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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Konzernsteuerung. Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns erfolgt mit Hilfe eines Kennzahlensystems, das auf wenigen, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungs- feld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Flexibilität, in dem sich der Konzern bei der Verfolgung seines Primärziels „Konzentrieren und gezielt wachsen“ bewegt: Die Entwicklung des Umsatzes ist die Ausgangsbasis nahezu jeder unter- nehmerischen Erfolgsrechnung. Sie trägt dem Gedanken des substanziellen Wachstums Rechnung. Eine weitere wichtige Erfolgsgröße ist das EBITDA, das dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- werte und Sachanlagen entspricht. Mit der EBITDA-Entwicklung misst der Konzern die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der ein- zelnen Geschäftsbereiche. Neben dem EBITDA verwendet der Konzern die EBITDA-Marge als Kennzahl, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz darstellt. Diese relative Größe lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. a Die Kennzahl „Relative Verschuldung“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zu dem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA; nähere Informationen im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. b Die Kennzahl „Gearing“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum Eigenkapital; nähere Informationen im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. c Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA; nähere Informationen im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Wachstum Umsatz, Bereinigtes EBITDAc Finanzielle Flexibilität EVA®, Kapitalrendite Rentabilität Relative Verschuldunga, Gearingb Die Orientierung an der finanziellen Flexibilität stellt sicher, dass auch in Zukunft die Fähigkeit zur Tilgung der Schulden und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben. Um die finanzielle Flexibilität zu messen, dienen im Wesentlichen die Kennzahlen „Gearing“ und „Relative Verschul- dung“. Ein Bestandteil der Kennzahlen sind die Netto-Finanzverbindlich- keiten, die die Deutsche Telekom als eine wichtige Kenngröße im Dialog mit Investoren, Analysten und Ratingagenturen verwendet. Um die Rentabilität der Geschäftsentwicklung zu messen, nutzt der Konzern die Kapitalrendite als relative Kenngröße und den Economic Value Added (EVA®) als wertorientierte Kennzahl. Die Kapitalrendite gibt an, welches Ergebnis ein Unternehmen im Verhältnis zum dafür eingesetzten Vermögen erwirtschaftet. Zur Ermittlung der Kapital- rendite wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und Steuern (entspricht dem Net Operating Profit After Taxes; NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (entspricht den Net Operating Assets; NOA) gesetzt. Ziel der Deutschen Telekom ist es, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu übertreffen (Superior Shareholder Return). Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapital- kostensatz. Diesen ermittelt der Deutsche Telekom Konzern als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital; WACC). Die Eigenkapitalkosten entsprechen der Rendite, die ein Investor bei einer Anlage mit äquivalentem Risiko am Kapital- markt erwartet. Die Fremdkapitalkosten ermittelt die Deutsche Telekom auf Basis der Finanzierungskonditionen am Fremdkapitalmarkt. Dabei wird berücksichtigt, dass Fremdkapitalzinsen steuerlich abzugsfähig sind. Den EVA® nutzt die Deutsche Telekom zum einen als zentrale wertorientierte Steuerungsgröße, um die absoluten Wertbeiträge der operativen Einheiten zu messen. Zum anderen ist diese Kennzahl grundsätzlich der wesentliche Maßstab für die Ausrichtung aller operativen Maßnahmen auf die Steige- rung des Konzernwerts. Damit setzt die wertorientierte Steuerung den Anspruch des Konzerns auf Wachstum in wertschaffenden Geschäftsfeldern bis in die operativen Einheiten um. 60|61 Der Konzernlagebericht Konzernstrategie und Konzernsteuerung

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