Corporate Responsibility Bericht 2010 - Wir leben Verantwortung.

Als Hauptsponsor veröffentlichten wir in Kooperation mit weiteren Partnern die Studie „SMART 2020 Addendum Deutschland“, deren Fokus auf der Identifizierung und Umsetzung konkreter Geschäftskonzepte zur Reduktion von CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 liegt. Dabei wurden nicht nur die Einsparmöglichkeiten in der ICT-Branche selbst, sondern auch das Reduk- tionspotenzial durch den intelligenten Einsatz von ICT in anderen Branchen ermittelt. So ergab die Studie, dass nennenswerte Emissionsrückgänge in fünf Sektoren zu realisieren sind – und zwar in den Bereichen Smart Buildings (Gebäudewirtschaft), Smart Logistics (Logistik), Smart Grid (Stromwirtschaft), Smart Motors (Industrieautomation) und Dematerialisie- rung. Die Impulse der Studien werden in den kommenden Jahren zu konkreten Maßnahmen für ein klimafreundliches Wirtschaftswachstum weiterentwickelt. Neues Expertengremium für den Klimaschutz. Der zunehmende Hand- lungsdruck im weltweiten Klimaschutz veranlasst die Telekom, sämtliche klimaschutzrelevanten Aktivitäten erneut auf den Prüfstand zu stellen. So wollen wir weitere Reduktionspotenziale im Konzern identifizieren, die dazu beitragen, unser Klimaschutzziel – eine 20-prozentige CO2-Reduk- tion auf der Basis der Emissionswerte von 1995 – nicht nur zu verwirklichen, sondern zu übertreffen. Hierfür wurde im Berichtsjahr eine konzernin- terne Expertengruppe, die „Climate Change Group“, gegründet. Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten gehören u.a. die Abstimmung der konzern- weiten Klimaschutzziele sowie die Identifikation des Reduktionspotenzials von CO2-Emissionen in den drei Scopes des Greenhouse Gas Protocol: direkte Emissionen, indirekte Emissionen und Emissionen in der Supply Chain. Die Grundlage hierzu lieferten die Ergebnisse des im Berichtsjahr initiierten Projekts „Company Carbon Accounting – Aufnahme der CO2-Vermeidungs- potenziale“. Zentraler Gegenstand des mit Unterstützung von Experten der PricewaterhouseCoopers AG durchgeführten Projekts war die erst- malige Erfassung der wesentlichen Emissionsströme und Minderungspoten- ziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette für den Konzernbereich Deutschland. Dabei zeigte sich, dass wesentliche Emissionsmengen und Reduktionspotenziale sowohl in der Supply Chain als auch in nach- gelagerten Wertschöpfungsstufen (im Wesentlichen in der Nutzungs- phase) verankert sind. Die Berücksichtigung dieser Emissionsmengen trägt wesentlich dazu bei, die Entwicklung und den Einsatz klimafreund- licher Produkte und Dienstleistungen weiter im Konzern zu forcieren – von Festnetz- und Mobilfunktelefonen über Webkonferenzen bis zu Smart- Metering-Lösungen. Siehe Seite 45 f. Zielsetzung der Telekom ist es, das Company Carbon Accounting-Projekt sukzessive auf ausländische Beteiligungen auszuweiten. Internationaler Beitrag. Die internationalen Gesellschaften der Telekom haben im Berichtszeitraum einen erheblichen Beitrag zur konzernweiten Einsparung von CO2-Emissionen geleistet und damit die Vorreiterrolle des Telekom Konzerns im Klimaschutz unterstrichen. So konnte bspw. OTE im Berichtsjahr den Stromanteil aus erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch deutlich steigern. Außerdem hat sie ihre Berechnungen zum Carbon Footprint auf alle größeren Standorte in Attica und Umgebung ausgeweitet. Auch bei Cosmote Romania wurden im Jahr 2009 diverse Programme zur Reduktion von CO2-Emissionen in den Bereichen Basisstationen, Gebäudemanagement und Shops angestoßen. Cosmote Greece hat zudem an insgesamt 37 Basisstationen Photovoltaik- anlagen installiert. Zusätzlich wurden 2009 weitere Basisstationen mit Kühlungssystemen ausgestattet, die mit Außenluft arbeiten. Insgesamt 1401 Stationen verfügen inzwischen über diese energiesparende Technik. T-Mobile Austria arbeitet intensiv an der Senkung ihres Energieverbrauchs in den T-Centern. Die Sanierung von Klimaanlagen ermöglicht dem Unter- nehmen zudem eine jährliche Einsparung von ca. 720 000 kWh. Auch gelang es T-Mobile Austria im Berichtszeitraum, den CO2-Ausstoß ihres Fuhrparks um rund 23% zu reduzieren. Signifikante CO2-Reduktionen konnte auch T-Mobile USA realisieren: Die Anzahl der Geschäftsreisen sank von 2008 bis 2009 um 57% (davon allein der Anteil an Flugreisen um 49%). Welche entscheidende Rolle der ICT-Branche im internationalen Klimaschutz zukommt, verdeutlichen die Ergebnisse zweier Studien: die globale Studie „SMART 2020“ von GeSI aus dem Jahr 2008 sowie „SMART 2020 Addendum Deutschland“ von Dezember 2009. 37…für die Umwelt und das Klima.

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