Corporate Responsibility Bericht 2010 - Wir leben Verantwortung.

5. Wie lässt sich Shareholder-Value mit Nachhaltigkeit vereinbaren? „Langfristig sehr gut. Weil es die Gesellschaft und auch die Kunden fordern und ich glaube auch honorieren, jedenfalls zunehmend.“ 6. Nachhaltigkeit als Chefsache – bedeutet das, dass in den Ver- gütungen des Managements das Erreichen von konkreten Nachhaltig- keitszielen (z.B. Reduzierung der CO2-Emissionen) verankert ist? „Nachhaltigkeit darf nicht käuflich sein. Manager, die bei uns Karriere machen wollen, müssen sich auch ohne Sonderbelohnung für eine nachhaltige Unternehmensführung einsetzen. Die Nachhaltig- keitsziele werden schließlich gemessen, z.B. im SRI-Rating oder bei der CO2-Reduktion.“ 7. Wie stellen Sie sicher, dass Nachhaltigkeit auch bei den Mitarbeitern verankert ist? „Durch Werte, die allen bekannt sein müssen, durch interaktive Tools, z.B. E-Learning, durch Handeln wie z.B. CO2-freie Dienstreisen, durch gezielte Fahrtrainings zur Schadstoffreduktion, durch Umstellung unserer Fahrzeugbestände (ca. 30 000 allein in Deutschland) auf geringeren Ausstoß (langfristig 110g pro km im Durchschnitt) und durch Programme wie z.B. Corporate Volunteering.“ 8. Ist ihre Beteiligung nur Teil einer Imagekampagne oder seriös? Ich vermute eher Ersteres, wenn ich betrachte, wie sich das Betriebsklima und die Arbeitsbedingungen kontinuierlich verschlechtern. Radikale Maßnahmen gegen das eigene Personal und Nachhaltigkeit – passt das zusammen? „Ihre Darstellung passt nicht zu meiner Wahrnehmung unseres Klimas. Selbst wenn Sie mit kritischen Leuten, z.B. von Ver.di oder aus dem Betriebsrat, reden, werden Sie ein viel differenzierteres Bild bekommen. Wir handeln sehr sozialverträglich und bieten bessere Arbeitsbedingungen als viele andere, außerdem bilden wir mehr als 10 000 junge Leute aus, stellen neu ein und unter- stützen soziale Projekte und investieren in Bildung, auch bei denen, die es schwerer haben.“ 9. Wie stehen Sie persönlich und privat zum Thema Nachhaltigkeit? „Ich achte auf eine energieeffiziente Nutzung von Geräten, nehme nicht für jeden Weg das Auto und fahre auch selber kein allzu großes Auto mehr, sondern achte auf den Verbrauch und CO2-Ausstoß. Außerdem engagiere ich mich für soziale Belange z.B. im Bereich der Jugendarbeit.“ 10. Verlieren Sie manchmal die Geduld, weil es so lange zu dauern scheint, um wirkliche Veränderungen in einem großen Unter- nehmen wie der Telekom umzusetzen? „Ja, aber dann gehe ich an die frische Luft und besinne mich wieder auf die vielen guten Seiten, die unsere Firma zu bieten hat, besonders unsere tollen Leute!“* Den vollständigen Live-Chat mit René Obermann finden Sie zum Nachlesen unter www.utopia.de. * Nachträglich redaktionell ergänzt. 310 Fragen an den Vorstandsvorsitzenden

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