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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Die Deutsche Telekom hat am 28. April 2006 über ihre Konzerngesellschaft T-Mobile Austria 100% der Anteile und Stimmrechte der österreichischen Mobilfunkgesellschaft tele.ring Telekom Service GmbH, Wien, Österreich (tele.ring) erworben. tele.ring war zum Erwerbsstichtag ein österreichisches Telekommunikationsunternehmen, das hauptsächlich UMTS/GSM-Mobil- funkdienstleistungen erbringt. Der Kaufpreis betrug 1,3 Mrd. € und wurde mit Barmitteln beglichen. Barmittel wurden in Höhe von 23 Mio. € über- nommen. Anschaffungsnebenkosten, insbesondere für wirtschaftliche und rechtliche Beratungsleistungen, sind in Höhe von 5 Mio. € angefallen. Aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierte ein Goodwill von 0,7 Mrd. €. Die Hauptfaktoren, die zum Ansatz eines Goodwill führten, lassen sich wie folgt zusammenfassen: – Ein Teil der erworbenen immateriellen Vermögenswerte, wie z.B. der Mitarbeiterstamm („assembled workforce“), konnte nicht als immaterieller Vermögenswert angesetzt werden, da die Ansatzkriterien nicht erfüllt waren. – Erwartete Kosteneinsparungen durch Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss sind in die Kaufpreisbestimmung mit eingeflossen. Zum Erwerbsstichtag generierte die tele.ring-Gruppe neben der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich UMTS/GSM-Mobilfunk einen geringen Teil ihrer Umsätze im Festnetzgeschäft. Da diese Tätigkeit nicht im Einklang mit den strategischen Zielen der T-Mobile Austria stand, beabsichtigte die T-Mobile Austria, den bestehenden Kundenstamm im Bereich Festnetz zu veräußern. Darüber hinaus unterlag der Erwerb der tele.ring-Gruppe bestimmten regulatorischen Auflagen. So bestand die Verpflichtung, nahezu alle für den Mobilfunkbetrieb notwendigen Standorte mit Antennenträgern („cell sites“) und die Frequenzspektren der UMTS-Lizenz der tele.ring- Gruppe an Wettbewerber zu veräußern. Die betroffenen Vermögenswerte wurden zum Erwerbszeitpunkt als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Vermögenswerte vollständig verkauft. tele.ring wurde erstmals zum 1. Mai 2006 in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Der Umsatz der tele.ring seit Erwerbs- stichtag betrug 296 Mio. € im Geschäftsjahr 2006. Falls der Unternehmens- erwerb bereits am 1. Januar 2006 stattgefunden hätte, wäre der Konzern- umsatz im Geschäftsjahr 2006 um 158 Mio. € höher ausgefallen als der tatsächlich erzielte Umsatz. Im Konzernüberschuss des Geschäftsjahres 2006 war ein Verlust der tele.ring in Höhe von 117 Mio. € enthalten. Der Konzernüberschuss hätte sich im Geschäftsjahr 2006 um weitere 23 Mio. € entsprechend dem Verlust der tele.ring verringert, wenn der Unternehmens- zusammenschluss bereits am 1. Januar 2006 vollzogen worden wäre. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der über- nommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der tele. ring sowie deren Buchwerte unmittelbar vor dem Unternehmenszusam- menschluss sind in der folgenden Tabelle dargestellt: in Mio. € tele.ring-Gruppe* Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Buchwerte unmittelbar vor Unternehmens- zusammenschluss Vermögenswerte 785 666 Kurzfristige Vermögenswerte 199 119 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23 23 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 85 0 Übrige Vermögenswerte 91 96 Langfristige Vermögenswerte 586 547 Immaterielle Vermögenswerte 461 230 Sachanlagen 118 304 Übrige Vermögenswerte 7 13 Schulden 138 145 Kurzfristige Schulden 106 99 Finanzielle Verbindlichkeiten 17 17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 47 47 Übrige Schulden 42 35 Langfristige Schulden 32 46 Finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 Übrige Schulden 32 46 * Werte ohne Goodwill. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge von 0,9 Mrd. € wurden nicht aktiviert, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen war. Am 6. Juni 2006 wurde die Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG im Handelsregister eingetragen. Damit wurde die Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG wirksam. Im Rahmen der Verschmelzung hat die Deutsche Telekom 9,86% der verbleibenden Anteile an der T-Online durch die Aus- gabe von 62,7 Mio. neuen T-Aktien hinzuerworben. Aus dieser Transaktion entstand ein Goodwill von 0,2 Mrd. €. 122|123 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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