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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Der Geschäftskundenmarkt für Informations- und Kommunikationstech- nologie (ICT) war auch im Jahr 2008 durch intensiven Wettbewerb und Preisdruck geprägt. Dennoch konnte die T-Systems operativ den Auftrags- eingang um 5,2% im Vergleich zu 2007 steigern, lediglich der nicht um Konsolidierungskreiseffekte bereinigte Auftragseingang ging um 5,1% im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die positive Entwicklung im vergleichbaren bereinigten Auftragseingang unterstreicht, dass T-Systems mit dem neuen Marktangang im Vertrieb sowie der Fähigkeit, weltweit ICT-Services und Telekommunikationsdienste bereitzustellen, auf dem richtigen Weg ist. Beispiele hierfür sind u.a. die neu abgeschlossenen Verträge mit Alcatel- Lucent und Stora Enso. Auch die Konzentration auf große länderüber- greifende Outsourcing-Aktivitäten trägt schon jetzt dazu bei, dass T-Systems im Ausland kontinuierlich wächst. Beispiele dafür sind der Großauftrag des Energie- und Petrochemiekonzerns Royal Dutch Shell sowie die „Big Wins“ von Siemens (Vernetzung der Standorte in Osteuropa) und des südafrikanischen Versicherungsunternehmens Old Mutual Group (IT-Outsourcing). Der Gesamtumsatz des operativen Segments Geschäftskunden betrug im Jahr 2008 11,0 Mrd. € und ging damit im Jahresvergleich – um Konsolidie- rungskreis- sowie Wechselkurseffekte bereinigt – leicht um 1,2% zurück. Der ausgewiesene Umsatz ging im Wesentlichen durch die Konsolidie- rungskreisveränderungen um 8,2% zurück. Von dieser Entwicklung waren sowohl interne als auch externe Umsätze betroffen. Die positive Entwick- lung des internationalen Geschäfts setzte sich bedingt durch Verträge mit Großkunden wie z.B. Shell im Berichtszeitraum fort und verzeichnete ein Umsatzplus von 7,4%. In Deutschland ging der um Konsolidierungskreis- veränderungen bereinigte Umsatz um 4,3% zurück, der ausgewiesene dagegen um 12,3 %. Der Rückgang beim Umsatz im Inland ist sowohl durch den unverminderten Preisverfall im Telekommunikations- und IT-Geschäft begründet als auch durch den Verkauf der Media&Broadcast sowie die Umgliederung der ActiveBilling. Im Geschäft mit Kunden außerhalb des Deutsche Telekom Konzerns erwirtschaftete das operative Segment Geschäftskunden im Jahr 2008 einen Umsatz von 8,5 Mrd. €. Das entspricht einem Rückgang von 5,7% im Vergleich zum Vorjahr. Erste Erfolge aus der strategischen Partnerschaft mit Cognizant sowie die Umsätze aus dem Großauftrag mit dem Energie- und Petrochemiekonzern Royal Dutch Shell konnten den preisbedingten Umsatzrückgang im Bereich Systems Integration nicht kompensieren. Auch im Bereich Telecommunications ist ein Rückgang zu verzeichnen, der einerseits auf die Veränderung des Konsolidierungskreises und anderer- seits auf den deutlichen Preisverfall im Sprach- und Datengeschäft zurück- zuführen ist. Diese Entwicklung ließ sich nicht durch die gestiegenen IP- Umsätze kompensieren. Der Außenumsatz im Bereich Computing & Desktop Services konnte trotz Konsolidierungskreisabgängen erfreulicherweise um 3,1% ausgebaut werden. Hier konnten die gewonnenen Verträge die sinkenden Preise im IT-Standardgeschäft bei Computing & Desktop Services überkompensieren. Der operativ leicht rückläufige bereinigte Umsatz schlug sich nicht negativ in der EBIT- und EBITDA-Entwicklung nieder. Das bereinigte EBITDA lag unter Berücksichtigung der Entkonsolidierung von Media&Broadcast und der Umgliederung der ActiveBilling auf Vorjahresniveau. Das bereinigte EBIT (Betriebsergebnis) konnte auf vergleichbarer Basis (Entkonsolidierungen) sogar gesteigert werden. Dies ist auf das gestartete Programm zur Kosten- einsparung und Effizienzsteigerung zurückzuführen. Der Cash Capex lag im Berichtsjahr unter Vorjahresniveau. Im Vorjahr waren im Wesentlichen die Investitionen in Centrica für die Entwicklung des Cash Capex verantwortlich. Der durchschnittliche Personalbestand im operativen Segment Geschäfts- kunden sank um 4 087 auf 52 479 Mitarbeiter. Das entspricht einem Rück- gang von 7,2% im Vergleich zum Vorjahr. Durch den Verkauf der Media& Broadcast sowie die Anfang 2008 erfolgte Ausgliederung der ActiveBilling in das operative Segment Breitband/Festnetz reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter um rund 3 000 gegenüber 2007. Der übrige Rückgang beruht auf den bereits 2007 eingeleiteten Maßnahmen zur Personalrestrukturie- rung. Im Inland sank dadurch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2008 um 5 944 auf 34 383 Mitarbeiter. Das entspricht einem Rückgang von 14,7%. Im Ausland stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 1 857– ein Plus von 11,4%. Der wesentliche Grund liegt in der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie. 80|81 Der Konzernlagebericht Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

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