Corporate Responsibility Bericht 2010 - Wir leben Verantwortung.

Seit dem 1. September 2009 bietet die Telekom als erster Anbieter Telefon- und Webkonferenzen klimaneutral an. Die Kompensation der CO2-Emis- sionen wurde durch First Climate, eines der führen- den Klimaschutzberatungsunternehmen, zertifiziert. Unter der Trägerschaft des WWF, des Öko-Instituts, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sowie der Initiative THEMA1 starteten zehn Unternehmen, darunter auch die Telekom, Anfang 2008 ein Pilotprojekt, in dem sie für 15 ausgewählte Produkte CO2-Fußabdrücke ermittelten. Ziel war es, erste Schritte zur methodischen Standardisierung zu leisten, die in Zukunft eine einheitliche Produktkennzeichnung möglich machen soll. Neben der Förderung des Projekts beteiligte sich die Telekom im Jahr 2009 auch mit der Berechnung des CO2-Fußabdrucks eines Call&Surf-Anschlus- ses und der dazugehörigen Router-Hardware daran. Green durch ICT. Welchen Beitrag der ICT-Sektor zum weltweiten Klima- schutz leisten kann, zeigt sich in besonderem Maß beim Einsatz digitaler Technologien. Wie die Ende 2009 veröffentliche Studie „SMART 2020 Addendum Deutschland“ belegt, können bis zum Jahr 2020 bis zu 25% der jährlichen Treibhausgasemissionen Deutschlands durch einen geziel- ten Einsatz von ICT-Lösungen eingespart werden. Siehe Seite 7 sowie Seite 37. Als einer der führenden ICT-Dienstleister macht sich die Telekom dieses Potenzial zunutze und entwickelt innovative ICT-Lösungen, die es ihren Kunden ermöglichen, Energie einzusparen, Hardware durch Soft- ware zu ersetzen, Verkehr zu vermeiden oder ihren Papierverbrauch zu reduzieren. Erste klimaneutrale Smart-Metering-Plattform in Deutschland. Energie- einsparungen im Haushalt sind ein wichtiges Instrument für einen wirk- samen Klimaschutz. Internetbasierte Strom- und Gaszähler, sog. Smart Meter, bieten den Energiekunden die hierfür nötige Transparenz über ihren eigenen Energieverbrauch. Seit dem 1. Januar 2010 sind sie für Neubau- ten in Deutschland vorgeschrieben. Mit ihrer Hilfe können die Verbraucher Stromfresser identifizieren sowie in Zeiten mit geringer Last und ggf. tarif- lich begünstigt größere Mengen abnehmen. Die Energieversorger können unterdessen zeitnah auf die Verbrauchsdaten zugreifen, ihre Energie- bereitstellung flexibel steuern bzw. Überkapazitäten und erhebliche Treibhausgasemissionen vermeiden. Die Vernetzung der Smart Meter ist jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe, für die die Versorger leistungsfähige ICT-Plattformen brauchen. Die Telekom präsentierte im November 2009 die erste deutschlandweit funktionierende und massenmarktfähige Lösung, die darüber hinaus klimaneutral gestellt wurde. Ressourcenschonender Download. Nach Berechnungen des Environ- mental Change Institute werden entlang der gesamten Herstellungs- und Transportkette einer CD knapp 1 000 g CO2 ausgestoßen. Ein durch- schnittlicher Musik-Download verursacht dagegen nur rund 150 g CO2. Mit unserem Dienst Musicload können Kunden ihren CO2-Fußabdruck für den Musikkonsum daher um bis zu 80% verringern. 2009 haben ca. 3,8 Millionen Kunden bei Musicload aus über 6 Millionen Musiktiteln, 20 000 Hörbüchern und 16 000 Musikvideos auswählen können. Digitale Konferenzen. Unseren Geschäftskunden bieten wir mit Telefon-, Web- und Videokonferenz-Technologie bereits seit Jahren einfache Lösungen an, um neben Zeit und Geld vor allem CO2-Emissionen zu sparen. Laut der „Smart 2020“-Studie der Global e-Sustainability Initiative könnten pro Jahr Einsparungen von 80 Millionen t CO2 erzielt werden, wenn weltweit 30% aller Geschäftsreisen durch Videokonferenzen ersetzt würden. Ein ähnlich großes Klimaschutzpotenzial geht von Webkonferenzen aus. Mit deren Hilfe lassen sich über ein einfaches Webportal der Telekom Meetings, Schulungen oder Kundeninformationen bequem und effizient online durchführen. Dabei können die gezeigten Inhalte nicht nur diskutiert, sondern zugleich auch interaktiv bearbeitet werden. Im Dezember 2009 haben wir für Telefon- und Webkonferenzen in Deutschland ein neues Preismodell als Nutzungsanreiz kreiert: Bei diesem „Pay-per-Seat“-Tarif werden – unabhängig von der Dauer der Konferenz – neben den Telefon- kosten lediglich 99 Cent pro Teilnehmer für den Datenservice fällig. Eine Vertragsbindung besteht nicht. Klimaneutral. 46

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