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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom ver- pflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Post- bank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungs- beiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Bar- werts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwen- det sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheits- kosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rück- stellung mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegen- den Annahmen erheblich ändern. Ansatz und Bewertung der Rückstellungen und der Höhe der Eventual- schulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schieds- gerichts- oder staatlichen Verfahren bzw. sonstiger Eventualschulden sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Für Verbindlichkeiten werden Rück- stellungen gebildet, wenn Verluste aus schwebenden Geschäften drohen, ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt wer- den kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermitt- lung von Rückstellungen für Steuern, Umweltverbindlichkeiten und Rechts- risiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Infor- mationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie beispielsweise Versiche- rungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. Umsatzrealisierung. Einmalige Bereitstellungsentgelte. Die operativen Segmente Mobilfunk Europa, Mobilfunk USA und Breitband/Festnetz erhalten von Neukunden Entgelte für die erstmalige Bereitstellung und die Freischaltung ihres Anschlusses. Diese Entgelte (sowie die zugehörigen direkt zurechenbaren externen Kosten) werden abgegrenzt und über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehung basiert auf der historischen Kunden-Fluktua- tionsrate. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für nachfolgende Perioden ergeben. Serviceverträge. Ein Teil des Geschäftsvolumens des operativen Segments Geschäftskunden bezieht sich auf langfristige Verträge mit Kunden. Bei diesen Verträgen werden die Umsätze nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Die Bestimmung des Leistungsfortschritts ist zu schätzen. In Abhängigkeit von der zur Feststellung des Leistungsfortschritts verwendeten Methode enthalten diese Schätzungen ggf. die gesamten Auftragskosten, die rest- lichen Kosten bis zur Fertigstellung, die gesamten Auftragserlöse, Auftrags- risiken und sonstige Beurteilungen. Sämtliche Schätzungen, die im Zu- sammenhang mit solchen langfristigen Aufträgen vorgenommen werden, werden von uns regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Mehrkomponentenverträge. Für die Bilanzierung von Mehrkomponenten- verträgen sind gemäß IAS 8.12 die Bilanzierungsgrundsätze der Emerging Issues Task Force Issue Nr. 00-21 angewendet worden. EITF 00-21 ver- langt, dass Vereinbarungen, die die Lieferung von gebündelten Produkten bzw. die Erbringung von gebündelten Dienstleistungen beinhalten, in ein- zelne Bewertungseinheiten zu trennen sind, wobei für jede Bewertungs- einheit ein gesonderter Erlösprozess zu bestimmen ist. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen beizulegenden Zeitwerte auf die verschiedenen Bewertungseinheiten aufgeteilt (d.h. der beizulegende Zeitwert jeder einzelnen Bewertungsein- heit im Verhältnis zum gesamten beizulegenden Zeitwert der gebündelten Leistungen). Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte ist komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Änderun- gen der Schätzungen dieser anteiligen beizulegenden Zeitwerte können die Aufteilung des Preises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Bewertungseinheiten erheblich beeinflussen und sich daher auf die künftige Ertragslage auswirken.

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