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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Um dem Bedarf an schnellen Internetverbindungen nachzukommen, ver- sorgte die Deutsche Telekom im Berichtsjahr 2008 eine wachsende Zahl von Städten mit ADSL2+ und dem noch schnelleren VDSL. Neben dem VDSL-Ausbau in 50 Städten arbeitet die Deutsche Telekom mit den Kommunen zusammen, um eine verbesserte DSL-Versorgung in länd- lichen Gebieten zu ermöglichen – wenn es im Rahmen einer Kooperation wirtschaftlich sinnvoll ist. Allein 2008 wurden mit rund 300 Gemeinden Kooperationen für einen DSL-Ausbau vereinbart. Hinzu kommen 100 Kommunen, in denen die Breitbandversorgung ohne Eigenleistung der Gemeinden möglich war. Insgesamt kann die Deutsche Telekom rund 96% der Haushalte mit DSL-Anschlüssen versorgen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um zwei Prozentpunkte. Seit Juli 2007 bietet „Congstar“ bundesweit breitbandige individuell zusammenstellbare Internetzugänge (DSL) und Mobilfunk ohne Mindestvertragslaufzeit aus einer Hand. Seit August 2008 bietet das Unternehmen auch Komplett- anschlüsse aus Telefon und Internetzugang im Portfolio. Besonders erfolg- reich waren die Prepaid-Produkte im Mobilfunk, die mehrfach ausge- zeichnet wurden. Congstar selbst wurde als Unternehmen von den Lesern der Zeitschrift „connect“ als „Mobilfunk-Discounter des Jahres 2008“ ausgezeichnet. Auch im Ausland ist das Wachstum im Breitbandmarkt ungebrochen. Hier ist das operative Segment Breitband/Festnetz über die Auslandsbeteili- gungen der Deutschen Telekom in den mittel- und osteuropäischen Märkten aktiv. Trotz des Wettbewerbsdrucks im Festnetzbereich erzielten die mittel- und osteuropäischen Mehrheitsbeteiligungen mit ihren Breitbandangeboten zweistellige Wachstumsraten. Auch in Mittel- und Osteuropa findet das Thema Triple-Play immer mehr Freunde. Bei den Tochtergesellschaften in Kroatien, der Slowakei, Ungarn, Mazedonien und Montenegro waren es insgesamt zum Berichtsjahresende über 220 000 Kunden. In Ungarn plant die Magyar Telekom den Ausbau des Zugangsnetzes der neuen Generation zum Anschluss von 1,2 Mio. Haushalten. Die Magyar Telekom beabsichtigt, rund 780 000 Haushalte mit einem FTTH-Netz (Fibre to the home) zu versorgen und weitere 380 000 Haushalte aufzurüsten. Das neue Netz bietet eine höhere Bandbreite von bis zu 100 Megabit pro Sekunde und eine verbesserte Kosteneffizienz. In der Slowakei konnte die Slovak Telekom ihre Führungsposition auf dem Breitband-Internet-Markt unter den harten Wettbewerbsbedingungen behaupten. Als größter Pro- vider von IPTV Services in der Slowakei ist die Slovak Telekom in der Lage, Hochgeschwindigkeitsanschlüsse mit hoher Verfügbarkeit an der Basis des optischen Zugangsnetzes für mehr als 133 000 Haushalte bereitzustellen. Entsprechend der Strategie des weiteren Ausbaus der Breitband-Internet- Versorgung in der Slowakei plant die Slovak Telekom, etwa 250 000 Haus- halten die Nutzung aller Services über die optische Infrastruktur zu ermög- lichen. Die kroatische Tochtergesellschaft T-Hrvatski Telekom beabsich- tigt im Rahmen ihrer Netzwerkstrategie, eine Migration auf eine einzige IP-basierte Plattform vorzunehmen, um das Leistungsangebot erweitern und die Effizienz steigern zu können. Der Zeitrahmen für diese Migration hängt hauptsächlich davon ab, wie sich die Breitband-Penetration in den nächsten Jahren entwickelt. Neue zukunftsweisende Projekte für Geschäfts- und Großkunden. Bei Großkunden steigt die Nachfrage nach effizienten Systemlösungen auf Basis von IP-Infrastrukturen rasant. Das operative Segment Geschäfts- kunden partizipiert über T-Systems an dieser Entwicklung und bietet seinen Kunden ein integriertes Service-Angebot aus netzzentrierter Informations- und Kommunikationstechnik (ICT). Zentrales Element der Strategie ist die kombinierte Bereitstellung von IT- und TK-Leistungen mit einer durch- gehenden end-to-end Servicegarantie. Ziel ist es, einer der wichtigsten globalen ICT-Dienstleister zu werden, wobei T-Systems bereits heute führend in Kernmärkten wie Deutschland, Österreich und der Schweiz ist. Ein Beispiel für den Erfolg dieser Strategie ist der geschlossene Outsour- cing-Vertrag mit Royal Dutch Shell. T-Systems übernimmt für fünf Jahre den Betrieb der globalen Rechen- und Speicherzentren von Shell in Europa, Nordamerika und Asien. Außerdem gelang es dem ICT-Dienstleister, das länderübergreifende Geschäft mit Kunden im Ausland auszuweiten. Dafür stehen u.a. Verträge mit Airbus zum Aufbau und Betrieb eines Hochleistungsnetzes in Asien sowie mit Bosch über eine neue Netzinfrastruktur, die mehr als 200 Stand- orte in der Asien-Pazifik-Region sowie Rechenzentren in Amerika und Europa verbindet. Insgesamt bestätigen diese Erfolge die im Vorjahr ein- geleitete internationale Strategie von T-Systems, sich auf netzzentrierte ICT-Dienstleistungen für Großkunden aus den westeuropäischen Kern- märkten zu konzentrieren und deren weltweite Anforderungen nach inte- grierten Lösungen aus IT und TK zu decken. Auch in Deutschland konnten einige zukunftsweisende Verträge geschlossen werden. So installiert T-Systems das neue Händler-Management-System (incadea.engine®) für BMW-Händler und Automobilhandelsgruppen. Das System unterstützt die Geschäftsprozesse der Autohäuser in den Bereichen Verkauf, Service, Teilevertrieb, Lagerhaltung, Finanzbuchhaltung und Zeit- wirtschaft. Auch im Bereich der öffentlichen Hand konnte T-Systems seine Position erneut ausbauen. Das Bundesinnenministerium hat T-Systems einen Auftrag im Bereich „Einheitliche Behördenrufnummer 115“ erteilt. Die Rufnummer 115 wird Bürgerinnen und Bürgern künftig bundesweit einen einheitlichen telefonischen Zugang zur Verwaltung bieten. Und mit der De-Mail testen das Bundesinnenministerium und T-Systems ab Mitte 2009 gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Anwendern ein zukunfts- trächtiges Kommunikationsmittel. Mit De-Mail soll Deutschland ab 2010 international zu den Vorreitern der vertrauenswürdigen und rechtsverbind- lichen Internetkommunikation gehören.

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