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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Neue Klimaschutzziele. Schon seit 1995 haben wir uns dem Klimaschutz verpflichtet. Der Klimawandel schreitet heute schneller voran, als man damals noch dachte. Gleichzeitig hat aber die Informations­ und Kommuni­ kationstechnologie in den letzten Jahren enorme Fortschritte in Sachen Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz gemacht. Unsere Klimaschutz­ strategie aus dem Jahr 2005 sah für unseren Konzern in Deutschland eine Reduktion der CO2­Emissionen um 20% vor, im Zeitraum 1995 bis 2020. Dieses Ziel ist aus unserer Sicht nicht mehr ambitioniert genug. Im vergan­ genen Jahr haben wir daher mit der Überarbeitung der Klimaschutzstrategie auf Basis der in 2008 erhobenen Daten begonnen und streben nun eine Reduktion der CO2­Emissionen von 30% bis 2020 für diesen Zeitraum für die Telekom in Deutschland an. Das entspricht hochgerechnet auf das Jahr 1995 einer Reduktion von insgesamt 40%. Die Reduktionen in den nächsten Jahren resultieren vor allem aus der Umstellung des Netzes auf das energieeffizientere Internet­Protokoll (All­IP), aus der neuen „Green Car Policy“ und aus Einsparungen im Bereich Gebäude und Mobilität (z.B. CO2­freie Dienstreisen mit der Bahn). Als nächsten Meilenstein wollen wir unsere Klimaschutzstrategie internationa­ lisieren und für die verschiedenen Länder spezifische Ziele erarbeiten. Die gesamte Lieferkette im Blick. Wir stellen uns unserer unternehmerischen Verantwortung – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als internationaler ICT­Dienstleister sind wir in mehr als 50 Ländern vertreten; mit entsprechenden Lieferanten­ beziehungen. Wir kaufen also direkt und indirekt auch in Entwicklungs­ und Schwellenländern Waren und Dienstleistungen ein. Oft entsprechen die Produktionsbedingungen in diesen Ländern noch nicht unseren Umwelt­ und Sozialanforderungen. Ein Grund dafür, warum wir uns für die Förderung und Sicherung entsprechender Standards einsetzen. Genauso engagieren wir uns für die Einhaltung der Menschenrechte bei unseren Lieferanten. Zusätzlich setzen wir uns in Brancheninitiativen dafür ein, Lieferanten­ beziehungen nachhaltig zu gestalten. Mitte 2010 haben wir im Rahmen eines Abkommens mit France Télécom und Telecom Italia eine sog. Joint Audit Cooperation ins Leben gerufen, um gemeinsame Prüfungs­ verfahren bei Lieferanten – Social Audits – weltweit durchzuführen. Diese gemeinsamen Audits werden mit externen Auditierungsfirmen durch­ geführt. Sie laufen nach genau festgelegten einheitlichen Kriterien ab, um ethische, soziale und umweltrelevante Standards bei unseren Liefe­ ranten zu etablieren und zu gewährleisten. Im Berichtsjahr führten wir bereits 26 Audits bei unseren Lieferanten durch (2009: 4); bis 2012 sollen es dann insgesamt 200 werden. Neue Wege in der Stakeholderkommunikation. Utopia-Kooperation. utopia.de ist eine der wichtigsten Online­Plattformen für nachhaltigen Konsum im deutschsprachigen Raum. Bereits seit Oktober 2009 sind wir dort mit einem eigenen Unternehmensprofil samt Blog präsent. Im Frühjahr 2010 bauten wir die Partnerschaft mit Utopia zu einer strategischen Kooperation aus. Ziel ist es, gemeinsam den Bewusst­ seinswandel für nachhaltigen Konsum durch gesellschaftlichen Dialog voranzutreiben. Grundlage dieser Partnerschaft ist das „Changemaker Manifest“ der Utopia­Stiftung: eine Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit in zehn Punkten; diese unterzeichnete René Obermann im April 2010 als erster Vorstandsvorsitzender eines DAX­Unternehmens. Direkt danach stellte er sich auch gleich dem ersten gesellschaftlichen Dialog – einem Livechat im Internet mit der Utopia­Nutzergruppe. Nachhaltigkeitsoffensive. Was nachhaltiges Handeln angeht, wollen wir ganz gezielt auch unsere Kunden einbinden. Den ersten Schritt dazu machten wir bereits 2009, als wir die auf mehrere Jahre angelegte Nach­ haltigkeitsoffensive „Große Veränderungen fangen klein an“ starteten. Ein Schwerpunkt dieser Offensive 2010: alte Handys zurückzunehmen. In Deutschland gibt es rund 60 Mio. alte, unbenutzte Mobiltelefone, die neben Wertstoffen auch Schadstoffe enthalten. Wir haben mit verschiedenen Aktionen dazu aufgerufen, Althandys abzugeben, wie z.B. mit einem großen Gewinnspiel oder über eine Facebook­Aktion mit dem Popstar Katy Perry. All dies hat geholfen, im Berichtsjahr fast 250 000 Althandys einzusammeln. Twittmob. Ein weiteres Beispiel für die neuen Wege in der Stakeholder­ kommunikation ist die von Telekom­Mitarbeitern freiwillig in ihrer Freizeit organisierte Online­Demonstration „MachMitMob“. Unter dem Motto „140 Zeichen für Nachhaltigkeit“ wurde vor und während des 16. Juli 2010 auf der Online­Plattform Twitter dazu aufgerufen, Nachrichten zum Thema Nachhaltigkeit abzusetzen, z.B. Tipps, Infos, Aufrufe und Aktionen. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen: Nachhaltigkeit war an diesem Tag das mit Abstand am meisten „getwitterte“ Thema in Deutschland. 100