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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Kartellrechtliche Verfahren. – Verfahren der Anti-Monopol Kommission in Polen. Die polnische Anti­Monopol Kommission (UOKiK) hat im Jahr 2010 mehrere Verfahren gegen verschiedene polnische Telekommunikationsunternehmen eröffnet, u.a. auch gegen die PTC. Die UOKiK ist zum einen der Auf­ fassung, dass zwischen den Anbietern kollusives Zusammenwirken stattgefunden hat. Zum anderen wirft die UOKiK der PTC vor, verschie­ dene Verstöße gegen Kundeninteressen begangen zu haben. In beiden Fällen ist die maximale Strafsumme in Polen gesetzlich festgeschrieben und bemisst sich auf 10% der Erlöse aus Telekommunikationsleis­ tungen oder auf 10% der steuerlich geltend zu machenden Erlöse. – Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom. Die Europäische Kommission hat im April 2009 ein Verfahren eröffnet, um zu untersuchen, ob Slovak Telekom sich missbräuchlich auf dem slowakischen Breitbandmarkt verhalten hat. Nach Angaben der Euro­ päischen Kommission könnte ein solcher Missbrauch u.a. bestehen in Zugangsverweigerungen zur Teilnehmeranschlussleitung sowie anderen Vorleistungen für Breitbandinfrastruktur, Preis­Kosten­Scheren in diesen Bereichen und anderen diskriminierenden Verhaltensweisen wie Bündelungen. Im Dezember 2010 wurde das Verfahren förmlich auf die Deutsche Telekom als Konzern ausgeweitet. Auf dieser Grundlage kann die Deutsche Telekom in die Haftung für eventuelle Verstöße einbezogen werden. Sollte die Europäische Kommission letztlich einen Verstoß gegen europäisches Kartellrecht feststellen, könnte sie Buß­ gelder gegen Slovak Telekom und auch gegen die Deutsche Telekom festsetzen. Finanzwirtschaftliche Risiken. Unsere finanzwirtschaftlichen Risiken resultieren im Wesentlichen aus Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Währungs­ und Zinsrisiken. Aufgrund von operativen Erfordernissen und Transferbeschränkungen existieren risikobehaftete Geldanlagen von Tochtergesellschaften, insbe­ sondere in Süd­ und Osteuropa. Diese Risiken überwachen und steuern wir durch regelmäßige Analysen und Bewertungen der Anlagerisiken. Damit wir die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sicherstellen können, halten wir eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Hauptsächlich genutzte Instrumente der mittel­ bis langfristigen Finanzierung sind Anleihen und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. Diese werden in der Regel über die Deutsche Telekom International Finance B.V. emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht. Zum 31. Dezember 2010 stellten uns 21 Banken Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 12,6 Mrd.€ zur Verfügung. Die Situation an den internationalen Finanzmärkten hat sich während der Jahre 2009 und 2010 zuletzt deutlich entspannt. Der Zugang zu den internationalen Fremd­ kapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Das Jahr 2010 war von hohen Neuemissionsvolumina geprägt. 2010 konnten wir in verschie­ denen Märkten 3,1 Mrd.€ Fremdmittel aufnehmen. Während in 2008 diverse Banken die Kreditlinien nicht prolongiert haben, teils aufgrund der Kapitallimitierungen im Zusammenhang mit der Banken­ krise, teils aufgrund der mit der Krise einhergehenden Konsolidierung in der Bankenbranche, konnten die bilateralen Linien nach Januar 2009 – mit Ausnahme einer Kreditlinie – sämtlich verlängert werden. In 2010 wurde zudem eine neue Kreditlinie vereinbart und eine zuvor in 2008 gekündigte Linie erneut verlängert. Zum 31. Dezember 2010 bewertet die Ratingagentur Moody’s die Deutsche Telekom mit Baa1, Fitch und Standard & Poor’s mit BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein verschlechtertes Rating unter definierte Schwellenwerte hätte höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Anleihen und MTNs zur Folge. Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom. Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom und deren Tochterunter­ nehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltig­ keitstests durchzuführen. Zum Beispiel dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts­, Regulierungs­, Geschäfts­ oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminde­ rungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T­Aktie belasten. 121Zusammengefasster Lagebericht Risiko­ und Chancenmanagement