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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Unter den finanziellen Vermögenswerten werden Minderheitsanteile an ausländischen Telekommunikationsanbietern ausgewiesen, die hauptsäch- lich in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und Datenkommuni- kation tätig sind. Einige dieser Unternehmen sind an öffentlichen Märkten notiert und von stark schwankenden Aktienkursen gekennzeichnet. Wenn der Buchwert einer Beteiligung den Barwert ihrer geschätzten künftigen Cash-Flows übersteigt, ist grundsätzlich ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten künftigen Cash- Flows sowie die Einschätzung, ob die Wertminderung nicht nur vorüber- gehend eingetreten ist, sind von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf der Einschätzung der künftigen Entwicklungsaussichten der Beteiligungsgesellschaft durch das Manage- ment. Zur Ermittlung von Wertminderungen werden, soweit verfügbar, Börsenkurse bzw. andere Bewertungsparameter auf der Grundlage von Informationen der Beteiligungsgesellschaft verwendet. Bei der Feststellung, ob eine Wertminderung nicht nur vorübergehender Natur ist, wird die Fähigkeit und Absicht beurteilt, die Anteile an der Beteiligungsgesellschaft über einen vertretbaren Zeitraum zu halten, der ausreichend ist, um den beizulegenden Zeitwert bis zur Höhe des Buchwerts (oder darüber hinaus) zu realisieren. Dies schließt auch eine Beurteilung von Faktoren wie bei- spielsweise der Dauer sowie der Höhe der Differenz des Buchwerts über dem Marktwert, den vorhergesagten künftigen Ergebnissen der Beteiligungs- gesellschaft, dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld sowie der Branchen- situation ein. Künftige nachteilige Veränderungen der Marktbedingungen, insbesondere ein Abschwung in der Telekommunikationsbranche oder schlechte operative Ergebnisse von Beteiligungsunternehmen, könnten zu Verlusten führen oder eine Realisierung des Buchwerts der Beteiligun- gen unmöglich machen, was unter Umständen nicht im aktuellen Buch- wert einer Beteiligung berücksichtigt ist. Dies könnte zu Wertminderungs- aufwendungen führen, was sich nachteilig auf die künftige Ertragslage auswirken könnte. Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forde- rungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungs- unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichti- gungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forde- rungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forde- rungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. Ertragsteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differen- zen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsäch- licher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdik- tion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei ggf. gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortrags- periode zu berücksichtigen sind. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen, Verlustvortragsperioden, Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern – entsprechend der ursprünglichen Bildung – erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgs- neutral zu aktivieren. Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeit- nehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Zinssatzes, der Lebens- erwartung und ggf. der erwarteten Erträge aus Planvermögen beruhen. Die Schätzungen der erwarteten Erträge aus Planvermögen haben nur begrenzte Auswirkungen auf die Aufwendungen für Altersversorgung. Weitere wichtige Annahmen in Bezug auf die Aufwendungen für Alters- versorgung basieren zum Teil auf versicherungsmathematischen Bewer- tungen, die auf Annahmen wie den zur Berechnung der Höhe unserer Pensionsverpflichtung verwendeten Zinssätzen beruhen. Unsere Annahmen in Bezug auf die erwarteten Erträge aus Planvermögen werden unter Berücksichtigung langfristiger historischer Renditen in der Vergangenheit, der Anlagestrategie sowie von Schätzungen langfristiger Anlageerträge auf einheitlicher Basis getroffen. Falls weitere Änderungen der Annahmen in Bezug auf Zinssätze oder die erwarteten Erträge aus Planvermögen erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben. 136|137 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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