten auch Inhalte- und Medien- angebote betreffen. Da die Deutsche Telekom Produkte anbietet, die auch die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen beinhalten, k nnte f r sie die Medienregulierung an Bedeutung gewinnen. Eine derartige Regulierung k nnte zu Einschr nkungen beim Angebot von Mediendienstleistungen und/oder zus tzlichen Kosten f r die Implementierung technischer Maß- nahmen f hren, um den Regulierungsanforderungen zu gen gen. Alle diese Ausweitungen der Regulierung k nnten die Flexibilit t der Deutschen Telekom am Markt einschr nken, insbesondere in Bezug auf die Preis- und Produktgestaltung. Konjunktur und Branche. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, Europa und den USA beeinflusst auch die Gesch ftsent- wicklung der Deutschen Telekom. F r die gr ßten M rkte der Deutschen Telekom – Deutschland und USA – lassen die gegenw rtigen Konjunktur- prognosen eine leichte Abschw chung der Wachstumsraten im Jahr 2008 erwarten. Sollte das Wirtschaftswachstum geringer ausfallen als erwartet, kann dies sowohl die Investitionsbereitschaft der Gesch ftskunden als auch die Konsumneigung der Privatkunden der Deutschen Telekom beein- tr chtigen. Damit k nnte das Erreichen von Umsatzzielen gef hrdet sein. Personal. Es sind negative Auswirkungen auf die Finanzziele und die Rentabilit t des Konzerns m glich, wenn sich die geplanten Maßnahmen beim Personalumbau nicht realisieren lassen. Die Deutsche Telekom hat im November 2005 einen umfangreichen Personalumbau f r Deutschland beschlossen. Als Bestandteil dieses Programms ist eine sozialvertr gliche Personalanpassung geplant, nach der zwischen 2006 und Ende 2008 rund 32 000 Mitarbeiter den Konzern verlassen. Neben dem Einsatz frei- williger Personalabbauinstrumente setzt das Gesamtprogramm auch auf Effekte wie die nat rliche Fluktuation und die Dekonsolidierung von Teilen der Vivento Gesch ftsmodelle. Bis zum Ende des Berichtsjahres sind rund 26 500 Besch ftigte aus dem inl ndischen Konzern im Rahmen dieser geplanten Personalanpassung ausgeschieden. Die erfolgreiche Realisierung des im Jahr 2007 fortgef hrten Programms zum Personalabbau h ngt jedoch von einer Reihe von Faktoren ab, die der Konzern kaum oder gar nicht beeinflussen kann. Dazu z hlen der weitere Erfolg von Ver ußerungen bei den Vivento Gesch ftsmodellen, allgemeine Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie die externe Personalnachfrage. Einfluss auf den Personalabbau haben dar ber hinaus die Inanspruch- nahme der freiwilligen Personalabbauinstrumente wie beispielsweise der vorzeitige Ruhestand f r Beamte sowie die externe Zustimmung zu verschiedenen Ausgliederungsmaßnahmen. 2007 gliederte die Deutsche Telekom durch die Dekonsolidierung von Standorten der Vivento Customer Services GmbH rund 1 200 Mitarbeiter in die walter services ComCare und arvato aus. Diese Betriebs berg nge verband der Telekom Konzern mit Auftragszusagen. Zudem vereinbarte die Deutsche Telekom im Oktober 2007 eine strategische Partnerschaft mit Nokia Siemens Networks, die einen Betriebs bergang der Vivento Technical Services GmbH zum Jahres- anfang 2008 zur Folge hatte. Diese Vereinbarung enth lt außerdem Ver- tr ge f r die n chsten f nf Jahre. Die weitere Ver ußerung von Teilen der Vivento Gesch ftsmodelle ist f r 2008 geplant. Sie ist u.a. abh ngig davon, ob sich geeignete Interessenten finden und bestimmte wirtschaft- liche Zielsetzungen erreichen lassen. Bei einer Ver ußerung von Konzerneinheiten, in denen Beamte besch ftigt sind, besteht grunds tzlich die M glichkeit, dass diese weiterhin bei der ver ußerten Konzerneinheit arbeiten. Dazu ist die Zustimmung bzw. die Antragstellung durch den Beamten selbst erforderlich. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte z.B. nach dem Ende der Beurlaubung von der ver ußerten Einheit zur Deutschen Telekom zur ckkehren. Dieses Risiko l sst sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollst ndig vermeiden.

Pages