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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Darüber hinaus sieht die Änderung des IAS 1 Folgendes vor: – Sämtliche Änderungen des Eigenkapitals, die auf Transaktionen mit Anteilseignern beruhen, sind gesondert von solchen Änderungen des Eigenkapitals darzustellen, die nicht auf Transaktionen mit Anteils- eignern beruhen. – Erträge und Aufwendungen sind gesondert von Transaktionen mit Eigentümern entweder in einem Abschlussbestandteil („statement of comprehensive income“) oder in zwei Abschlussbestandteilen (ein gesondertes „income statement“ und ein „statement of comprehensive income“) darzustellen. – Die Bestandteile des „other comprehensive income“ sind im „statement of comprehensive income“ darzustellen. – Die Summe „total comprehensive income“ ist darzustellen. Die Änderung des IAS 1 fordert zudem die Angabe des jeweiligen Betrags an Ertragsteuern pro Bestandteil des „other comprehensive income“ und die Darstellung der Umklassifizierungsbeträge in das „other comprehensive income“. Umklassifizierungsbeträge entstehen bei der Umgliederung von vormals im „other comprehensive income“ erfassten Beträgen in „profit or loss“. Des Weiteren sind nunmehr als ausgeschüttete Dividenden erfasste Beträge und entsprechende je Aktie-Beträge entweder in der Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals oder im Anhang darzustellen. Die Änderung des IAS 1 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Da die Änderung zu IAS 1 ausschließlich den Ausweis betrifft, werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cash-Flows der Deutschen Telekom ergeben. Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 „Busi- ness Combinations“ und IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“ veröffentlicht. Die Standards sind das Ergebnis der zweiten Phase des gemeinsam mit dem Financial Accounting Standards Board (FASB) durchgeführten Projekts zur Reformierung der Bilanzierung von Unterneh- menszusammenschlüssen. Die überarbeiteten Fassungen von IFRS 3 und IAS 27 wurden bisher nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bishe- rigen Fassung des IFRS 3 lassen sich wie folgt zusammenfassen: – Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln ausgeübt werden. – Für sukzessive Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlan- gung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Der Goodwill ermittelt sich im Anschluss als Differenz zwischen dem neubewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der neuen Anteile abzüglich des erworbenen Nettovermögens. – Anschaffungsnebenkosten sind als Aufwand zu erfassen. – Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen („contingent consideration“), die im Erwerbs- zeitpunkt als Verbindlichkeiten zu erfassen sind, ist in der Folgebewer- tung keine Anpassung des Goodwill mehr möglich. – Effekte aus der Abwicklung von Geschäftsbeziehungen, die bereits vor dem Unternehmenszusammenschluss bestanden, sind nach der neuen Fassung des IFRS 3 nicht in die Ermittlung der Gegenleistung für den Zusammenschluss einzubeziehen. – Gegenüber der bisherigen Fassung regelt IFRS 3 in der überarbeiteten Fassung den Ansatz und die Bewertung von Rechten, die vor dem Unternehmenszusammenschluss einem anderen Unternehmen gewährt wurden und nun im Rahmen des Zusammenschlusses wirtschaftlich zurückerlangt werden (zurückerworbene Rechte). Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen: – Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung sind ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. – Bei Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens sind die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden auszubuchen. Neu geregelt ist, dass eine verbleibende Beteiligung an dem vormaligen Tochterunternehmen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist und dass sich hierbei ergebende Differenzen ergebniswirksam zu erfassen sind. – Übersteigen die auf Minderheitenanteile entfallenden Verluste den Anteil der Minderheiten am Eigenkapital des Tochterunternehmens, sind diese trotz entstehender Negativsaldos den Minderheitenanteilen zuzu- rechnen. Die neue Fassung des IFRS 3 ist prospektiv auf Unternehmenszusammen- schlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt in jährliche Berichts- perioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt, jedoch begrenzt auf jährliche Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Die Änderungen des IAS 27 sind auf jährliche Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine frühere Anwendung eines der beiden Standards setzt jedoch die gleichzeitige frühere Anwendung des jeweils anderen Standards voraus. Die Deutsche Telekom prüft derzeit den Zeitpunkt der Umsetzung der Änderungen des IFRS 3 und des IAS 27 und die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows. Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeitete Fassung des Standards IFRS 2 „Share-based Payment – Vesting Conditions and Cancellations“ veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung von IFRS 2 wurde im Dezember 2008 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.

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