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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Gesamtumsatz. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte unser operatives Segment Europa einen Gesamtumsatz von 16,8 Mrd.€, das sind 14,1% oder 2,8 Mrd.€ weniger als im Vorjahr. Dieser Nettorückgang ist vor allem die Folge von zwei gegenläufigen Effekten: Zum einen verringerte sich der Segmentumsatz durch die Entkonsolidierung der T­Mobile UK zum 1. April 2010; zum anderen wirkte sich der Konsolidierungskreiseffekt der OTE­Gruppe, die seit Februar 2009 vollständig einbezogen wurde, positiv auf die Umsatz­ entwicklung aus. Die positive Entwicklung der Wechselkurse gegenüber dem Euro verbesserte den Umsatz des Segments. Dazu trugen insbeson­ dere der Polnische Zloty, die Tschechische Krone, der Ungarische Forint, das Britische Pfund und die Kroatische Kuna bei. Bereinigt um diese Effekte reduzierte sich der Gesamtumsatz nur um 5,6%. Dieser operative Umsatzrückgang lag hauptsächlich an Preisminderungen, die in den meisten Ländern des Segments durch regulierungsbedingt geringere Mobilfunk­Terminierungsentgelte und den scharfen Wettbewerb verursacht waren. Auch die von der ungarischen Regierung im Oktober 2010 erlas­ sene Sondersteuer minderte mit einem Betrag von rund 0,1 Mrd. € rückwirkend für das gesamte Jahr 2010 den Gesamtumsatz. Zusätzlich belasteten die Mobilfunk­Abgabe in Kroatien sowie die schwierige gesamt­ wirtschaftliche Situation vor allem in den süd­ und osteuropäischen Ländern den Gesamtumsatz erheblich. Besonders stark davon betroffen waren Griechenland, Rumänien und Ungarn: Auf sie entfallen über 64% des operativen Umsatzrückgangs. Dem entgegen wirkten starke Umsatz­ zuwächse im Festnetz in den Bereichen Wholesale, Breitband und TV. Griechenland. In Griechenland erreichten wir 2010 mit insgesamt 3,9 Mrd.€ einen stabilen Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um den griechischen Konsolidierungskreiseffekt der OTE­Gruppe sank der Umsatz um 9,7%. Festnetz und Mobilfunk waren hierbei annähernd zu gleichen Teilen betroffen. Das Festnetz konnte die Verluste aus dem klassischen Geschäft durch eine positive Entwicklung der Wholesale­ und Breitband­Umsätze nahezu auffangen. Im Mobilfunk wirkten sich die ab­ gesenkten Terminierungsentgelte und der scharfe Preiswettbewerb negativ auf die Serviceumsätze aus. Zusätzlich führten die Prepaid­Registrie­ rungsvorschriften erneut zu Kundenverlusten im Prepaid­Segment – und somit zu niedrigeren Umsätzen. Die leicht höheren Verkäufe bei den Endgeräten im Jahresvergleich wirkten dem Umsatzrückgang entgegen. Rumänien. In Rumänien stieg im Berichtsjahr der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,5%, vor allem durch den positiven rumänischen Konsolidie­ rungskreiseffekt der OTE­Gruppe. Operativ sank der Umsatz im Festnetz aufgrund der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage und des sehr intensiven Preiskampfs auf dem rumänischen Telekommunikationsmarkt. Das enorme Kundenwachstum im Breitband führte zu höheren Umsätzen bei Breitband und TV. Diese Zuwächse konnten jedoch die negativen Effekte aus den Rückgängen im klassischen Festnetz­Geschäft nur zum Teil ausgleichen. Im Gegensatz dazu wuchs der operative Mobilfunk­ Umsatz um einen knapp zweistelligen Prozentsatz hauptsächlich dank höherer Service­ und Endgeräteumsätze. Einen weiteren positiven Umsatzbeitrag leistete ein leicht höherer Anteil von Vertragskunden am Gesamtkundenbestand, auch bedingt durch die Erstkonsolidierung des Mobilfunk­Anbieters Zapp zum 1. November 2009. Ungarn. In Ungarn sank der Umsatz um 9,8% auf 1,5 Mrd.€ gegenüber 2009. Die im Oktober 2010 von der ungarischen Regierung neu ein­ geführte Sondersteuer reduzierte den Umsatz um rund 0,1 Mrd.€. Ohne diese Steuer wären die Umsätze nur um 4,4% zurückgegangen. Wir profitierten dagegen von einer positiven Wechselkursentwicklung des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro. Der um diese beiden Effekte bereinigte operative Umsatzrückgang geht primär auf die allgemeine gesamtwirtschaftliche Lage zurück. Davon war das Festnetz­Geschäft stärker betroffen als der Mobilfunk, trotz eines höheren Bestands an Breitband­ TV­Anschlüssen und des dort gestiegenen Umsatzes. Die Serviceumsätze im Mobilfunk­Geschäft fielen vor allem infolge gesunkener Mobilfunk­ Terminierungsentgelte. Zum Teil konnten steigende Non Voice­Umsätze diesen Rückgang ausgleichen. Polen. Bei PTC ließen positive Wechselkurseffekte des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro den Umsatz um 4,7% steigen. Diese konnten die sinkenden operativen Umsätze – hauptsächlich verursacht durch die Serviceumsätze – ausgleichen. Höhere Non Voice­Umsätze kompensierten nur teilweise die Umsatzverluste bei der Sprachtelefonie. Diese Umsatz­ verluste wurden vor allem durch den Verfall der durchschnittlichen Minutenpreise ausgelöst. Tschechische Republik. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Umsatz bei T­Mobile CZ um 2,9% auf insgesamt 1,2 Mrd.€. Positive Wechselkurseffekte der Tschechischen Krone gegenüber dem Euro fingen teilweise den Rückgang des operativen Umsatzes auf. Der geringere operative Umsatz lag hauptsächlich an den Serviceumsätzen, die im Vorjahresvergleich vor allem wegen eines positiven Einmaleffekts im zweiten Quartal 2009 sanken. Zudem belastete die regulierungs­ bedingte Absenkung der Terminierungsentgelte die Umsätze. Die Fest­ netz-Umsätze infolge des Erwerbs des Retail-Geschäfts der České  Radiokomunikace im Dezember 2009 konnten diese Effekte teilweise kompensieren. 85Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsentwicklung der operativen Segmente