Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Um konzernweit die höchsten Standards beim operativen Datenschutz sicherzustellen, leitete die Deutsche Telekom umfangreiche Maßnahmen ein und führt laufende Projekte weiter. Damit leistet die Deutsche Telekom einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung des Schutzes ihrer Kundendaten im Tagesgeschäft und setzt ihre zahlreichen Anstrengungen der vergangenen Jahre fort. Um die Sensibilität der Beschäftigten, insbe- sondere auch der Führungskräfte, für das Thema Datenschutz und Daten- sicherheit weiter zu erhöhen, intensivierte das Unternehmen die bereits etablierten Schulungen und jährlichen Daten-Audits weiter. Zudem thema- tisiert und ahndet der Konzern Missbräuche intern noch konsequenter. In der Betreuung von Kunden definierte die Deutsche Telekom Aufgaben- bereiche noch enger und verringert damit den Datenzugriff. Der Konzern führte ein niedrigeres „Haltbarkeitsdatum“ für Benutzerkennungen ein, sodass die Nutzer diese Kennungen in kürzeren Abständen erneuern müssen. Zusätzlich weitete die Telekom die Nutzung von festen IP-Adressen aus; Mitarbeiter und Vertriebspartner können damit nur von bestimmten Rechnern auf die Systeme zugreifen. Die Zugriffsmöglichkeiten von externen Vertriebspartnern und Mitarbeitern auf die IT-Systeme schränkt u.a. ein Verfahren zur Zugriffsauthentifizierung per Transaktionsnummer (TAN) ein. Beim TAN-Verfahren kann der Vertriebsmitarbeiter nur auf die personen- bezogenen Daten des Mobilfunkkunden zugreifen, wenn er vom Kunden eine gültige Transaktionsnummer bekommt. Diese automatisch generierte TAN erhält der Kunde per SMS auf sein Handy, wenn er Vertragsänderungen durchführen möchte. Die Deutsche Telekom plant, zusammen mit dem Bundeskriminalamt und der Polizei ein Konzept zu erarbeiten, um den Schutz der Daten von beson- ders gefährdeten Personen zu stärken. Ziel ist es, die Transparenz im Bereich Datenschutz nachhaltig zu erhöhen. Die Deutsche Telekom veröffentlicht künftig auf freiwilliger Basis einen Bericht des Datenschutzbeauftragten und legt diesen Bericht dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom sowie dem Bundesbeauftragten für Datenschutz vor. Der erste Datenschutzbericht soll im ersten Quartal 2009 erscheinen. Das Unternehmen hat eine freiwillige Datenschutz-Zertifizierung der Kundensysteme angestoßen; der TÜV erhielt den Auftrag als anerkannte Prüfstelle. Künftig beauftragt die Deutsche Telekom außerdem zusätzlich zu eigenen Untersuchungen ein zertifiziertes Unternehmen, die Systeme systematisch auf Schwachstellen zu prüfen. Mit beiden Maßnahmen möchte die Deutsche Telekom eine Vorreiterrolle in der ICT-Branche einnehmen. Im Oktober 2008 schaltete die Deutsche Telekom die Internetseite www.telekom.com/datenschutz, die über die aktuelle Lage des Datenschutzes der Deutschen Telekom in Deutschland Auskunft gibt. Das Unternehmen informiert auf dieser Seite über daten- schutzrelevante Vorgänge, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungsver- fahren sind. Die Fälle werden in Absprache mit den zuständigen Behörden veröffentlicht und die entsprechenden Vorgänge den Aufsichtsbehörden mitgeteilt. Die Deutsche Telekom erfüllt damit freiwillig eine Forderung, die die Politik derzeit noch als mögliche Verpflichtung diskutiert. Durch die eingeleiteten und umgesetzten Gegenmaßnahmen minimiert die Deutsche Telekom den Eintritt weiterer negativer Ereignisse im Rahmen von Datensicherheit und Datenschutz. Negative Auswirkungen für das Geschäft der Deutschen Telekom durch Reputationsverlust lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen und hinreichend bewerten. Gesundheit und Umwelt. Elektromagnetische Felder (EMF) werden wiederholt mit möglichen Umwelt- und Gesundheitsbeeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Die öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema sind zum Teil kontrovers. Bestehende Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen dabei sowohl Netzwerke als auch die Endgeräte- nutzung; diese Probleme wirken sich z.B. bei T-Mobile insbesondere auf den Ausbau des Mobilfunknetzes aus. Im operativen Segment Breitband/ Festnetz tangieren sie den Absatz von schnurlosen DECT-Geräten sowie Endgeräten, die die WLAN-Technologie verwenden. Neben rechtlichen Risiken sind regulatorische Maßnahmen möglich, die die Umsetzung des Vorsorgeprinzips beim Mobilfunk beinhalten. Die Weltgesundheitsorga- nisation (WHO) hat erklärt, dass – auf Basis des momentanen wissenschaft- lichen Kenntnisstands – keine bekannten nachteiligen Gesundheitseffekte unterhalb der internationalen Grenzwerte bestehen. Zudem erwartet die WHO auch für die Zukunft keine ernsthaften Gefahren. Sie empfiehlt aber weitergehende Forschung aufgrund bestehender wissenschaftlicher Unsicherheiten. Ziel der Deutschen Telekom ist es, Unsicherheit in der Bevölkerung durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informations- politik abzubauen. Das Bestreben des Deutsche Telekom Konzerns, modernste Technologien anzubieten, umfasst daher auch die Förderung wissenschaftlicher Forschung, um mögliche Risiken frühzeitig zu erken- nen. Der Konzern engagiert sich u.a. im „Informationszentrum Mobilfunk“ (IZMF), einer Brancheninitiative der Mobilfunkunternehmen, sowie in der „Forschungsgemeinschaft Funk“ (FGF), die auf dem Gebiet der biologi- schen Wirkung elektromagnetischer Felder neutrale Forschung unterstützt. Darüber hinaus traf T-Mobile mit der 2004 beschlossenen EMF-Policy Maßnahmen zur Transparenz, Information, Beteiligung und Forschungs- förderung, die sowohl mögliche rechtliche und regulatorische als auch Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung minimieren sollen. Einkauf. Als ICT-Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von IT/TK-Pro- dukten arbeitet die Deutsche Telekom mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten zählen beispielsweise Soft- und Hardware, Übertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte.

Pages