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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2008

Kooperationen mit Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Die Deutsche Telekom engagiert sich in internationalen Foren und Gremien, um die zukünftigen Produkte und Leistungen maßgeblich mitzugestalten. Hier bringt der Konzern seine Interessen und die Wünsche der Kunden ein und stellt durch Standardisierungsaktivitäten hohe Qualität und Interopera- bilität sicher. Im Berichtsjahr vertiefte die Deutsche Telekom die Zusammenarbeit mit dem Staat Israel und den dortigen Start-up-Unternehmen. Neben der sehr erfolgreichen Partnerschaft mit der Ben-Gurion-Universität in Israel und dem dort ansässigen Tochterinstitut der Deutsche Telekom Laboratories trat der Konzern bereits im Oktober 2007 als sechstes Unternehmen welt- weit und als erster Telekommunikationskonzern dem Global Enterprise R&D Cooperation Framework des Staats Israel bei. Damit unterstützt die Deutsche Telekom ausgewählte israelische Firmen bei Forschung und Entwicklung. Um Marketing, Technologieentwicklung und Kunden- zugang aufzubauen und zu intensivieren, erhalten die Unternehmen gleichzeitig finanzielle Unterstützung vom israelischen Handelsministe- rium. Seit Januar 2008 folgten mehr als 70 Unternehmen einem Aufruf an israelische Start-up-Unternehmen, sich an diesem Programm mit der Deutschen Telekom zu beteiligen. Dies war die höchste Teilnehmerzahl seit Bestehen des Programms. In einem gemeinsamen Auswahlprozess wählten Deutsche Telekom und das Office of Chief Scientist des Staats Israel die finalen Kandidaten mit dem Ziel aus, Partnerschaften für die weitere Zusammenarbeit zu vereinbaren. Die Deutsche Telekom Laboratories verfügen über ein internationales Partnernetzwerk mit anerkannten Forschungseinrichtungen, etwa dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, der University of Illinois at Urbana-Champaign, der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, der Stanford University sowie der Shanghai Jiao Tong University. Nicht zuletzt unterstützen die Deutsche Telekom Laboratories durch ihr PhD-Advisor-Mentor-Programm (PAM-Programm) ausgezeichnete Dokto- randen an verschiedenen Hochschulen. Die Wagniskapitalgesellschaft T-Venture finanziert und begleitet innovative Unternehmen aus den Branchen Telekommunikation und Informations- technik in ihrer Gründungsphase. Der T-Online Venture Fund investierte im Berichtsjahr in das chinesische Start-up Guangzhou 1bib software development. Das Unternehmen betreibt einen Online-Marktplatz sowohl für gebrauchte als auch für neue Pkw, Lkw und Busse in China. Das strate- gische Investment unterstreicht die wachsende Bedeutung von Schwellen- ländern wie China. 1bib ist ein Unternehmen mit einem hohen Entwick- lungspotenzial, das in einem hochattraktiven Markt agiert. Für T-Venture als Venture Capital-Unternehmen der Deutschen Telekom ist es wichtig, diese bedeutenden und vielversprechenden Märkte eng zu verfolgen. Offene Innovation. Die Deutsche Telekom verfolgt den Grundsatz der „Open Innovation“. Die Öffnung von Innovationsprozessen ermöglicht einen intensiven Gedanken- und Informationsaustausch zwischen ausgewählten Institutionen und Unternehmen. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und Forschungsergebnisse im Austausch effizient weiterzuentwickeln. Das weltweite Potenzial neuer Technologien steigert sich dadurch erheblich, neue Anwendungen kommen schneller zum Einsatz. Den Ansatz der offenen Innovation praktiziert die Deutsche Telekom auf vielen Ebenen. Exemplarische Beispiele sind der Innovation Day, der Deutsche Telekom Interactive TV Award, das Creation Center, das Online- Testlabor BetaBuzz und das Open Development-Projekt Helios. Beim Innovation Day präsentieren herausragende Start-ups zusammen mit Teams der Deutschen Telekom einem großen Kreis von Industrievertretern und Partnern ihre gemeinsam entwickelten Projektergebnisse. Dies ist die Basis einer weiteren Erfolg versprechenden Zusammenarbeit bis hin zu einem gemeinsamen Produkt. Bereits sehr frühzeitig nutzt und prägt die Deutsche Telekom damit Trends für den Massenmarkt. Der Deutsche Telekom Interactive TV Award verfolgt das Ziel, das Fernsehen via DSL weiterzuentwickeln. Durch interaktive Dienste und vernetzte Community- Anwendungen sollen Zuschauer künftig zusätzlichen Komfort und Mehrwert erleben können, die weit über das herkömmliche Fernsehen hinausgehen. Das von den Deutsche Telekom Laboratories und T-Mobile gemeinsam betriebene Creation Center ist eine innovative Plattform, die Manager, Kunden und kreative Menschen zusammenführt, um neue Ideen für künftige Produkte von T-Mobile zu erzeugen. Erste Erfolge haben sich schon nach kurzer Zeit eingestellt. Das Online-Testlabor BetaBuzz ist weit mehr als ein Spielplatz im Netz für neugierige User. Es bietet Start-ups neben der Präsentation eigener Entwicklungen vor einem breiten Publikum ungefiltertes Feedback aus einer großen Community. BetaBuzz kann so nicht nur zum Beschleuniger für das eigene Geschäft werden, sondern liefert auch wertvolle Rückmel- dungen direkt vom Nutzer. Mit dem Entwicklungsprojekt Helios bekommen Entwickler und Programmierer die Möglichkeit, Dienste aus dem Deutsche Telekom Konzern in eigene Webseiten und Anwendungen zu integrieren. Dabei öffnet die Deutsche Telekom erstmals einige Sprach-, Messaging- und Authentifizierungsdienste sowie interessante Backendlösungen für Entwickler und Webseiten-Betreiber. Über offene Schnittstellen (API) können Entwickler Kerndienste der Deutschen Telekom in eigene inno- vative Anwendungen einbauen und zu neuen Angeboten kombinieren. Auf http://developer.telekom.com können Entwickler ein Softwareentwick- lungspaket (SDK) kostenfrei herunterladen und sich untereinander sowie mit den Experten der Deutschen Telekom austauschen. So entsteht eine Vielzahl neuer Angebote – in der Internetsprache als Mash-up bezeichnet. 86|87 Der Konzernlagebericht Forschung und Entwicklung

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