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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Immer kürzere Innovationszyklen. Die Innovationszyklen verkürzen sich. Das bedeutet für uns in der Tele­ kommunikationsbranche, dass wir neue Produkte in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen müssen. Das erfordert neue Konzepte und daher halten wir uns an die Prinzipien der offenen Innovation. Indem alle, die an der Lösung eines Problems interessiert sind, offen und intensiv zusammenarbeiten, werden marktfähige Produkte wesentlich schneller entwickelt. Eines unserer Beispiele dafür ist das Projekt „Android“ zur Weiterentwicklung einer offenen Plattform für Mobiltelefone. Innovationen für unsere Kunden sind aber auch Ergebnis offener Wettbewerbe, wie z.B. des IPTV­Wettbewerbs zur Weiterentwicklung unseres Entertain­Produkts. Mit unserem Portal Developer Garden sprechen wir die Software­Entwickler­ Szene an; hier können Entwickler mit unseren Toolboxen neue Software­ Lösungen für Internetanwendungen zur Marktreife bringen. Mit der T­City Friedrichshafen entsteht bis zum Jahr 2012 eine Stadt, die beispielhaft für die Lebens­ und Standortqualität in der Zukunft ist. Auf Basis einer modernsten Infrastruktur im Festnetz und Mobilfunk werden zahlreiche Innovationen – von der Betreuung herzkranker Menschen bis hin zur Stromzählerfernablesung über das Netz – erprobt. Patente und Preise. Patente. Im Markt der Mobilfunk­ und Festnetz­Telefonie sind Schutzrechte – national wie international – außerordentlich bedeutend. Darum widmen wir uns intensiv den Feldern Eigenentwicklung und Erwerb von Rechten. Die Zahl der Patentanmeldungen in 2010 stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,1% auf 913. Der Bestand an Gesamtschutzrechten (Erfindungen, Patentanmeldungen, Patente, Gebrauchsmuster und Geschmacksmuster) betrug 7 434 zum Jahresende 2010. Der Bestand wird regelmäßig überprüft und um nicht mehr relevante Schutzrechte bereinigt. Gezielt berücksichtigen wir beim Management dieser Schutzrechte Kosten­ Nutzen­Aspekte. Auszeichnungen. Der Erfolg der Innovationsarbeit spiegelt sich auch in zahlreichen Auszeichnungen für das Unternehmen, die Produkte und Mitarbeiter wider. So erhielten die T­Labs im Jahr 2010 den „Open Innova­ tion“­Preis in der Kategorie Forschung und Entwicklung. Seit ihrer Eröffnung erhielten die T­Labs bereits über 50 Preise und Auszeichnungen, z.B. den Berliner Wissenschaftspreis 2008, den Johann­Philipp­Reis­Preis 2009, den Convergator of the Year 2009 und zuletzt den Leibniz­Preis 2011, den höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis. Bereits mehrere Jahre in Folge erhielten unsere Entwicklungen den Voice Award für die besten Sprach­ dialogsysteme, also Telefondienste, die per Sprache gesteuert werden. Innovationspreis Public Private Partnership. Das Deutsche Zentrum für Luft­ und Raumfahrt und T­Systems erhalten für ihre zehnjährige Outsourcing­Partnerschaft für ICT­Dienstleistungen den Innovationspreis Public Private Partnership. Die Jury bewertete neben dem Faktor Innova­ tion auch die Wirtschaftlichkeit, Effizienz und angemessene Risiko­ verteilung zwischen den Partnern. Preis für innovatives Lösungsangebot. Laut Cisco und IDG Global Solutions hat T­Systems mit Application Performance Management als erster Anbieter einen Service geschaffen, der Anwendungen in globalen Unternehmensnetzen optimiert. Daher hat T­Systems den Preis in der Kategorie „Most Innovative Service Offering“ erhalten. Damit können international tätige Unternehmen die Leistung ihres weltweiten Firmen­ netzes und der standortübergreifenden Applikationen steigern – um das bis zu 50­Fache. New Product Innovation Award für T-Systems. Die internationale Unternehmensberatung Frost & Sullivan zeichnet mit dem „New Product Innovation Award“ jährlich Unternehmen mit innovativen Produkten und Spitzentechnologien aus. T­Systems erhielt die Auszeichnung für eine neue Lösung im Bereich „Elektronische Mauterhebung“. Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung. Wichtig für uns ist der Transfer der Arbeitsergebnisse in unsere Konzern­ bereiche, die daraus für unsere Kunden neue Produkte und Dienste auf den Markt bringen. Ein Beispiel für einen solchen Transfer ist das Empfehlungssystem des Kölner Start­up­Unternehmens YOOCHOOSE. Deren Recommender Engine für Internetangebote basiert auf Technologien und Patenten, die aus unseren T­Labs stammen. Verglichen mit anderen Empfehlungs­ systemen ist das Besondere an dieser Lösung die außergewöhnlich präzise Auswahl relevanter Inhalte; die Produkthinweise sind genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten. Dabei ist die Lösung so konstruiert, dass sie schnell angepasst werden kann an unterschiedliche Einsatz­ gebiete, z.B. bei Musicload, Gamesload und anderen Portalen. Wir werden die Recommender Engine auf weiteren Portalen, wie z. B. Videoload, installieren und den Empfehlungsservice portalübergreifend anbieten. Damit erhalten Kunden, wenn sie unsere Portale nutzen, automatisch zusätzliche Empfehlungen für andere, passende Produkte der Deutschen Telekom. 103Zusammengefasster Lagebericht Innovation und Produktentwicklung