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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Die Risiken. Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken erläutern die nachfolgenden Textabschnitte die Risikofelder bzw. Einzelrisiken, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom wesentlich beeinflussen können. Konjunktur. Für die größten Märkte der Deutschen Telekom – Deutschland und die USA – haben sich die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2009 signifikant verschlechtert. Das wesentliche Risiko für die Weltwirtschaft sind das Ausmaß und die Dauer der Finanzmarktkrise bzw. deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Trotz der Anstrengungen der Regierungen und Notenbanken dürfte sich die Weltwirtschaft noch einige Zeit in Rezession befinden. Erst gegen Ende 2009 wird mit einer zögerlichen Belebung gerechnet. Die konjunkturelle Entwicklung beeinträchtigt neben der Konsumneigung der Privatkunden insbesondere auch die Investitions- bereitschaft der Unternehmen. Branche und Wettbewerb. Ein unvermindert starker Wettbewerb und der technologische Fortschritt führten 2008 dazu, dass das Preisniveau bei Sprach- und Datendiensten sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk weiter zurückging. Generell besteht das Risiko, dass sich Preisreduzierungen nicht durch ein entsprechendes Mengenwachstum kompensieren lassen. Der Wettbewerbsdruck könnte sich noch weiter erhöhen, beispielsweise durch eine deutliche Ausweitung der Marktabdeckung von (regionalen) Teilnehmernetzbetreibern und den fortgesetzten Trend zu Bündelange- boten. Darüber hinaus verschärfen technologische Innovationen sowie die zunehmende Substitution der Festnetzkommunikation durch den Mobilfunk die Konkurrenzsituation. Hinzu kommt, dass bisher reine Mobilfunkanbieter in Deutschland zunehmend auch mit Festnetz- bzw. DSL-Angeboten an den Markt gehen. Weiterhin bieten DSL-Wettbewerber Bündelangebote an, die Breitband und Voice over IP (VoIP) integrieren, ohne dass hierfür ein Festnetzanschluss erforderlich ist. Zudem übernehmen Wettbewerber verstärkt Kabelnetzbetreiber, die eigene Hausanschlüsse betreiben. Sie sind so in der Lage, Haushalten und kleineren Unternehmen Telekommunikationsprodukte anzubieten, für die weder ein eigener Netzausbau noch eine Teilnehmeranschlussleitung der Deutschen Telekom erforderlich ist. Alternativ verlängern Wettbewerber in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis an die Haushalte, um sich auch dort unabhängig vom Netz der Deutschen Telekom zu machen. Die Kabel- netzbetreiber selbst bauen ihr Angebotsportfolio weiter aus, z.B. durch Triple-Play-Angebote. Ein wichtiger Wettbewerbstrend ist die Tatsache, dass die Deutsche Telekom zunehmend auch Konkurrenten gegenübersteht, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen. Zu diesen neuen Wettbewerbern gehören große Unternehmen aus dem Bereich Consumer Electronics und der Internetbranche. Für die Deutsche Telekom besteht daher trotz der bisherigen Marktanteilsverluste das Risiko weiter sinkender Marktanteile und Margen. In Deutschland und auf weiteren europäischen Märkten führte die Expansion von Billiganbietern zu einem weiteren Preisrückgang sowohl in der mobilen Sprachtelefonie als auch bei mobilen Datendiensten. Es ist unsicher, ob und inwieweit sich der Preisrückgang durch entsprechendes Mengenwachs- tum kompensieren lässt. In den USA steht T-Mobile vor der Herausforde- rung, der kleinste der vier nationalen Anbieter zu sein. T-Mobile muss auch weiterhin durch Produkt- und Servicequalität sowie bei der Preisgestaltung überzeugen. Aufgrund ihrer Rolle als wesentlicher Wachstumstreiber der Deutschen Telekom können sich Risiken im US-amerikanischen Geschäft der T-Mobile auch negativ auf das Erreichen der Konzernziele auswirken. Der ICT-Markt im Segment Geschäftskunden ist geprägt durch Preisrück- gang und lange Verkaufszyklen. Damit besteht für T-Systems das Risiko niedrigerer Umsätze und Margen. Aufgrund der negativen Konjunkturent- wicklung könnte es bei Großkunden zu Investitionsverschiebungen kommen, die sich auf das ICT-Geschäft der T-Systems auswirken könnten. Die inter- nationale Präsenz von T-Systems und die Markenbekanntheit sind begrenzt, vor allem im Vergleich mit einigen Wettbewerbern. Dies könnte sich negativ auf die Nutzung der Wachstumspotenziale von T-Systems auswirken, ins- besondere unter dem Aspekt der wachsenden Bedeutung des Geschäfts mit multinationalen Konzernen außerhalb Deutschlands. Im Jahr 2008 erfolgte eine strategische Neuausrichtung von T-Systems mit dem Ziel, die Marktführerschaft im Geschäftskundensegment in Deutschland weiter auszubauen und die ICT-Lösungskompetenz bei Großprojekten zu fokus- sieren. Produkte, Dienste und Innovationen. Durch den schnellen technologi- schen Fortschritt und die fortschreitende technologische Konvergenz ist es möglich, dass sich neue und etablierte Technologien bzw. Produkte teilweise substituieren. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Daten- verkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Auf der anderen Seite besteht durch das Angebot neuer Produkte wie dem iPhone in euro- päischen Schlüsselmärkten und dem T-Mobile G1 die Chance, neue Einnahmequellen im mobilen Internet zu erschließen. Für die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen spielt die zunehmende Leistungsfähigkeit der Übertragungstechnologie ebenso eine Schlüssel- rolle wie das Angebot innovativer Produkte und Dienste. Grundsätzlich ist durch die hohe Marktpenetration bei Breitbandanschlüssen in Deutsch- land mit ersten Sättigungstendenzen zu rechnen, die sich in einem abschwächenden Marktwachstum zeigen. Es besteht zudem das Risiko, dass es nicht gelingt, Kunden den Mehrwert der neuen, innovativen Produkte und Dienste hinreichend zu vermitteln oder beim Kunden eine entsprechende Akzeptanz zu schaffen. Die Vermarktung von innovativen TV-Angeboten („Entertain“) wird ferner von der weiten Verbreitung von Kabelfernsehanschlüssen in Deutschland sowie dem im Vergleich zu anderen Staaten vielfältigen Angebot frei empfangbarer TV-Programme beeinflusst. 96|97 Der Konzernlagebericht Risiko- und Chancenmanagement

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