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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahr- scheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirk- samen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert diese nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cash-Flow Hedge. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungs- rücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungs- instruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögens- wert bzw. die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Perioden- ergebnis beeinflusst. Die Deutsche Telekom hat sich somit bei der Absiche- rung von geplanten Transaktionen mit Entstehung von nicht finanziellen Bilanzpositionen gegen das Wahlrecht zur Anpassung des Erstbuchwerts (Basis Adjustment) entschieden. Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wert- änderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgs- wirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Siche- rungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungs- instrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlich- keiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absiche- rungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umge- hend aufgelöst. Die Deutsche Telekom führt auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanage- ments effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absiche- rung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom ebenfalls kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Aktienoptionen (aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente) werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst. Ausübungsbedingungen, die nicht an Marktverhältnisse gebunden sind, werden in den Annahmen zur Anzahl von Optionen berücksichtigt, für die eine Ausübung erwartet wird. Die Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich werden als Verbindlichkeit ange- setzt und am Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Aufwendungen werden über den Erdienungszeitraum erfasst. Der beizu- legende Zeitwert wird sowohl bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente als auch bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich mit international anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z.B. dem Black-Scholes-Modell oder dem Monte-Carlo-Modell. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäfts- tätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden zeitraum- bezogen nach dem Realisationsprinzip erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt, es sei denn, sie sind Teil eines Mehrkomponentenvertrags; in diesem Fall sind sie Bestandteil des vom Kunden zu entrichtenden Ent- gelts für das Mehrkomponentengeschäft. Kosten der Bereitstellung und mit der Gewinnung von Kunden verbundene Kosten werden bis zu dem Betrag der abgegrenzten Bereitstellungsentgelte abgegrenzt und über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer erfasst. Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Umsatzerfassung für jede der identifizierten Komponenten gesondert zu bestimmen. Für die Bilanzierung von Mehrkomponentenverträgen, die nach dem 1. Januar 2003 abge- schlossen wurden, werden gemäß IAS 8.12 die Bilanzierungsgrundsätze der Emerging Issues Task Force Issue Nr. 00-21, „Accounting for Revenue Arrangements with Multiple Deliverables“ (Bilanzierung von Mehrkompo- nentenverträgen) (EITF 00-21), angewendet. EITF 00-21 verlangt grundsätz- lich, dass Vereinbarungen, die die Lieferung von gebündelten Produkten bzw. die Erbringung von gebündelten Dienstleistungen enthalten, in ein- zelne Bewertungseinheiten (Komponenten) zu trennen sind, wobei für jede 132|133 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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