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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Bei einer Veräußerung von Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dazu ist die Zustimmung bzw. die Antragstellung durch den Beamten selbst erforderlich. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte z.B. nach dem Ende der Beurlaubung von der veräußerten Einheit zur Deutschen Telekom zurückkehren. Dieses Risiko lässt sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht voll- ständig vermeiden. Derzeit besteht für etwa 4 200 Beamte ein solches Rückkehrrecht. Diese Zahl hat sich 2008 vor allem durch die Entkonsoli- dierung der DeTe Immobilien deutlich erhöht. Im November 2004 hat die Bundesrepublik Deutschland das Erste Gesetz zur Änderung des Postpersonalrechtsgesetzes (PostPersRG) verabschiedet, welches die Notwendigkeit für die Deutsche Telekom und andere private Unternehmen beseitigt hat, den beschäftigten Beamten eine jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz zu zahlen. Dieses Gesetz wurde in verschiedenen gerichtlichen Instanzen geprüft. Im Dezember 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, den Fall dem Bundesverfassungsgericht zur Normenkontrolle gemäß Artikel 100 Grundgesetz vorzulegen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Vorlage an das Bundesverfassungsgericht noch nicht schriftlich abgefasst. Wann das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung bekannt gibt, ist daher unsicher. Sollte entschieden werden, dass allen Beamten, die in den Jahren 2004 bis 2008 bei der Deutschen Telekom beschäftigt sind bzw. waren, das Recht auf eine Sonderzahlung für die betreffenden Jahre zusteht, könnte dies zu einem entsprechenden Aufwand führen. IT/TK-Infrastrukturen. Im Geschäftsjahr 2008 realisierte die Deutsche Telekom umfangreiche Programme zur Anpassung der IT-Systeme und IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue orga- nisatorische Anforderungen. Eine ungenügende Effizienz bei der Planung und Überwachung dieser Aktivitäten könnte Fehler bei der Ressourcen- zuweisung und Störungen der Geschäftsprozesse zur Folge haben. Aufbauend auf der im März 2007 begonnenen Initiative „IT 2010“ startete im Februar 2008 im Rahmen der Aktualisierung der IT-Strategie das konzern- weite Projekt „Next Generation IT“ (NG IT). NG IT bildet den Rahmen für alle IT-relevanten Anteile in den Transformationsprogrammen des Konzerns. Ziel des Programms ist die Entwicklung der zukünftigen IT-Zielarchitektur des Konzerns. NG IT betrachtet die Informationstechnik des Konzerns auf allen Architekturebenen: IT-Infrastruktur, Applikationen, Daten und Systeme. In konzernübergreifenden Projekten werden etwa das gemein- same Produktdatenmodell, Lösungen für ein übergreifendes Kunden- beziehungsmanagement (CRM) der Zukunft oder die zukünftige IT-Unter- stützung der Funktionen Finanzen, Personal und Einkauf erarbeitet. Langfristig ist vorgesehen, eine IP-Plattform zu entwickeln und zu implemen- tieren, die sowohl Festnetz- als auch Mobilfunkdienste unterstützt. Dies bedeutet, dass die Deutsche Telekom die bisherige Netzplattform vollständig durch ein IP-basiertes System ersetzt. Bei der Implementierung dieser gemeinsamen IP-Plattform bestehen Risiken, die alle IT-Systeme mit Internet- anbindung betreffen. Dazu zählen z.B. Hackerangriffe oder sog. Spam Calls. Angesichts der hohen Komplexität der IT-Landschaft würden Störungen etwa zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-Systemen zu Prozesseinschränkungen und im „Worst Case“ zu Unterbrechungen von Geschäftsprozessen führen. Diesen Risiken begegnet die Deutsche Telekom mit einer Vielzahl von Maß- nahmen. Diese reichen von der Dopplung von Systemen sowie Schutz- systemen wie Firewalls und Virenscans über regelmäßige technische Netz- prüfungen und Gebäudesicherung bis hin zu organisatorischen Vorsorge- maßnahmen. Bei Störungen leiten Frühwarnsysteme automatisierte und manuelle Gegenmaßnahmen ein. Darüber hinaus kommen organisatorische und technische Notfallmaßnahmen zur Schadensminderung zum Einsatz. Betriebsunterbrechungen und Schäden am Anlage- und Umlaufvermögen sind ferner durch konzernweite Versicherungsprogramme gedeckt. Datensicherheit und Datenschutz. Sicherheit und Schutz von Kunden- daten genießen im Konzern höchste Priorität. Sie sind die Basis jeder ver- trauensvollen Kundenbeziehung. Im Berichtsjahr wurden der Deutschen Telekom Datenmissbrauch und Sicherheitslücken vorgeworfen. Um die Kundendaten noch besser zu schützen, stellte die Deutsche Telekom im Herbst 2008 u.a. den Bereich Datenschutz neu auf. Mit der Schaffung eines eigenen Vorstandsressorts für Datenschutz, Recht und Compliance sowie einem umfangreichen Maßnahmenpaket für einen verbesserten Datenschutz, eine erhöhte Datensicherheit sowie gesteigerte Transparenz setzte das Unternehmen ein wichtiges Signal für die Relevanz dieser Themen. Eingeflossen sind die Erkenntnisse der Datenschutz- und Sicherheits- fachleute des Konzerns, aber auch die Empfehlungen externer Experten. Verbunden damit sind auch eine deutliche finanzielle und personelle Aufstockung in diesen Bereichen und ein Vetorecht bei Geschäftsentschei- dungen mit datenschutzrechtlicher Relevanz. Das neue Vorstandsmitglied stellt mit seinen Mitarbeitern sicher, dass die Deutsche Telekom die not- wendigen Maßnahmen zu Datenschutz und Datensicherheit sowie bezüglich der Compliance übergreifend abstimmt und konzernweit einheitlich umsetzt. Darüber hinaus richtet der Konzern einen externen Datenschutz- rat ein, der sich aus führenden Datenschutzexperten aus Hochschulen, Wirtschaft und weiteren Organisationen zusammensetzt. 98|99 Der Konzernlagebericht Risiko- und Chancenmanagement

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