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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW. Zum 31. Dezember 2010 hielt der Bund zusammen mit der KfW rund 32,0%, die Blackstone Group 4,4% der Anteile an der Deutschen Telekom AG. Am 24. April 2006 erwarb die Blackstone Group von der KfW Anteile am Grundkapital der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fort­ führt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW trennt – u.a. auch von Anteilen an der Deutschen Telekom AG. Die KfW hat am 16. Mai 2008 eine fünfjährige Umtauschanleihe auf Aktien der Deutschen Telekom AG begeben. Umtauschanleihen sind Schuldtitel, die der Gläubiger während einer vorher festgelegten Periode zu einem vorher festgelegten Wandlungspreis in Aktien einer anderen Gesellschaft umtauschen kann; im Fall der beschriebenen KfW­Umtausch­ anleihe in Namensaktien der Deutschen Telekom AG. Bei Überschreitung des Wandlungspreises darf und bei Ausübung des Wandlungsrechts durch die Anleihegläubiger muss die KfW die ihr angedienten Anleihen in Aktien der Deutschen Telekom AG umtauschen. Bei Fälligkeit der Anleihen hat die KfW das Recht, die Anleihen mit Aktien der Deutschen Telekom zurückzuzahlen. Das Volumen der Anleihe beläuft sich auf 3,3 Mrd.€, der Wandlungspreis beträgt 14,9341 €. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen der Deutschen Telekom durch den Bund oder die KfW in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T­Aktie kurzfristig negativ beeinflussen. Gesamtrisikosituation. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsoli­ dierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr nicht grund­ legend verändert – trotz des hohen Wettbewerbs­ und Preisdrucks, der regulatorischen Rahmenbedingungen, der konjunkturellen Bedingungen sowie der großen Herausforderungen beim Personalumbau und der Servicequalität. Aus heutiger Sicht ist der Bestand unseres Unternehmens nicht gefährdet. Die Chancen. Unsere neue Strategie „Verbessern – Verändern – Erneuern“ haben wir im März 2010 vorgestellt. Mit der neuen Strategie streben wir einen breiteren Umsatzmix an, der neben dem klassischen Anschlussgeschäft im Festnetz und im Mobilfunk auch neue Wachstumsbereiche umfasst. Mit unseren fünf strategischen Handlungsfeldern ( siehe Kapitel „Konzernstrategie und Konzernsteuerung“) wollen wir gezielt die Herausforderungen und Chancen im Markt angehen und unsere erfolgreiche Positionierung lang­ fristig sichern. Die Vermögens­, Finanz­ und Ertragslage der Deutschen Telekom AG ist über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften dadurch ebenfalls beeinflusst. In den Ländern, in denen wir Mobilfunk­Dienste anbieten, werden wir unsere Leistungsfähigkeit weiter verbessern und gezielt in Technologien der nächsten Generation investieren. Darüber hinaus werden wir innovative Dienste entwickeln und unser Portfolio an hochwertigen Mobilfunk­Geräten erweitern. Auch setzen wir konsequent die weitere Integration von Festnetz und Mobilfunk fort. Diese Zusammenführung erlaubt uns, den Service weiter zu verbessern, Synergien durch die Integration in Marketing, Vertrieb und Service auszunutzen und durch Cross­Selling zusätzliche Umsatz­ potenziale zu erschließen. Mit neuen, innovativen Diensten und Tarifen können wir uns besser gegenüber den Wettbewerbern differenzieren. Wir sehen die Mobilisierung von Datendiensten und hier insbesondere den mobilen Internetzugriff als größte Wachstumschance in unserer Branche. Eine weitere strategische Chance ist es, innovative, geräteübergreifende und konvergente Dienste anzubieten. Neben eigenen Diensten und Services gehen wir auch gezielt Kooperationen ein und positionieren uns langfristig als strategischer Partner für die Top­Akteure anderer Branchen, z.B. als exklusiver Online­Inhalte­Partner oder bei der Vermarktung innovativer Endgeräte wie dem Windows Phone 7, dem T­Mobile G2 in den USA oder dem iPhone und iPad von Apple. In den nächsten Jahren erwarten wir beim globalen Datenverkehr einen rasanten Anstieg. Unser Ziel ist es deshalb, das operative Geschäft weiter zu transformieren, indem wir einerseits effizienter werden und andererseits für die nachgefragte, größere Bandbreite sorgen. Bei T­Systems führen wir den Umbau fort und steigern ihre Profitabilität auf Branchenniveau. Mit ihrer globalen Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen bietet T­Systems ein einzigartiges Know­how und Produktportfolio. 122