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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Erstmalig im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen. Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet: – Amendments (Änderungen) zu IFRS 7 „Financial Instruments: Disclosures“ und IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement“: „Reclassification of Financial Assets“, – IFRIC 11 „IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions“, – IFRIC 12 „Service Concession Arrangements“ und – IFRIC 14 „IAS 19 – The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction“. Aus der erstmaligen Anwendung der Verlautbarungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom. Weitere Erläuterungen zur erstmaligen Anwendung von Verlautbarungen des IASB sowie zu Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind dem Abschnitt „Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ zu entnehmen. Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen. Im März 2007 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IAS 23 „Bor- rowing Costs“. IAS 23 wurde im Dezember 2008 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die wesentliche Änderung des Standards betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, direkt als Aufwand zu erfassen. Derzeit erfasst die Deutsche Telekom diese Aufwendungen direkt als Auf- wand. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt in diesem Zusammenhang vor, wenn ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um den Vermögenswert in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Unternehmen müssen demnach zukünftig solche Fremdkapital- kosten als Teil der Anschaffungskosten der qualifizierten Vermögenswerte aktivieren. Der geänderte Standard verlangt nicht die Aktivierung von Fremd- kapitalkosten für Vermögenswerte, die zum Fair Value bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, auch wenn der Zeitraum bis zum verkaufsfähigen Zustand wesent- lich ist. Der Standard ist erstmals auf Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte anzuwenden, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. Januar 2009 liegt. Die Deutsche Telekom prüft derzeit die Auswirkungen der Änderung des IAS 23 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom im Rahmen der Umsetzung der erstmaligen Anwendung zum 1. Januar 2009. Im Juni 2007 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 13 „Customer Loyalty Programmes“. IFRIC 13 wurde im Dezember 2008 von der Euro- päischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation befasst sich mit der Bilanzierung und Bewertung von Kundenbindungs- programmen, bei denen der Kunde Punkte (Prämien) erhält, die es ihm erlauben, Güter oder Dienstleistungen kostenlos oder verbilligt vom Ver- käufer oder einem Dritten zu beziehen. Offen war in diesem Zusammen- hang dabei bislang die Frage, ob die Prämien eine Schuld im Zusammen- hang mit einem Verkaufsgeschäft darstellen oder ein Entgelt im Sinne einer Vorauszahlung für ein künftiges Verkaufsgeschäft sind. Gemäß der nun vorliegenden Interpretation sind die Erlöse aus dem Verkauf in zwei Komponenten aufzuteilen. Ein Teil entfällt auf das aktuelle Geschäft, durch das die Prämien entstanden sind. Der andere Teil entfällt auf das künftige Geschäft, das aus den einzulösenden Prämien resultiert. Der Teil der Erlöse, der der bereits erbrachten Lieferung bzw. Leistung zuzuordnen ist, ist erfolgswirksam zu erfassen. Der Teil der Erlöse, der der Prämie zuzuordnen ist, ist so lange als Vorauszahlung zu bilanzieren, bis die Prämie vom Kunden eingelöst wird und die Verpflichtung aus der Gewährung der Prämie erfüllt ist. Die Regelung des IFRIC 13 weicht von der derzeitigen Bilanzierung bei der Deutschen Telekom ab; die Bilanzierung der Deutschen Telekom ist demzufolge zu ändern. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre anzu- wenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Aus der Anwendung von IFRIC 13 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkun- gen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom ergeben. Im September 2007 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IAS 1 „Presentation of Financial Statements: A Revised Presentation“. Die Änderung des IAS 1 wurde im Dezember 2008 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. IAS 1 (überarbeitet) verwendet die Begriffe „statement of financial position“ (bislang „balance sheet“) und „statement of cash flows“ (bislang „cash flow statement“) und führt ein Rechenwerk mit der Bezeichnung „statement of comprehensive income“ ein. Die neuen Bezeichnungen sind jedoch nicht verpflichtend zu verwen- den. Die Änderung des IAS 1 verpflichtet Unternehmen, Vergleichsinfor- mationen für die vorherige Berichtsperiode darzustellen. Ferner fordert der überarbeitete Standard die Darstellung einer weiteren Bilanz („statement of financial position“) zu Beginn der ersten dargestellten Vergleichsperiode, sofern das Unternehmen rückwirkend die Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden geändert hat oder es rückwirkend den Abschluss angepasst hat. 114|115 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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