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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

41 Angaben zu Leasingverhältnissen. Die Deutsche Telekom als Leasingnehmer. Finanzierungs-Leasingverhältnisse. Sofern die Deutsche Telekom die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasingverhältnis trägt, setzt sie die Leasinggegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing- verhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasinggegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude. Die Ver- tragslaufzeit umfasst dabei üblicherweise bis zu 25 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen eines Finanzierungsleasings aktivierten Leasinggegenstände können der folgenden Darstellung ent- nommen werden: in Mio. € 31.12.2008 davon: Sale and Leaseback 31.12.2007 davon: Sale and Leaseback Grundstücke und Gebäude 1 116 649 1 207 692 Technische Anlagen und Maschinen 57 – 102 – Sonstiges 24 1 35 2 Nettobuchwert der aktivierten Leasinggegenstände 1 197 650 1 344 694 Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasinggegenstands zugleich eine Leasingverbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasingver- bindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. – Garantie von Bankkrediten. Die Deutsche Telekom AG garantiert gegen- über Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 230 Mio. € Bankkredite, die der Toll Collect GmbH gewährt werden; dieser Betrag entspricht dem 50-prozentigen Anteil der Deutschen Telekom AG an der durch die Gesellschafter garantierten Fremdfinanzierung der Toll Collect GmbH. – Kapitalintakthalteerklärung. Die Konsortialpartner haben die Verpflich- tung, gesamt- und einzelschuldnerisch, weiteres Eigenkapital der Toll Collect GmbH bereitzustellen, um eine Eigenkapitalquote von mindestens 15% (des nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufge- stellten Einzelabschlusses) zu gewährleisten (sog. „Kapitalintakthalte- erklärung“). Diese Verpflichtung endet mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2015 oder früher, falls der Betreibervertrag vorzeitig gekündigt werden sollte. Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monat- lichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 Mio. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen. Die Risiken und Verpflichtungen von Cofiroute sind auf den Betrag von 70 Mio. € beschränkt. Die Deutsche Telekom AG und Daimler Financial Services AG sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen. Die Deutsche Telekom hält die Ansprüche der Bundesrepublik Deutschland für unbegründet. Darüber hinaus kann die Höhe einer möglichen Inan- spruchnahme aus der Kapitalintakthalteerklärung oder aus der beschriebe- nen Schiedsklage, welche wesentlich sein könnten, aufgrund der oben beschriebenen Unsicherheiten nicht eingeschätzt werden. Sonderzahlung Beamte. Im November 2004 hat die Bundesrepublik Deutschland das Erste Gesetz zur Änderung des Postpersonalrechts- gesetzes (PostPersRG) verabschiedet, welches die Notwendigkeit für die Deutsche Telekom und andere private Unternehmen beseitigt hat, den beschäftigten Beamten eine jährliche Sonderzahlung nach dem Bundes- sonderzahlungsgesetz zu zahlen. Dieses Gesetz wurde in verschiedenen gerichtlichen Instanzen geprüft. Im Dezember 2008 hat das Bundes- verwaltungsgericht entschieden, die Frage der Verfassungsmäßigkeit von § 10 PostPersRG dem Bundesverfassungsgericht zur Normenkontrolle gemäß Art. 100 Grundgesetz vorzulegen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Vorlage an das Bundesverfassungsgericht noch nicht schriftlich abgefasst. Wann das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung bekannt gibt, ist daher unsicher. Sollte entschieden werden, dass allen Beamten, die in den Jahren 2004 bis 2008 bei der Deutschen Telekom beschäftigt sind bzw. waren, das Recht auf eine Sonderzahlung für die betreffenden Jahre zusteht, dann könnte dies zu einem Aufwand bis zu 0,2 Mrd. € führen. 180|181 Der Konzernabschluss Konzern-Anhang

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