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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Das bereinigte EBITDA des operativen Segments Breitband/Festnetz lag bei 7,4 Mrd. € und sank somit um 0,3 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr. Die negative Umsatzentwicklung im In- und Ausland ließ sich durch Senkung der umsatzabhängigen Kosten, geringere Marktinvestitionen und Effizienz- steigerungen sowie insgesamt positive Konsolidierungskreiseffekte nicht vollständig kompensieren. Im Inland wurde im Berichtsjahr ein bereinigtes EBITDA von 6,5 Mrd. € erzielt, was einem Rückgang von 4,9% entspricht. Die Einsparungen u.a. umsatzvariabler Kosten für Material sowie geringere Kosten für Marktinves- titionen, Fremdleistungen und EDV-Aufwand konnten den Umsatzrückgang im klassischen Festnetzgeschäft nur teilweise ausgleichen. Im Ausland war das bereinigte EBITDA im Jahr 2008 mit rund 1,0 Mrd. € nahezu stabil. Bereinigt um die Entkonsolidierungen von T-Online France und T-Online Spain war das bereinigte EBITDA in Mittel- und Osteuropa umsatzbedingt rückläufig. Im Jahr 2008 reduzierte sich das EBIT (Betriebsergebnis) um 10,3% auf 2,9 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung begründet sich analog zu der des EBITDA. Der Cash Capex stieg um 11,7% auf 3,1 Mrd. € im Vorjahresvergleich. In Deutschland resultierte dieser Anstieg im Wesentlichen aus Investitionen in IT-Systemen und IP-Plattformen. In Mittel- und Osteuropa wurde vor allem in Netzwerkinfrastruktur, darunter teilweise Glasfaser-Ausbau, sowie auch in IP-Plattformen investiert. Im Inland verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die durch- schnittliche Zahl der Mitarbeiter aufgrund der neu einbezogenen Gesell- schaften trotz des Personalabbaus nur um 896 auf 78 808 Mitarbeiter. Dabei kamen zum Jahresanfang 2008 durch die Verlagerung der ActiveBilling sowie die erfolgte Eingliederung der Call-Center-Aktivitäten der T-Mobile Deutschland GmbH in das operative Segment Breitband/Festnetz rund 4 700 Mitarbeiter hinzu. Zusätzlich wurden Nachwuchskräfte übernommen. Gegenläufig wirkten sich die weitere Inanspruchnahme von Abbauinstru- menten aus, wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen, die Über- führung von Beamten und Angestellten in andere Beschäftigungsperspek- tiven und Verlagerungen von Mitarbeitern zur Konzernzentrale & Shared Services. Im Ausland hat sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter aufgrund der Entkonsolidierung von Gesellschaften und durch die Optimierung der Leistungsprozesse im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verringert. Im Inland verringerte sich der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 2008 um 5,1% auf 19,1 Mrd. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist bedingt durch die anhaltenden wettbewerbsbedingten Anschlussver- luste, die hohe Akzeptanz der Komplettpakete (Telefonie und Surfen) mit einer Flatrate-Komponente bzw. rückläufige nutzungsabhängige Entgelte. Hinzu kommen mengenbedingte Rückgänge bei Interconnection-Umsätzen, die Preissenkungen im Breitbandmarkt und der geringere preis- und mengenbedingte Vorleistungsbezug bei Sprach- und Datenprodukten durch das Segment Geschäftskunden. Das Mengenwachstum im Breit- band-Geschäft und der Teilnehmeranschlussleitungen konnte den Umsatzrückgang nur zum Teil kompensieren. Der intensive Wettbewerb führte im Bereich Netzkommunikation zu einem Umsatzrückgang im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 11,0% auf 9,0 Mrd. €. Die hohe Akzeptanz der Komplettpakete konnte den Umsatz- rückgang durch Anschlussverluste nicht ausgleichen. Außerdem reduzierten die Flatrates den Verbindungsumsatz durch den abnehmenden Anteil abgerechneter Minuten. Der Umsatz im Bereich Wholesale-Services sank im Jahr 2008 um 1,7% auf 4,4 Mrd. €. Ursache für diesen Rückgang war u.a. die sinkende Anzahl von Interconnection-Anschlüssen und -Verbindungen aufgrund geringerer Zuführungsleistungen. Darüber hinaus führten der mengen- und preis- bedingte Rückgang bei DSL-Resale-Anschlüssen als auch die Migration zu IP-basierten Anschlüssen (IP-BSA) aufgrund niedriger regulierter Preise zum Umsatzrückgang. Insgesamt konnte das Wachstum der Umsätze aus Teilnehmeranschlussleitungen den Rückgang nicht vollständig kom- pensieren. Der Umsatz im Bereich IP/Internet stieg im Jahr 2008 um 2,1% auf 2,5 Mrd. €. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Vollkonsolidierung der Immobilien Scout GmbH und dem Mengenwachstum bei den DSL-Kom- plettpaketen. Gegenläufig wirkten u.a. die Preissenkungen hervorgerufen durch den anhaltenden Wettbewerbsdruck und die Migration der Kunden von einzelnen DSL-Komponenten zu preisgünstigeren Komplettpaketen. Im Bereich Übrige Festnetzleistungen – bestehend aus Datenkommuni- kation, Mehrwertdiensten und Endgeräten – ging der Umsatz im Jahr 2008 um 12,2% auf 2,1 Mrd. € zurück. Dieser Rückgang betraf alle Bereiche und war sowohl mengen- als auch teilweise preisbedingt. Der Umsatz im Ausland verringerte sich im Jahr 2008 um 12,2% auf 2,3 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang war bedingt durch die Entkonsolidierungen von T-Online France und T-Online Spain mit 0,2 Mrd. € bzw. den harten Wettbewerb im klassischen Festnetz und die Substitution der Festnetzleistung durch den Mobilfunk in Mittel- und Osteuropa. Das dynamische Breitbandwachstum und positive Wechsel- kurseffekte konnten den Rückgang im klassischen Festnetzgeschäft nicht ausgleichen. 78|79 Der Konzernlagebericht Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

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