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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe. Zum 31. Dezember 2008 hielt der Bund zusammen mit der KfW Bankengruppe rund 31,7%, die Blackstone Group 4,4% der Anteile an der Deutschen Telekom. Am 24. April 2006 erwarb die Blackstone Group von der KfW Bankengruppe Anteile am Grundkapital der Deutschen Telekom AG. Die in diesem Zusammenhang zwischen der KfW Bankengruppe und Blackstone vereinbarte einjährige Ausschlussfrist für weitere Verkäufe der T-Aktie durch die KfW Bankengruppe lief im April 2007 aus. Die darüber hinaus vereinbarte zweijährige Haltefrist für die erworbenen T-Aktien durch die Blackstone Group lief im April 2008 aus. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW Bankengruppe trennt – u.a. auch von Anteilen an der Deutschen Telekom AG. Die KfW Bankengruppe hat am 16. Mai 2008 eine fünfjährige Umtauschanleihe auf Aktien der Deutschen Telekom AG begeben. Umtauschanleihen sind Schuldtitel, die der Gläubiger während einer vorher festgelegten Periode zu einem vorher festgelegten Wandlungs- preis in Aktien einer anderen Gesellschaft, im Falle der beschriebenen KfW-Umtauschanleihe in Namensaktien der Deutschen Telekom AG, umtauschen kann. Bei Überschreitung des Wandlungspreises darf und bei Ausübung des Wandlungsrechts durch die Anleihegläubiger muss die KfW Bankengruppe die ihr angedienten Anleihen in Aktien der Deutschen Telekom AG umtauschen. Bei Fälligkeit der Anleihen hat die KfW Bankengruppe das Recht, die Anleihen mit Aktien der Deutschen Telekom zurückzuzahlen. Das Volumen der Anleihe beläuft sich auf 3,3 Mrd. €, der Wandlungspreis beträgt 14,9341 €. Die 2003 von der KfW Bankengruppe begebene Umtauschanleihe, die am 8. August 2008 fällig wurde, wurde bar zurückgezahlt. Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Telekom Anteilen durch den Bund oder die KfW Bankengruppe in größerem Umfang bzw. entsprechende Spekulationen am Markt den Aktienkurs der T-Aktie kurzfristig negativ beeinflussen. Gesamtrisikosituation. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Trotz des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks, der regulatorischen Rahmenbedingungen, der verschlechterten konjunkturellen Bedingungen sowie der großen Herausforderungen beim Personalumbau und der Servicequalität hat sich die Gesamtrisikosituation im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Die Chancen. „Konzentrieren und gezielt wachsen“ – diese Strategie sichert die langfristig stabile und positive wirtschaftliche Entwicklung der Deutschen Telekom. Chancen ergeben sich aus der konsequenten Umsetzung der folgenden strategischen Ausrichtungen: 1. Verbessern der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Mittel- und Osteuropa, 2. Wachstum im Ausland durch Mobilfunk, 3. Mobilisieren des Internets sowie 4. Aufbau netzzentrierter ICT. Von besonderer Bedeutung ist auch der DSL-Ausbau, da künftig alle neuen Geschäftsmodelle auf der Breitbandtechnologie aufsetzen. Inzwischen kann die Deutsche Telekom 96% aller Haushalte in der Bundesrepublik mit DSL-Anschlüssen versorgen. Damit hat das Unternehmen einen wichtigen Beitrag geleistet, die Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen. Gleichzeitig eröffnet die konsequente Ausbaustrategie Chancen zur Nutzung und Amortisation innovativer Produkte. Dazu gehören Anwendungen der mobilen Datenkommunikation auf der Basis mobiler Breitbandtechnologien. Potenzielle Chancen ergeben sich für die Deutsche Telekom auch auf dem Gebiet innovativer Produktbündel und Konvergenzprodukte. Als großer integrierter Telekommunikationskonzern kann die Deutsche Telekom nicht nur Substitutionsrisiken eher begegnen als spezialisierte Anbieter, sondern auch attraktive neue Produktpakete realisieren. Ansatzpunkte für Erfolg versprechende Produkte und Dienste resultieren außerdem aus sozialen, gesellschaftlichen und ökologischen Erfordernissen. Dazu gehören ein modernisiertes Gesundheitswesen ebenso wie ein effizienter Klimaschutz, altersgerechte Mobilität, bürgernahe Verwaltung, mobiles Arbeiten oder eine transparente Warenrückverfolgbarkeit (z.B. Commodity Online Services). Insbesondere IP-basierte Lösungen und der Einsatz von Radio Frequency Identification ermöglichen neue Geschäftsmodelle, die den Ressourcen- verbrauch sowie auch die ökologischen und sozialen Kosten senken können. Die Deutsche Telekom leistet damit zusätzlich einen Beitrag zu einer nach- haltigen Entwicklung der Gesellschaft. Mit Projekten wie „T-City“ in Friedrichshafen stellt die Deutsche Telekom ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis. Das Unternehmen demonstriert Servicequalität in Verbindung mit modernster Vernetzungstechnologie und macht zahlreiche neue Produkte für die Kunden konkret erlebbar.

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