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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Um konzernweit die höchsten Standards beim operativen Datenschutz zu gewährleisten, haben wir umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und laufende Projekte weitergeführt. Für noch mehr Datensicherheit haben wir 2010 z.B. ein sog. „Listenprüf­Tool“ eingeführt. Dies stellt sicher, dass per­ sonenbezogene Daten nur so lange wie unbedingt erforderlich verwendet werden dürfen – und auch nur von einem definierten Personenkreis. Außerdem haben wir für ein Vertriebspartnerportal personalisierte Einmal­ passworte eingeführt. Das verbessert die Authentifizierung der Vertriebs­ partner wesentlich, erschwert die Nutzung des Systemzugangs durch unbefugte Dritte deutlich und reduziert das Missbrauchsrisiko. Für 2011 haben wir weitere Maßnahmen geplant, um den Zugriffsschutz auf sen­ sible Daten weiter zu verbessern; dazu gehört z.B. das Pilotprojekt für eine mobile Transaktionsnummer (mTAN), die den Zugriff auf Vertragsdaten der Festnetz­Kunden absichert. Ein Vertriebspartner erhält erst dann Zugriff auf Kundendaten, wenn der Kunde ihn dazu über eine auf sein Mobiltelefon übermittelte mTAN autorisiert hat. Bezogen auf unternehmensinterne Systementwicklungsprozesse, haben wir mit Erfolg die Sicherheit und den Schutz personenbezogener Daten verbessert. Das sog. Privacy&Security Assessment gewährleistet, dass Anforderungen bezüglich Sicherheit und Datenschutz bei den neu ent­ wickelten Systemen und Anwendungen berücksichtigt werden, und zwar so früh wie möglich. Wir haben eine einheitliche Schnittstelle zu den Systementwicklungsprozessen eingerichtet; so können wir system­ immanente Risiken optimal bewerten und diese auch wirksam mithilfe angemessener Datenschutz­ und Sicherheitsmaßnahmen bzw. ­aktivitäten bewältigen. Sicherheit und Datenschutz sind damit zu einem Design­ kriterium für neue Systeme geworden. Wir wollen die Sensibilität unserer Beschäftigten, insbesondere auch unserer Führungskräfte, für das Thema Datenschutz und Datensicherheit weiter erhöhen. Darum haben wir die bereits bestehenden Schulungen und jährlichen Daten­Audits weiter vertieft. Unser Ziel: Wir wollen die Transparenz im Bereich Datenschutz nachhaltig erhöhen. Regelmäßig und freiwillig veröffentlichen wir einen Bericht zum Stand des Datenschutzes/der Datensicherheit. Diesen legen wir unserem Aufsichtsrat, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz sowie der Öffentlichkeit vor. Die ersten Datenschutzberichte sind im April 2009 und Mai 2010 erschienen. Im Oktober 2008 starteten wir die Internet­ seite www.telekom.com/datenschutz*; sie informiert über die derzeitige Lage des Datenschutzes der Deutschen Telekom in Deutschland und gibt Auskunft über aktuelle und kritische Datenschutzvorgänge. Damit gehen wir über die Anforderungen zur Informationspflicht hinaus, die der Gesetzgeber am 1. September 2009 mit der Novellierung des Bundes­ datenschutzgesetzes § 42a vorgegeben hat. Wir minimieren den Eintritt weiterer negativer Ereignisse im Rahmen von Datensicherheit und Datenschutz durch das optimale Zusammenspiel präventiver und reaktiver Maßnahmen. Gesundheit und Umwelt. Elektromagnetische Felder (EMF) werden mit möglichen Umwelt­ und Gesundheitsbeeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Zu diesem Thema gibt es eine intensive öffentliche Diskussion. Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit gibt es dabei sowohl, was die Netzwerke angeht, als auch beim Einsatz von Endgeräten. Diese Probleme wirken sich z.B. im Mobilfunk­Bereich insbesondere auf den Ausbau der Mobilfunknetze aus. Im Festnetz­Bereich betreffen sie den Absatz von schnurlosen DECT­ Geräten sowie Endgeräten mit WLAN­Technologie. Neben rechtlichen Risiken sind regulatorische Maßnahmen möglich, wie etwa die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen beim Mobilfunk. Die Weltgesundheitsorganisa­ tion (WHO) hat erklärt, dass – auf Basis des momentanen wissenschaft­ lichen Kenntnisstands – keine bekannten nachteiligen Gesundheitseffekte unterhalb der internationalen Grenzwerte bestehen. Auch für die Zukunft erwartet die WHO keine ernsthaften Gefahren. Sie empfiehlt aber weiter­ gehende Forschung wegen bestehender wissenschaftlicher Unsicherheiten. Unser Ziel ist es, die Unsicherheit in der Bevölkerung abzubauen – durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informations­ politik. So engagieren wir uns in einer Brancheninitiative der Mobilfunk­ Unternehmen: im „Informationszentrum Mobilfunk“, ein umfassendes Informations­ und Dialogangebot für die Öffentlichkeit. Unser Bestreben, modernste Technologien anzubieten, beinhaltet auch die Förderung wissen­ schaftlicher Forschung, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Für uns bedeutet das neben dem langjährigen Engagement in der Forschungs­ gemeinschaft Funk (FGF) insbesondere die finanzielle Förderung der Forschungsaktivitäten der Bundesregierung im Rahmen des Deutschen Mobilfunk­Forschungsprogramms und des Umweltforschungsplans. Aktuell ist dazu noch die Gründung des Wissenschaftsforums EMF hin­ zugekommen – einer wichtigen Forschungsplattform, die die Lücke, die nach der Auflösung der FGF entstanden ist, schließt. Wir haben diese Neugründung angestoßen und unterstützen dieses Wissenschaftsforum finanziell. Zudem hat T­Mobile mit der 2004 beschlossenen EMF­Policy für alle Landesgesellschaften bestimmte Maßnahmen zur Transparenz, Information, Beteiligung und Forschungsförderung festgeschrieben. Sie sollen mögliche rechtliche und regulatorische sowie Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung minimieren. Informationen über die aktuelle Lage des Datenschutzes der Deutschen Telekom finden Sie unter www.telekom.com/datenschutz. * Soweit der Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Lageberichts. 117Zusammengefasster Lagebericht Risiko­ und Chancenmanagement