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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

29 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Die betriebliche Altersversorgung betreffend kann grundsätzlich zwischen leistungs- und beitragsorientierten Versorgungssystemen differenziert werden. Leistungsorientierte Versorgungszusagen. Die Versorgungsverpflichtungen des Konzerns gegenüber nicht beamteten Arbeitnehmern beruhen auf unmittelbaren und auf mittelbaren Versorgungs- zusagen; darüber hinaus bestehen Verpflichtungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes. Die mittelbaren Versorgungszusagen der Deutschen Telekom wurden den Beschäftigten über die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und über den Deutschen Telekom Betriebs- renten-Service e.V. (DTBS) gegeben. Die VAP erbringt Altersversorgungsleistungen an Rentner, die bei der Deutschen Telekom beschäftigt waren. Die VAP-Leistungen, die die Renten- bezüge aus der gesetzlichen Altersversorgung bis zu der nach der Renten- formel festgelegten Höhe aufstocken, werden grundsätzlich auf Basis der Bezüge der Mitarbeiter zu bestimmten Zeiten ihrer Beschäftigung berechnet. Für die in der Vergangenheit erworbenen Ansprüche auf VAP-Leistungen haben die Tarifparteien im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 1997 eine Besitzstandsregelung vereinbart. Danach werden die Ansprüche von Rentnern und rentennahen Jahrgängen unver- ändert fortgeführt. Bei jüngeren Anwärtern wurden die Ansprüche abhängig von der bisherigen Versicherungsdauer in eine Initialgutschrift auf ein vom Arbeitgeber geführtes Kapitalkonto umgerechnet. Die Deutsche Telekom leistet jährliche Gutschriften auf dieses Konto; im Versorgungsfall wird der erreichte Kontostand als Einmalbetrag bzw. in Raten ausgezahlt oder in eine Rente umgewandelt. Sofern diese Beschäftigten das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten und weniger als zehn Versicherungsjahre auf- wiesen, bestehen ihre Versorgungsansprüche unmittelbar gegenüber der Deutschen Telekom. Für die Abwicklung der übrigen Zusagen wurde der DTBS gegründet. Durch Tarifvertrag wurde im Jahr 2000 eine verpflichtungsneutrale Neu- regelung der VAP-Leistungen vereinbart. Der Teilbestand der Rentner, der in den Geltungsbereich dieses Tarifvertrags fällt, erhält seine Altersver- sorgungsleistungen seit November 2000 nicht mehr von der VAP als mittel- barem Versorgungsträger, sondern unmittelbar und mit Rechtsanspruch von der Deutschen Telekom. Die Verpflichtungen der VAP ruhen insoweit (Parallelverpflichtung). Der in der VAP verbleibende Rentnerbestand erhält seine Leistungen weiterhin direkt von der VAP als Versorgungsträger. In geringem Umfang werden der Deutschen Telekom weitere Verpflichtungen und entsprechende Vermögensteile nach dem Geschäftsplan der VAP anteilig zugerechnet. Durch die VAP-Satzungsänderung im Jahr 2004 wurde für Renten gemäß VAP-Satzung die künftige jährliche Anpassung in Prozentpunkten festgelegt. Durch die Harmonisierung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2005 im Deutsche Telekom Konzern werden Verpflichtungen (im Wesentlichen zum 1. Oktober 2005 bestehende Arbeitsverhältnisse in der Deutschen Telekom AG), die bisher über den DTBS abgewickelt wurden, seit Oktober 2005 unmittelbar und mit Rechtsanspruch der Arbeitnehmer direkt durch die Deutsche Telekom AG erfüllt. Leistungen aus anderen, direkten Pensionszusagen werden grundsätzlich auf Basis der Gehaltshöhe und der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit festgelegt; auch diese Anwartschaften bestimmen sich in der Regel nach Gutschriften, die die Deutsche Telekom auf die von ihr geführten Kapital- konten leistet. Herleitung der Pensionsrückstellungen (Defined Benefit Liability/Defined Benefit Asset): in Mio. € 31.12.2008 31.12.2007 Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 1 270 1 368 Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) (952) (986) Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 318 382 Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 4 831 4 959 Unrealisierter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (Unrecognized Past Service Cost) (8) (3) Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19.54 (Defined Benefit Liability (+)/Defined Benefit Asset (–)) 5 141 5 338 Zusätzliche Rückstellung aufgrund von Mindestdotierungsanforderungen 3 0 Pensionsrückstellungen netto (Defined Benefit Liability (+)/Defined Benefit Asset (–)) 5 144 5 338 162|163 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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