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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko der Deutschen Telekom aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzern- unternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich Zahlungen an internationale Telekommu- nikations-Gesellschaften (Carrier) für die Bereitstellung von Anschluss- leistungen in Verbindung mit internationalen Anrufen inländischer Telekom Kunden, Zahlungen für die Beschaffung von Mobilfunkgeräten und Zah- lungen für internationales Roaming. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom Devisenderivate oder Devisenoptionen ein, um diese Zahlungen bis maximal ein Jahr im Voraus zu sichern. Die Deutsche Telekom war auf- grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesent- lichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risiko- variablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unbe- rücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forde- rungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingver- hältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanz- instrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigen- kapitalwirkung verbunden. Zins-/Währungsswaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen. Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisen- derivate, die in eine wirksame Cash-Flow-Hedge-Beziehung zur Absiche- rung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 einge- bunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigen- kapital und auf den Fair Value dieser Sicherungsgeschäfte. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungs- beziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirk- samen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das Sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) aus. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2008 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der Fair Value der Sicherungsgeschäfte um 45 Mio. € niedriger (höher) (31. Dezember 2007: 82 Mio. € niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisaus- wirkung von – 45 Mio. € ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssen- sitivitäten EUR/USD: –31 Mio. €; EUR/GBP: –14 Mio. €.

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