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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Weltwirtschaft verzeichnet seit dem Frühjahr 2008 eine deutliche Ab- kühlung des Konjunkturklimas. Der Abschwung verstärkte sich im zweiten Halbjahr 2008 weltweit. In der ersten Hälfte des Jahres 2008 belastete vor allem der Inflationsschub durch die Rohstoffpreise die Weltwirtschaft, in der zweiten Jahreshälfte 2008 wirkte sich vor allem die Immobilien- und Finanzmarktkrise deutlich negativ auf die Weltkonjunktur aus. Beeinflusst von der Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte senkten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute im Oktober 2008 in ihrer „Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2008“ ihre Erwartungen für den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für 2008 in Deutschland auf 1,8%. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) setzte seine Prognose für die Entwick- lung der Weltwirtschaft im Berichtsjahr auf ein Wachstum von 3,9 % zurück. Das Statistische Bundesamt teilte Anfang Januar 2009 in einer ersten Schätzung mit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2008 in Deutschland nur noch um 1,3% gestiegen ist. Der Inflationsdruck ging aufgrund der in den letzten Monaten deutlich nachgebenden Rohstoffpreise zurück. Die Hauptrisiken für die Weltwirt- schaft sind das Ausmaß und die Dauer der Finanzmarktkrise bzw. deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft sowie die Konsum- und Investitions- neigung. Telekommunikationsmarkt. Im Jahresdurchschnitt 2008 lagen die Preise für Telekommunikations- dienstleistungen (Festnetz/Internet und Mobilfunk) aus Sicht der privaten Haushalte nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts in Deutschland um 3,3% unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2007 hatte der entspre- chende Preisrückgang zum Vorjahr nur 0,3% betragen; allerdings hatte die Umsatzsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 das Ergebnis beeinflusst. Im Jahr 2008 ging der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz/ Internet in Deutschland gegenüber dem Jahr 2007 um 3,4% zurück. Der wesentliche Grund war der Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate). Das Mobil- telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2008 im Vergleich zum Jahr 2007 um 2,3%. Eine aktuelle Studie eines Branchenverbands über die Entwicklung des deutschen Telekommunikationsmarkts geht für das Jahr 2008 von einem weiterhin rückläufigen Gesamtmarkt aus. Die Umsätze mit Telekommunika- tionsdienstleistungen in Deutschland werden sich demnach im Jahr 2008 Wirtschaftliches Umfeld. Weltwirtschaft verzeichnet deutliche Abkühlung // Mobilfunk bleibt trotz sinkender Preise Wachstumstreiber // Breitbandmarkt in Deutschland wächst schwächer // Starker Wettbewerb im Geschäftskundenmarkt auf rund 60,6 Mrd. € belaufen. Dies entspricht einem Rückgang gegen- über 2007 um 4,1%, der in erster Linie auf den wettbewerbsbedingten Preis- verfall sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zurückzuführen ist. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sieht aktuell geringere Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Telekommunikationsbranche. Auch der Bundesverband Informations- wirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) sieht nach einer Umfrage im Oktober 2008 bislang geringe Auswirkungen der Finanz- marktkrise auf den deutschen IT- und TK-Markt. Mobilfunkmarkt. Das weltweite Wachstum im Mobilfunkgeschäft setzte sich im Jahr 2008 fort. In den weitgehend gesättigten Märkten Westeuropas ließ das Wachstum hingegen weiter nach (Basis: letzte veröffentlichte Wettbewerbsdaten zum Ende des dritten Quartals 2008). Der anhaltende Preiskampf und regulierungsbedingte Preissenkungen beeinflussten die Umsätze in zahlreichen Märkten, in denen T-Mobile vertreten ist. Bezogen auf den Umsatz schrumpften die Märkte in Deutschland und Österreich im Vergleich zum Vorjahr. Südosteuropa verzeichnete in Summe zwar weiter Kunden- und Umsatzzuwächse, jedoch konnte – aufgrund des intensiven Wettbewerbs – nur T-Mobile Hungary den Umsatzmarktanteil weiter aus- bauen. T-Mobile Netherlands konnte durch die Akquisition von Orange Nederland Marktposition und Marktanteil stark verbessern. Wettbewerbs- hebel auf den Mobilfunkmärkten sind Preise, Vertragsoptionen, Anwen- dungen, Netzabdeckung und Servicequalität. Ferner verstärkt sich auf europäischer Ebene der Mobilfunkwettbewerb auch durch die Einführung europaweiter Dienste. Mit der fortschreitenden Marktsättigung konzentrieren sich die Anbieter zunehmend darauf, ihre Kundenbindung zu stärken. In den USA steht T-Mobile im Wettbewerb mit drei großen nationalen Anbie- tern: Verizon Wireless, AT&T und Sprint Nextel. Jeder dieser Konkurrenten verfügt über eine deutlich größere nationale Kundenbasis. Trotz des schwie- rigeren Marktumfelds wuchs das operative Segment Mobilfunk USA auch 2008 wieder stark. T-Mobile USA baute den Marktanteil erneut weiter aus. Auf den Mobilfunkmärkten konkurrieren im Wesentlichen drei Anbieter- gruppen um die Kunden: Netzbetreiber, Wiederverkäufer und Gesellschaf- ten, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO). Voraussetzung für den Betrieb von Mobilfunknetzen und damit für das Angebot von Mobilfunkleistungen sind Lizenzen zur Nutzung von Frequenzspektren. Diese Lizenzen vergeben jeweils Behörden. Während dies in Europa üblicherweise über eine nationale Instanz erfolgt, gibt es in den USA eine große Anzahl von Lizenzgebieten, bis herunter auf die Ebene der einzelnen Bundesstaaten oder kleiner. Die Zahl der vergebenen Lizenzen beschränkt die Zahl der Netzwerkbetreiber im jeweiligen Markt.

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