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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Im Rahmen der Strategie zur Fokussierung auf das Kerngeschäft hat die Deutsche Telekom im dritten Quartal 2008 ihre 100-prozentige Tochter- gesellschaft DeTe Immobilien, die Immobiliendienstleistungen für die Deutsche Telekom erbringt, an die österreichische Strabag SE verkauft. Die Veräußerung umfasst auch die beiden ausländischen Tochtergesell- schaften der DeTe Immobilien, DeTeImmobilien – Hungary Szolgáltató Zártkörü Részvénytársaság und DeTeImmobilien-Slovakia s.r.o. Für die rund 5 900 von dem Verkauf betroffenen Mitarbeiter hat die Deutsche Telekom weitreichende Vereinbarungen zur Sicherung der Beschäfti- gungsverhältnisse sowie der finanziellen Konditionen getroffen. Darüber hinaus wurde auf Basis von Markt- und Branchen-Benchmarks ein umfang- reicher Dienstleistungsvertrag über zunächst zehn Jahre mit der Deutschen Telekom abgeschlossen. Die Immobilien der Deutschen Telekom sind von dem Verkauf nicht betroffen. Für das Immobilienmanagement stand im Geschäftsjahr 2008 weiterhin die Bereinigung und Optimierung des Immobilienportfolios im Fokus. Insgesamt schloss die Deutsche Telekom im Berichtsjahr 298 Immobilien- verkäufe über eine Gesamtmietfläche von 153 Tsd. Quadratmetern und 1,1 Mio. Quadratmetern Grundstücksfläche ab. Im Berichtszeitraum erreichten die Einzahlungen aus Immobilienverkäufen ein Volumen von 0,1 Mrd. €. Über die fortgesetzte Flächen- und Standortoptimierung erzielte der Konzern eine Reduzierung der Anmietflächen um weitere 172 Tsd. Quadratmeter. Insgesamt verzeichnete die Deutsche Telekom im Jahr 2008 einen erneu- ten Rückgang der Flächen und Bewirtschaftungskosten. Zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Sicherung der Buchhaltung am Standort Deutschland gründete die Deutsche Telekom zum 1. April 2008 die Deutsche Telekom Accounting GmbH mit dem Ziel, die Finanzbuchhaltung moderner und leistungsfähiger zu gestalten und durch die Zusammenfassung von Standorten Größenvorteile zu nutzen. Dazu bündelt die Deutsche Telekom die bisher in den operativen Segmenten organisierten Buchhaltungsaufgaben effizient in einem funktional aus- gerichteten Shared Services Center, welches die Massenbuchhaltungs- prozesse konzernweit standardisiert und automatisiert. Die neue Gesell- schaft schloss in der Berichtsperiode die ersten Standortmigrationen erfolgreich ab und begann damit den angestrebten Kostenoptimierungs- prozess. Der Gesamtumsatz des operativen Segments Konzernzentrale & Shared Services reduzierte sich im Geschäftsjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 7,6%. Maßgeblich für diese Entwicklung war der Umsatzrückgang bei Vivento, der insbesondere auf den Verkauf der Aktivitäten der VTS, die Veräußerung von Call-Center-Standorten der VCS und die Preissenkungen in der Call-Center-Unit zurückzuführen ist. Hinzu kamen gesunkene Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude. Hier wirkten sich vor allem der Umsatzrückgang der Deutsche Funkturm GmbH, der Verkauf der DeTe Immobilien an Strabag sowie die geringeren Abrechnungen der Immobiliengruppe an die operativen Segmente des Konzerns für Facility Management-Leistungen, insbesondere für Kollokation, negativ aus. Ein positiver Einfluss auf den Gesamtumsatz resultierte aus der mengen- bedingten Umsatzsteigerung der Power and Air Condition Solution Management GmbH & Co. KG sowie aus dem Umsatzwachstum der DeTeFleetServices GmbH aufgrund höherer Erlöse aus Fahrzeugver- käufen im Rahmen des Regelaustauschs. Zudem erzielte die im Geschäfts- jahr 2008 neu gegründete Deutsche Telekom Accounting GmbH Umsätze durch die Abrechnung von Buchhaltungsleistungen gegenüber den operativen Segmenten. Das operative Segment Konzernzentrale & Shared Services verbesserte im Geschäftsjahr 2008 das bereinigte EBITDA um 0,1 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Steigerung des bereinigten EBITDA im Bereich Grundstücke und Gebäude und bei Vivento zurückzuführen. Der Immobilienbereich profitierte im Berichtszeit- raum insbesondere von einem Ertrag aus der Umklassifizierung von Immo- bilien aus zur Veräußerung gehalten in die langfristigen Vermögenswerte. Hinzu kamen Erträge im Zusammenhang mit dem Ansatz einer Forderung auf Rückerstattung bereits geleisteter Stromsteuerzahlungen sowie geringere Rückstellungsverpflichtungen. Einen positiven Einfluss auf das bereinigte EBITDA hatten zudem der Verkauf der Aktivitäten der VTS, die Veräußerung von Call-Center-Standorten sowie der gegenüber dem Vor- jahreszeitraum reduzierte Personalbestand, bedingt durch die Fluktuation bei Vivento. Die geringeren Ergebnisbeiträge aus Immobilienverkäufen sowie der Umsatzrückgang infolge von Preissenkungen in der Call-Center- Unit kompensierten diese EBITDA-verbessernden Effekte teilweise. Das EBIT (Betriebsergebnis) verbesserte sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Verringerung der Aufwendungen für Personalmaßnahmen. Des Weiteren wirkten sich der Rückgang der Abschreibungen, die im Wesentlichen das Immobilien- vermögen der Deutschen Telekom AG betreffen, sowie die Verbesserung des bereinigten EBITDA positiv aus. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag in der Berichtsperiode bei 22 808 Mitarbeitern. Die Hauptursache für den Rückgang um 4 215 Mit- arbeiter im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 war der weitere Personal- rückgang bei Vivento. Er resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf der Aktivitäten der VTS und der Veräußerung von Call-Center-Standorten. Des Weiteren wirkte sich der Verkauf der DeTe Immobilien auf die durch- schnittliche Anzahl der Mitarbeiter aus. 82|83 Der Konzernlagebericht Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

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