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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Umsatzerlöse aus Computing & Desktop Services werden mit Bereitstellung der Leistung unter Anwendung eines sog. „Proportional Performance“- Modells erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatz- erlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienst- leistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. verkaufsartigen Miet- und Leasinggeschäften werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst. Umsatzerlöse aus Vermietungen sowie Mieten und Leasingraten werden linear über den Mietzeitraum erfasst. Umsatzerlöse aus Systemintegrationsverträgen, die die Lieferung spezifisch entwickelter Produkte erfordern, werden grundsätzlich nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads erfasst, der anhand des Verhältnisses der bisher angefallenen Projektkosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten bestimmt wird, wobei die Schätzungen über die Vertragslaufzeit regelmäßig geprüft werden. Bei Verträgen auf Basis von Meilensteinplänen werden Umsatzerlöse erst dann erfasst, wenn die Dienstleistungen für den jewei- ligen Meilenstein erbracht und vom Kunden abgenommen wurden und die abrechnungsfähigen Beträge nicht von der Erbringung weiterer Dienst- leistungen abhängen. „Telecommunications (TK) Services“ umfassen „Network Services“ sowie „Hosting & ASP-Services“. Verträge für „Network Services“, die aus der Errichtung und dem Betrieb von Kommunikationsnetzen für Kunden be- stehen, haben eine durchschnittliche Laufzeit von ca. drei Jahren. Bereit- stellungsentgelte und die zugehörigen Kosten werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Sprachdiensten und Datendiensten werden im Rahmen solcher Verträge realisiert, sobald sie vom Kunden in Anspruch genommen werden. Wenn eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird dieses Leasingver- hältnis gemäß IFRIC 4 und IAS 17 getrennt bilanziert. Umsatzerlöse aus „Hosting & ASP-Services“ werden mit Bereitstellung der Leistungen erfasst. Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Die Steuerver- bindlichkeiten/-forderungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen/ Ansprüche für in- und ausländische Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/Ansprüche aus Vor- jahren. Die Verbindlichkeiten/Forderungen werden auf Basis der steuer- lichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet und berücksichtigen alle uns bekannten Sachverhalte. Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden gebildet bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, außer wenn der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Außerdem werden keine latenten Steuern ange- setzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Rahmen eines Geschäftsvorfalls resultieren, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt, und wenn dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrecht- liche Ergebnis beeinflusst wird. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuer- lichen Vorschriften herangezogen. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2008 die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen nach IAS 8 geändert. Diese werden nun im Einklang mit den Regelungen der Interpretation IFRIC 12 „Service Concession Arrangements“ bilanziert. Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen sind Vereinbarungen, bei denen eine Regierung oder eine andere öffentlich-rechtliche Institution als Kon- zessionsgeber Aufträge für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen an private Unternehmen als Konzessionsnehmer vergibt. Je nach Art der Gegenleistung, die der Konzessionsnehmer vom Konzessionsgeber erhält, erfasst der Konzessionsnehmer einen finanziellen oder einen immateriellen Vermögenswert. Ein finanzieller Vermögenswert ist anzusetzen, wenn ein unbedingtes vertragliches Recht des Konzessionsnehmers besteht, Zah- lungsmittel oder sonstige finanzielle Vermögenswerte vom Konzessions- geber zu erhalten. Sofern die Gegenleistung des Konzessionsgebers hingegen in der Gewährung eines Rechts auf die Erhebung von Gebühren von Nutzern besteht, welches kein unbedingtes Recht auf den Erhalt von Zahlungen darstellt, ist ein immaterieller Vermögenswert anzusetzen. In Abhängigkeit von vertraglichen Vereinbarungen ist auch der Ansatz sowohl eines finanziellen als auch eines immateriellen Vermögenswerts möglich. Für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom ist diese Bilanzierungs- und Bewertungsänderung für die Aktivitäten der Toll Collect- Gruppe relevant. Toll Collect ist ein Gemeinschaftsunternehmen und wird im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. 134|135 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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