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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Die Deutsche Telekom verbessert durch den kontinuierlichen Ausbau ihres leistungsfähigen Mobilfunknetzes die Marktchancen des mobilen Internets. Immer höhere Bandbreiten und die Optimierung der Netzabdeckung lassen Multimediaangebote und Büroanwendungen in hoher Qualität auch unter- wegs völlig selbstverständlich werden. Sollten sich die Anwendungen der mobilen Datenkommunikation nicht wie erwartet entwickeln, besteht das Risiko, Umsatzziele zu verfehlen. Zudem könnten sich die Investitionen in Netzaufbau und -ausbau sowie in Mobilfunklizenzen erst später als ursprünglich erwartet amortisieren. Sollte es Wettbewerbern noch besser als der Deutschen Telekom gelingen, Kunden vom Mehrwert mobiler Produkte und Dienste zu überzeugen, könnte dies zu einem Verlust beson- ders umsatzstarker Kunden führen. Eine konsequentere Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse hat in 2008 zu einer Verbesserung der Qualität des Service geführt. Der Kundenservice bleibt weiter von entscheidender Bedeutung für Kundenzufriedenheit und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Regulierung. Regulierungen des Netzes, des Netzzugangs und der Preise beziehen sich auf Telekommunikationsdienstleistungen, die Netzbetreiber mit „signifikanter Marktmacht“ anbieten. Die Deutsche Telekom wird in Deutschland als ein solches Unternehmen beurteilt und unterliegt daher bei der Breitband- und Festnetzkommunikation und zunehmend im Mobil- funkbereich einer strikten Regulierung. Auch die Tochtergesellschaften sind im Festnetz- und Mobilfunkbereich entsprechenden Rahmenbedin- gungen ausgesetzt. Die drohende Ausweitung heutiger Regulierung auf moderne superschnelle Glasfaser-Anschlussnetze sowie die Restriktionen für einen Hauptver- teilerabbau machen politische Aufklärungsarbeiten erforderlich. Mit der Regulierung verbunden sind weitgehende behördliche Eingriffsbefugnisse in die Produkt- und Preisgestaltung mit erheblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Diese Eingriffe sind für die Deutsche Telekom nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wett- bewerbsdruck weiter verschärfen. Es ist zu befürchten, dass die regulato- rischen Einflüsse in Deutschland die Umsatzentwicklung im Festnetz-Kern- markt und im Mobilfunkmarkt mittel- bis langfristig beeinflussen könnten. Investitionen in den Kundenzugang der nächsten Netzgeneration (Next Generation Access, NGA) erfordern einen modifizierten Regulierungs- rahmen, der eine faire Risikoverteilung zwischen Investor und Zugangs- suchenden vorsieht und die nötige Preisflexibilität ermöglicht. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Wirtschaftlichkeit für diese Investitionen nicht wie geplant erreicht werden kann. Eine Ausweitung der Regulierung auf die Mobilfunkterminierung ist erfolgt. Aktuell untersucht die EU-Kommission eine Empfehlung, welche die zur Berechnung von Terminierungsentgelten akzeptierten Kosten einschränkt. Es ist zu erwarten, dass auf dieser Basis die Terminierungs- raten weiter unter Druck geraten. Auch nach einer Anhebung der Terminierungsentgelte für das Festnetz in Deutschland um durchschnittlich 4,4% ist weiterhin die Absenkung von regulierten Vorleistungsentgelten möglich. Die Europäische Union überprüft aktuell den Regulierungsrahmen. Dabei ist im Ergebnis damit zu rechnen, dass die EU die Regulierung weiter verfeinert und die Eingriffsmöglich- keiten erweitert. Nennenswerte Bestrebungen für eine sektorspezifische Deregulierung sind nicht festzustellen. Vielmehr ist eine Ausweitung der Regulierung als Ergebnis der laufenden Überprüfung zu befürchten. So hat die EU-Kommission u.a. vorgeschlagen, ein neues Regulierungs- instrument einzuführen, das es als letztes Mittel erlaubt, Netzbetrieb und Dienste funktionell zu separieren. Die entsprechenden Kommissions- vorschläge beraten die Europäischen Gremien momentan. Mit einem Abschluss der Beratungen ist gegen Ende des ersten Halbjahres 2009 zu rechnen. Die EU-Kommission drängt darauf, die internationalen Roaming-Tarife weiter abzusenken (Taktungsintervalle bei Sprache sowie zusätzliche Kappungsgrenzen bei SMS und Daten). Durch eine solche Regulierung sind erhebliche Umsatzverluste im Mobilfunkbereich zu erwarten. Die EU-Kommission hat im Oktober 2008 eine Voruntersuchung in Bezug auf mögliches wettbewerbswidriges Verhalten europäischer Mobilfunk- betreiber bei mobilen VoIP-Diensten eingeleitet. Untersucht wird in diesem Zusammenhang, ob die Betreiber negative Anreize zur Nutzung von VoIP- Diensten setzen und dadurch Wettbewerbsbarrieren für VoIP-Provider errichten. Alle diese Ausweitungen der Regulierung könnten die Flexibilität der Deutschen Telekom insbesondere in Bezug auf die Preis- und Produkt- gestaltung am Markt einschränken. Personal. Der personelle Umbau im Deutsche Telekom Konzern in Deutschland erfolgte auch im Jahr 2008 in sozialverträglicher Weise. Er geschah im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhe- stand und die von Vivento angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Die Deutsche Telekom setzt den Personalumbau auch künftig im erforder- lichen Umfang fort. Falls sich die entsprechenden Maßnahmen nicht oder nicht im geplanten Umfang realisieren lassen, kann dies negative Auswirkungen auf die Finanzziele und die Rentabilität des Konzerns haben.

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